U18 - Stücke für Schüler

U 18 - Unsere Stücke für ein junges Publikum




Premieren

Tartuffe von Molière
Regie Stefan Pucher Ab Klasse 10
Premiere Thalia am 8. September 2017

Tartuffe, der sich eingenistet hat im Hause der Familie Orgon, ist ein Betrüger. Ein Heuchler, der sich der Maske der Frömmigkeit bedient. Er inszeniert sich zum Schein als Heiliger und bringt die Scheinheiligkeit seiner Umgebung zum Vorschein. Er ist ein Lügner, der seine Macht und Verführungskraft aus der dreisten Offensichtlichkeit seiner bösen Absichten bezieht. Was macht die einen für diese Art Autorität so empfänglich und die anderen, die das Spiel zu durchschauen meinen, so fassungslos hilflos? Was passiert, wenn jeder das zur Wahrheit erklärt, was er hören will? Eine teuflische Komödie über Wahrheit und Lüge.

Die Orestie
von Aischylos
Regie Ersan Mondtag Ab Klasse 11
Premiere Thalia am 21. Oktober 2017

Dem griechischen Dramatiker Aischylos verdankt das Theater die erste Tragödientrilogie. Ein Mehrteiler mit Cliffhanger und der Frage: Was bisher geschah? Der Trojanische Krieg ist nach zehn Jahren zu Ende. Aber das Schlachten geht weiter. Im ersten Teil der „Orestie“ wird der heimgekehrte Agamemnon, der einst für gute Winde seine Tochter Iphigenie opferte, von seiner treulosen Gattin Klytaimnestra ermordet. Im zweiten Teil wird die triumphierende Klytaimnestra von ihrem Sohn Orest aus Rache getötet … Im dritten Teil dann befindet sich Orest auf der Flucht. Furchterregende Furien, die streitsüchtigen Erinnyen, hetzen ihn. Die Göttin Pallas Athene mischt sich ein und es geht um eine grundsätzliche Entscheidung im Fall Orest: Wie soll nach Gattenmord, Muttermord und einem von Leichen gepflasterten Weg die Zukunft aussehen? Geht das Töten immer weiter? Wie soll der Fall entschieden werden?

Auerhaus
von Bov Bjerg
Regie Franziska Autzen Ab Klasse 9/10
Premiere Gaußstraße am 19. November 2017

Anfang der achtziger Jahre in der westdeutschen Provinz: Frieder hat versucht sich umzubringen. Damit das nicht wieder passiert, ziehen seine besten Freunde mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters. Zu sechst im Auerhaus – damals läuft „Our House“ von Madness im Radio rauf und runter. Im Auerhaus gibt es kaum Regeln. Nur das Klauen wird zur Pflicht erklärt, um die Haushaltskasse aufzubessern. Und neben den Abi-Vorbereitungen wer-den Parties gefeiert, wird mit Drogen und freier Liebe experimentiert, denn „Liebe ist kein Kuchen, der kleiner wird, wenn man ihn teilt.“ „Auerhaus“ feiert die Unschuld der Provinz, der Jugend und des Moments. Aber vor allem die Gemeinschaft.

Uraufführung
Performing Embassy of Hope
Regie Gernot Grünewald Ab Klasse 10
Thalia Gaußstraße am 19. Januar

Mit „Performing Embassy of Hope“ setzt Regisseur Gernot Grünewald seine dokumentarische Arbeit zu Themen der Gegenwart fort – ausgehend von dem seit November 2015 in der Gaußstraße etablierten internationalen Café Embassy of Hope, einem gelebten Ort neuer Nachbarschaften. Worauf hoffen die Geflüchteten? Hat sich die Kultur des Willkommens mittlerweile in eine der Grenzziehung und Abschiebung verwandelt? Was bedeuten politische Diskurse für die Lebensgeschichte des Einzelnen?

Michael Kohlhaas
Eine deutsche Erregung nach Heinrich von Kleist
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater am 20. Januar 2018

Der Rosshändler Michael Kohlhaas befindet sich mit seinen Pferden auf der Durchreise, kommt an eine Grenze und soll – was bislang nie der Fall war – einen Passierschein lösen. Man einigt sich jedenfalls darauf, dass er zwei Pferde als Pfand zurücklässt und den Passierschein in der Stadt nachlöst. Als er auf der Rückreise die Pferde abholen will, findet er sie halb verhungert. Kohlhaas beginnt seinen Rache-feldzug. Antú Nunes sagt:„Die Welt ist kompliziert und Kohlhaas geht dagegen an. Er wehrt sich und bringt die Ordnung ins Wanken. Um Recht zu bekommen, begeht er Unrecht. Kohlhaas geht seinen Weg, verliert alles und findet sich selbst. Er scheitert und er gewinnt. Beides! Das ist der Witz an der Sache.“

Der Sturm
A Lullaby for Suffering
nach William Shakespeare
Deutsch von Frank-Patrick Steckel
Regie Jette Steckel Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater im Februar

„Der Sturm“ ist Shakespeares letztes Stück. Wie immer schafft er mit Zauberhand darin eine ganze Welt. Eine Welt, die der unseren gleicht. Erzählt wird die Geschichte von Prospero, der einst Herzog von Mailand war und nun entthront seit zwölf Jahren mit seiner Tochter Miranda auf einer Insel lebt. Dort hält er sich den Eingeborenen Caliban und den Luftgeist Ariel. Mit Ariels Hilfe entfacht er einen Sturm, bei dem der König von Neapel und der Herzog von Mailand, die einst Prospero aus Italien vertrieben, mit ihrem Gefolge auf der Insel stranden.
Was nun folgt, ist ein ausgeklügelter Plan Prosperos, der die Schicksale der Überlebenden des Schiffs-unglücks und die der Inselbewohner kreuzen lässt. Es ist ein Spiel, das im Zusammentreffen unterschiedlicher sozialer Gruppen eine Art Cultural Clash in Gang setzt.

Dancer in the Dark
von Lars von Trier Ab Klasse 10
Regie Bastian Kraft
Premiere Thalia Gaußstraße im März

Amerika im Jahr 1960. Selma Jezkova, die tschechische Einwanderin, leidet an einer Augenkrankheit, die sie nach und nach erblinden lässt. Auch ihr zwölfjähriger Sohn hat die Krankheit geerbt. Um Geld für die rettende Operation des Kindes zu verdienen, schiebt sie Doppelschichten in einer Metallfabrik. Ihre Sehschwäche verheimlicht sie aus Angst davor, die Arbeit zu verlieren. Aber sie hat eine große Leidenschaft: die heile Welt der amerikanischen Musicals, in der nie etwas Schreckliches geschieht und deren Musik sie durch ihren bedrückenden Alltag trägt. Als Selmas hart erspartes Geld von einem Nachbarn gestohlen wird, prallen Realität und Traumwelt aufeinander. Selma wird zur Mörderin.

Panikherz
von Benjamin von Stuckrad-Barre
Regie Christopher Rüping Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater im März

Das Buch ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur.
Der Ich-Erzähler beleuchtet seine großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Udo, der Mann mit dem Hut, der Zigarre und den grünen Socken, dessen Songs den Erzähler begleiten, einfach, weil Udo immer schon da war. Irgendwann sitzen beide in Udos Porsche und fahren mit 30 Stundenkilometern durch Hamburg.

Uraufführung
Hänsel & Gretel – Hungry Hardcore
von Ene-Liis Semper, Tiit Ojasoo, Peter Tägtgren und Till Lindemann Ab Klasse 10/11
Thalia Theater im April

 „Hänsel und Gretel“ gehört zu den intelligentesten Märchen, die im deutsch-sprachigen Raum erschienen sind, da es viele universelle Themen aufgreift und den Entwicklungsweg der menschlichen Seele aufzeigt. In einer verstörenden Welt der starken Kontraste und (alp)traum-ähnlichen Atmosphären erzählen die estnischen Regisseure Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo ein groteskes Märchen für Erwachsene als außergewöhnliche Live-Video-Musik-Performance. Dafür haben sie den deutschen Sänger und Autor Till Lindemann, der als Frontmann von Rammstein berühmt wurde sowie den schwedischen Komponisten und Produzenten Peter Tägtgren eingeladen, um mit ihnen gemeinsam die Geschichte für die Bühne neu zu adaptieren.

Uraufführung
Das Wetter
Regie Jan Philipp Stange Ab Klasse 10
Thalia Gaußstraße im Mai

Lange hatte das Theater kein Dach über dem Kopf. Es fand unter freiem Himmel statt, direkt unter den Augen der Götter. Wind und Wetter waren natürliche Bestandteile der Dionysien, Blitz und Donner spielten in der Tragödie sich selbst. Die unbeherrschbare Natur war unteilbar verbunden mit der Poesie. Inzwischen sind Himmel und Theater getrennt. Dabei ist das Naturschauspiel der Ursprung des Dramas – Katastrophe und Katharsis sind Geschwister. Alle reden ständig über das Wetter. Sie haben Recht damit. Jan Philipp Stange, der erstmals am Thalia Theater arbeitet, inszeniert das Wichtigste und Unwichtigste, das es gibt. Mit schmelzenden Polen und Donnerblitzen, mit Langeweile und Gummistiefeln. Jeden Tag aufs Neue.



Wiederaufnahmen Thalia Theater

Mutter Courage und ihre Kinder
von Bertolt Brecht Musik Paul Dessau
Regie Phillip Becker  Ab Klasse 10/11
Kreuz und quer durch Europa zieht Mutter Courage mit ihren Kindern den Truppen des Dreißigjährigen Krieges hinterher: Um ihn zu überleben, an ihm zu gewinnen und doch am Ende fast alles zu verlieren. Auch ihre Kinder. Brecht zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln und zeigt zugleich, dass die Rechnung für niemanden aufgeht.

Die Weber
von Gerhart Hauptmann
Regie Kornél Mundruczó  Ab Klasse 11
Hauptmann setzt 1893 mit seinem Stück über die Ereignisse des Weberaufstandes in Schlesien den Niedriglöhnern ein Denkmal. Er zeichnet die emotionalen Zustände der Arbeiter nach, die, durch die Industrialisierung und den aufkommenden Kapitalismus in die Not getrieben, auf die Straßen gehen. Der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó führt uns mit Hauptmanns Text zu den Verlierern des globalisierten Kapitalismus, zu Billiglöhnern, die durch ihre Existenz Konsum und Reichtum andernorts erst ermöglichen.

Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht Musik von Kurt Weill
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 10
London, Soho 1928. Jonathan Peachum, Boss einer Bettlermafia, treibt seinen erfolgreichen Handel mit der Ausstattung der Ärmsten. Gangsterboss Mackie Messer hat sich dem dunklen Crime-Business von Raub und Mord verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. Er hat einen guten Draht zum obersten Polizeichef Londons, seinem Jugendfreund „Tiger“ Brown. Doch als er Peachums Tochter Polly heiratet, müssen die Territorien neu verteilt werden. Nunes erzählt mit Mitteln des von Brecht geforderten epischen Theaters das Stück ganz neu.

Die Tragödie von Romeo und Julia
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel Ab Klasse 9
Ein Stück über zwei Liebende, die aus verfeindeten Familien stammen und durch schlimme Verhältnisse, böse Zufälle und fantastische Rettungsaktionen schon kurz nach der Hochzeitsnacht in den Selbstmord getrieben werden. Jette Steckel nähert sich der „größten Liebesgeschichte aller Zeiten“ von drei Seiten: theatral, musikalisch mit Anja Plaschg („Soap &Skin“) und Anton Spielmann („1000 Robota“) und physisch mit einer „Massenbewegung“ von 20 weiblichen und 20 männlichen Hamburger Jugendlichen.

Don Giovanni. Letzte Party
Bastardkomödie frei nach
Wolfgang Amadeus Mozart / Lorenzo da Ponte
Regie Antú Rumero Nunes Ab Klasse 10
Ein Abend über die rauschhafte Ekstase und die seelischen Abgründe des Don Juan, diesem berüchtigten Frauenheld der Weltliteratur. Don Giovanni liebt die Frauen und verführt sie. Dabei macht er auch vor den Damen aus dem Publikum nicht halt. Zwischen ihm und seinen Liebschaften steht sein Freund Leporello, der an die Liebe glaubt. Ein Abend voller Musik mit Liveband und Melodien, die im Ohr bleiben und der Botschaft: Verschwende deine Liebe!

Faust I + II
von Johann Wolfgang von Goethe
Regie Nicolas Stemann Ab Klasse 10
„Löse dich von allen äußeren, das Ich einschnürenden Einflüsterungen“, ruft Mephisto Faust zu. Dass Faust uns heute als unseresgleichen anmutet, ist verstörend. Goethe erzählt von der Entstehung unserer Welt: einer befreiten Gesellschaft von Radikal-Individualisten, geplagt von Liebesunfähigkeit, Rastlosigkeit, gar Depression, unfähig zu Gemeinschaft und Arbeit an kollektivem Sinn.

Jeder stirbt für sich allein
Nach dem Roman von Hans Fallada
Regie Luk Perceval Ab Klasse 10
„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“ Mit diesem Satz auf einer Postkarte beginnt der ungewöhnliche Widerstand eines einfachen Arbeiterpaares zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Berlin. Fallada erzählt die Geschichte von Anna und Otto Quangel, die nach dem Kriegstod des Sohnes mit einfachsten Mitteln den Kampf gegen die Maschinerie des Nazistaates aufnehmen. Bühnenbildnerin Annette Kurz hat ein gigantisches Architekturmodell aus 4000 Gebrauchs- und Haushaltsgegenständen jener Zeit gebaut.

Moby Dick
nach dem Roman von Herman Melville
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 9/10
Die Suche nach Heimat in der Heimatlosigkeit und nach einem Grund unter dem Abgrund treibt die Männer an, unter der Führung von Kapitän Ahab, der sein Bein einst beim Kampf gegen den weißen Wal verloren hat. Acht Schauspieler, die in verschiedene Rollen schlüpfen, nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise, auf die Jagd nach dem weißen Wal.
 
Wer einmal aus dem Blechnapf frißt
Nach dem Roman von Hans Fallada
Regie Luk Perceval Ab Klasse 10
Fünf Jahre hat Willi Kufalt im Knast gesessen. Jetzt muss er raus. In Hamburg soll er resozialisiert werden. Miese Arbeit für einen Hungerlohn. Er sucht eine Wohnung, stößt aber auf Ablehnung. Er will heiraten. Die Knastvergangenheit beschert ihm Misstrauen. Seine Liebe zerbricht. Willi rutscht ab. Die Rückkehr ins Gefängnis ist nur eine Frage der Zeit!



Wiederaufnahmen Thalia Gaußstraße


Amerika
nach dem Roman von Franz Kafka
Regie Bastian Kraft Ab Klasse 9/10

Die Geschichte des 17-jährigen Carl Rossmann, dem Amerika nicht wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Gegenbild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten. Es spielt Philipp Hochmair.

Besuch bei Mr Green
von Jeff Baron
Regie Wolf-Dietrich Sprenger Ab Klasse 10

Manchmal braucht das Glück etwas Nachhilfe. Mr. Green, der störrische alte Mann, der sich meist in der Wohnung verbarrikadiert, wird von Ross Gardiner aufgesucht. Der junge Angestellte hat die gerichtliche Auflage, sich um ihn zu kümmern.
Begeistert ist der Eigenbrötler Green von seinem neuen Besucher nicht. Doch langsam nähern sich die beiden an. Das Stück ist eine Komödie über den Zusammenprall unterschiedlicher Lebensmodelle, Religionen, Generationen und über Mühe und Gewinn, die mit der Überwindung von Grenzen oft verbunden sind.

Das Ende von Eddy
von Édouard Louis Regie Alek Niemiro Ab Klasse 10

Getreten, geschlagen, bespuckt. – Eddy Bellegueule, also Eddy „Schönmaul“, wächst in einem kleinen französischen Dorf auf. Er scheint nicht so zu sein wie die anderen Jungs. Er wird gehänselt und als Schwuchtel beschimpft. Die Eltern sind mit sich beschäftigt, schlechte Arbeit, wenig Geld. Eddy versucht irgendwie klarzukommen, sich mit Mädchen einzulassen, einfach nur dazuzugehören, ganz normal. Und was anscheinend normal ist, zeigt die Gewalttätigkeit und Verlogenheit der anderen. Eines Tages hat Eddy die Nase voll. Der junge Autor stammt selbst aus einem Dorf in Nordfrankreich. 2014 erhielt er den Pierre Guénin-Preis, der besonderes Engagement gegen Homophobie auszeichnet.

Der Fremde
von Albert Camus
Regie Jette Steckel Ab Klasse 10

Der junge Angestellte Mersault lebt unter der unerbittlichen Sonne Algiers gleichgültig vor sich hin, bis ihn ein lächerlicher Zufall zum Mörder ohne Motiv macht. Vor Gericht erntet seine Begründung, die Sonne habe ihn geblendet, nur Unverständnis, und im Angesicht seines Todesurteils beginnt er, über sein Leben nachzudenken. Zur Freiheit verdammt, strebt der sich „fremd“ fühlende Mensch verzweifelt nach Sinn in einer sinnlosen Welt, und wird schließlich zum „Menschen in der Revolte“.

Der Spieler
von Fjodor M. Dostojewskij
Regie Jan Bosse Ab Klasse 11

Im Kurort Roulettenburg geht es zwischen Hotel und Casino vor allem um: GELD. Im Moment des Spielens wird jede drückende Abhängigkeit überwunden, bis es heißt „Rien ne va plus“ und der Zufall entscheidet.
Der mittellose Alexej lebt als Hauslehrer in der Familie eines bankrotten russischen Generals, der ungeduldig auf die Nachricht des Todes einer Erbtante wartet. Aus Liebe zu Polina versucht Alexej, das nötige Geld für eine bessere Zukunft am Roulettetisch zu beschaffen. Aus der Liebe wird Trieb und schließlich Spielsucht. Und die ewige Illusion: Morgen wird alles besser. Morgen kommt das große Glück!

Die Odyssee
Eine Irrfahrt nach Homer
Regie Antú Romero Nunes Ab Klasse 10

Die Halbbrüder Telemachos und Telegonos begegnen sich zum ersten Mal auf der Trauerfeier für ihren Vater Odysseus. Sie erwarten den Sarg, um den Vater gemeinsam zu bestatten. Während sie warten, stellt sich die Frage, wie geht man mit einem Bruder um, der einem noch nie begegnet ist? Und ist der andere auch wirklich ein Sohn des erfindungsreichen Odysseus? Was weiß der eine über den Vater, wovon der andere nichts weiß. Die Brüder können die Geschichte des Odysseus in Worten nicht wirklich zuverlässig erzählen. Ihr Reden ist oft Schweigen, während die Körper wissen, wovon die Rede ist.

Ich rufe meine Brüder
von Jonas Hassen Khemiri
Regie Anton Kurt Krause Ab Klasse 10

„Ich rufe meine Brüder an und sage: Da ist neulich so ein krankes Ding passiert. Habt ihr gehört? Ein Mann. Ein Auto. Zwei Explosionen. Mitten in der City. Ich rufe meine Brüder an und sage: Jetzt geht’s los. Haltet euch bereit.“ Amor ist ein junger Mann – Enkel, Freund, Cousin, Student – dessen Normalität plötzlich zusammenbricht, als in Stockholm eine Autobombe explodiert. Seine Realität verschiebt sich, als er anfängt, die diffuse Angst vor islamistischem Terror auf sich zu projizieren.

Nathan die Weise
nach Gotthold Ephraim Lessing
Regie Leonie Böhm Ab Klasse 10

Lässt sich Lessings „Nathan“, der Schulbuchklassiker, neu befragen? Die Geschwister Blanda von Filnek und Curd von Stauffen erzählen alles nochmal von vorn, leicht verändert, weil man weiß, was man weiß. „Nathan die Weise“ ist für Regisseurin Leonie Böhm ein Emanzipationsstück für alle Laienpredigerinnen. Das alte Stück, der altertümliche Rap mit den vielen einschüchternden Blankversen, wird neu justiert.

Räuberhände
nach dem Roman von Finn Ole Henrich
Regie Anne Lenk Ab Klasse 10

In ihrer Schrebergartenlaube „Stambul“ lernen Samuel und Janik fürs Abitur und träumen von der Zukunft. Während Janik versucht, sich von seinen wohlsituierten Lehrer-Eltern zu distanzieren, bemüht sich sein bester Freund Samuel, Sohn einer Alkoholikerin, um geordnete Normalität. Als ihre Freundschaft durch einen einzigen Abend zu zerbrechen droht, reisen sie kurzerhand nach Istanbul. Ein intensiver, berührender Schauspielerabend, über die großen Fragen Heranwachsender.

Tschick
von Wolfgang Herrndorf
Regie Christopher Rüping Ab Klasse 8/9

Maik und Tschick, zwei vierzehnjährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben, außer vielleicht ihre Einsamkeit, machen sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei, durch eine surreale Mondlandschaft voller merkwürdiger Menschen, irgendwo entlang der deutschen Autobahnen. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, dem besten Sommer des Lebens, von Freundschaft und erster Liebe: eine Abenteuerreise ins Unbekannte.

Beachten Sie auch unter A – Z unsere Klassenzimmerstücke (Thalia mobil), die Sie für Vorstellungen in Schulen buchen können!

Kontakt

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Thalia Theater GmbH, Thalia Treffpunkt
Alstertor, 20095 Hamburg
Herbert Enge / Theaterpädagogik -Leitung
Anne Katrin Klinge, Judith Mannke / Theaterpädagoginnen
Petra Urbanski / Büro und Organisation
Telefon 040.32 81 41 39
Fax 040.32 81 42 04
www.thalia-theater.de
E-Mail thaliatreffpunkt@thalia-theater.de

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