Vorstellungen am Dienstag, 16. Juli 2013

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Theo van Gogh

Theo van Gogh

1957 in Den Haag geboren, beschließt er nach Abbruch des Jurastudiums, Regisseur zu werden. Er widmet sich zunächst zahlreichen Low-budget Produktionen, in denen er mit Themen wie Inzest und sexueller Gewalt schockiert, und seine islamkritische Haltung filmisch zum Ausdruck bringt. Sein Regie-Debüt feiert er mit dem Schwarzweiß-Film „Luger“ (1982). Für seine Arbeiten „Blind Date“ (1996) und „In het belang van de staat“ (1997; Aus Staatsräson) erhält er den niederländischen Filmpreis Gouden Kalf (Goldenes Kalb).
Neben seiner Aktivität als Drehbuchautor und Regisseur ist Theo van Gogh auch als Publizist und Schauspieler aktiv. Er nutzt die Medien bewusst als Forum zur Verbreitung seiner Ansichten und kritisiert die multikulturelle niederländische Gesellschaft, deren Funktionsfähigkeit er in Frage stellt, greift aber auch das Christentum und den Islam an, fordert Freiheit und Liberalität. Nicht selten stößt van Gogh mit seinen Ansichten auf Ablehnung, besonders durch Mitglieder der Muslimischen Gesellschaft, da er "rückständige" Tendenzen des Islam kritisiert und seine Anhänger offensiv angreift. Nach der Veröffentlichung seines Films „Submission“ (2004), in dem er sich kritisch mit frauenfeindlichen Auslegungen des Korans auseinandersetzt, erhält van Gogh Morddrohungen und wird zeitweilig unter Polizeischutz gestellt.
Am 2. November 2004 wird er in Amsterdam auf offener Straße von einem Islamisten niedergeschossen und erstochen.
Die Bühnenfassung von van Goghs „Das Interview“ wird am 17. Februar 2006 im Künstlerhaus Mousontrum in Frankfurt am Main uraufgeführt. Sein Werk zählt heute mehr als 20 Filme und einige Bücher.

Foto: Wikipedia
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