Auerhaus

Auerhaus
von Bov Bjerg
Regie Franziska Autzen

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Vorstellungen
Do,03.05.201820:00 - 21:40 UhrKaufen
Sa,12.05.201820:00 - 21:40 UhrKaufen
So,13.05.201819:00 - 20:40 UhrKaufen
So,20.05.201819:00 - 20:40 UhrKaufen
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Auerhaus oder „Fifty years ago“ Franziska Autzen schafft mit ihrer Inszenierung des Romans „Auerhaus“ das Unglaubliche. Sie schafft einen Traum der Erinnerung aus Musik, Licht und starken Bildern. Das Bühnenbild (Ute Radler) ein einfaches Klettergerüst aus Quadern von Metallstangen das „Auerhaus“, wie man es von zahlreichen Spielplätzen kennt, ist die ideale Spielfläche, da sie Raum für Assoziationen des Zuschauers lässt. Die vier Akteure dieses Abends sind faszinierend in ihrer Vielfalt der Darstellung. Sie hauchen dieser Story Leben ein und schaffen einen unvergesslichen Abend. Klug geht die Regie mit dieser Story um, da sie ständig den emotionalen Momenten der Geschichte nachgeht und starke gefühlvolle Bilder schafft, die durch die Musik in besonderem Glanz erstrahlen. Franziska Autzen lässt die Geschichte von Frieders bestem Freund Höppner erzählen, was die Möglichkeit schafft jederzeit in das Spiel einzusteigen und den Zuschauer emotional mitzunehmen in das jeweilige Geschehen. Zentrale Story sind die Depression und Selbstmordversuche Frieders, „der sich nicht umbringen wollte, sondern nicht mehr leben“. Das Auerhaus ist die Bereitschaft von Freunden, Frieder beim Überwinden seiner Depressionen zu helfen und weitere Suizidversuche zu verhindern. Das Auerhaus eine dörfliche WG von Gymnasiasten, die versuchen ihre Utopie von Gemeinschaft und Freiheit zu verwirklichen, in einer Zeit des eigenen Lebens, wo man noch alles für möglich hielt. Ihr Lebensmodell ist der Widerstand gegen das Lebenskonzept „Birth – School – Work – Death“. Diese Utopie versuchen sie mit allen Freuden und Risiken (Depression, Suizid) ihres Lebens zu verwirklichen. So oszilliert die Inszenierung zwischen purer Lebensfreude, maßloser Traurigkeit und Verzweiflung über das Leben, aber immer voller Emotion. Dieser Abend ist Leben pur und wenn man sich diesem Treiben hingibt, kann man eine erstaunliche Reise machen, in eigene Erinnerungen einer vergangenen Zeit. Auerhaus ist letztendlich die Konfrontation mit sich selbst. Getragen wird dieser Abend von der Musik Frieder Hepting/Johannes Hoffmann, die durch ihre Komposition maßgeblich zum Erfolg dieses Abends beitragen. Die Songs von Franziska Hartmann und Marie Jung sind zwei der musikalischen Höhepunkte des Abends. Selten eine so fantasievolle, lebendige Inszenierung gesehen, die einen einfach nur staunen lässt. Ein Theaternarr.
reiner Schmedemann, 01.04.18

via twitter "Auerhaus" von Bov Bjerg ist ein ganz wunderbarer Roman. Und die "Auerhaus"-Inszenierung von Franziska Autzen am Thalia Theater ist zurückhaltend, klug, konzentriert. Gut wäre: anschauen.
Falk Scheiber, 21.11.17

via twitter Aber was ich eigentlich schon die ganze Zeit sagen wollte: Heute habe ich in Hamburg im ThaliaTheater Gaußstraße eine sehr, sehr tolle Inszenierung von Auerhaus gesehen. Ohne Scheiß: Wer nicht hingeht, verpasst was.
Bov Bjerg, 20.11.17

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