Vorstellungen am Dienstag, 16. Juli 2013

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Fjodor M. Dostojewskij

Fjodor M. Dostojewskij

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij wird 1821 als Sohn eines Militärarztes in Moskau geboren. 1837 beginnt er in St. Petersburg eine Ausbildung, gefolgt vom Dienst an der militärischen Ingeneurschule, die er als 23-jähriger jedoch abbricht, um freier Schriftsteller zu werden, Bereits sein erster Roman „Arme Leute“, der 1846 erscheint, findet große Beachtung. Er tritt einem revolutionären Zirkel bei, der die soziale Revolution fordert und wird 1849 wegen staatsfeindlicher Aktivitäten verhaftet und zu vier Jahren Verbannung und Zwangsarbeit mit anschließender Militärdienstpflicht verurteilt. Während seiner Haft wird bei ihm Epilepsie diagnostiziert. Wegen der gesundheitlichen Störungen kehrt er 1859 nach St. Petersburg zurück, anschließend begibt er sich auf längere Auslandsreisen. Trotz jahrelanger künstlerischer Tätigkeit sind seine finanziellen Verhältnisse so schlecht, dass er dem Glücksspiel verfällt. 1867 flieht wegen seiner hohen Schulden ins Ausland - längere Zeit lebt er in Dresden und in der Schweiz, um 1871 nach St. Petersburg zurückzukehren. 1881 stirbt er in Sankt Petersburg. Dostojewskij beeinflusste die Literatur des 20. Jahrhunderts nachhaltig, vor allem die der Existentialisten und der Expressionisten. Er verfasste Erzählungen, Romane, Reiseaufzeichnungen, Aufsätze und Feuilletons – zu seinen bekanntesten Werken zählen die Romane „Aufzeichnungen aus einem Totenhaus“ (1861), „Verbrechen und Strafe“ (auch „Schuld und Sühne“, 1866), „Die Dämonen“ (1871) und „Die Brüder Karamasow“ (1880).

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