Mao II, Joueurs, Les Noms

 

Mao II, Joueurs, Les Noms
nach Don DeLillo
Regie Julien Gosselin

Gastspiel

Der Terror der Normalität schlägt zu. Angst, Zweifel, Langeweile oder die Unmöglichkeit der Liebe machen die Figuren in Don DeLillos Romanen handlungsunfähig. Sie wollen ausbrechen. „Joueurs“ (Spieler) ist die Geschichte eines innerlich abgestorbenen New Yorker Yuppiepaares. Ohnmächtige Figuren in einer sinnentleerten Welt, deren Zusammenhänge sich für sie nicht mehr erschließen. „Les Noms“ (Die Namen) erzählt von einem Versicherungsagenten im Nahen Osten, der eine Reihe ritueller Morde aufzuklären versucht, die mit einer geheimnisvollen Sekte in Verbindung gebracht werden. Im Mittelpunkt von „Mao II“ steht ein berühmter Schriftsteller, der auf einer Reise von New York über London nach Beirut in ein absurdes Spielauf Leben und Tod gerät.

Der junge Regisseur Julien Gosselin wurde mit seinen Bühnenadaptionen der großen Romane „Elementarteilchen“ von Michel Houellebecq und „2666“ von Roberto Bolaño zum Shooting­Star des französischen Theaters. Im Fokus seiner Arbeit steht der Mensch im Kontext politischer Konflikte. Welche Auswirkungen haben Geschichte und Gesellschaft auf den Einzelnen? Die Zusammenarbeit Gosselins mit dem Künstlerkollektiv
Si vous pouviez lecher mon cœur stellt das Gegenund Zusammenspiel des Körpers mit der Live­Kamera ins Zentrum.

Die Uraufführung der Don DeLillo­Trilogie ist die Eröffnungspremiere des Festival d’Avignon 2018.
Julien Gosselin war mit „1993“, seiner bildgewaltigen Inszenierung über die Perspektive der „Generation Erasmus“ auf Europa, bei den Lessingtagen 2018 im Thalia Theater zu Gast.


Gastspiel im Januar 2019, Thalia Theater