U18 - Stücke für Schüler

U 18 - Unsere Stücke für ein junges Publikum




Premieren

Unsere Stücke für ein junges Publikum.

Uraufführung
Orpheus
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Premiere Thalia am 7. September 2018

Der größte Sänger aller Zeiten Orpheus betörte mit der Schönheit seines Gesanges Götter, Menschen, Tiere und Pflanzen und brachte selbst Steine zum Weinen! Verheiratet ist er mit der Nymphe Eurydike. Als sie an einem Schlangenbiss stirbt, steigt er in die Unterwelt. Orpheus rührt Hades und dessen Frau Persephone mit seinem Gesang so sehr, dass sie in Eurydikes Rückkehr in die Welt der Lebenden einwilligen. Unter einer Bedingung: Erst nach Erreichen des Tageslichts darf Orpheus sich nach Eurydike umdrehen. Als er ihre leisen Schritte nicht hinter sich hört, siegt sein Mangel an Vertrauen – und er verliert sie für immer. Regisseur Nunes bezieht sich neben den Quellen, Ovids „Metamorphosen“ und Vergils „Georgica“ zusätzlich auf filmische und musikalische Bearbeitungen.

Im Herzen der Gewalt
von Édouard Louis
Regie Franziska Autzen
Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße (Garage) am 9. September 2018

Auf der Straße begegnet Édouard dem jungen Reda. Ein Flirt beginnt. Er nimmt ihn mit nach Hause. Eine schöne Nacht, doch sie wird Édouards Leben nachhaltig verändern, als Reda ihn mit einer Pistole bedroht, fesselt und vergewaltigt. Édouard flieht aus Paris zu seiner Schwester Clara in die Provinz, aus der er einst verschwand. Édouard erlebt im schonungslosen Zusammenspiel mit seiner Schwester diese Nacht noch einmal. Ist das noch seine eigene Geschichte? Alles in Édouards Kopf dreht sich um diese Erfahrung, um seine Scham, um die Befragungen durch Juristen, Ärzte und rassistische Polizisten. „Die einzige Möglichkeit, die Gewalt zu bekämpfen, ist, darüber zu sprechen“, sagt Édouard Louis.

Patentöchter
Im Schatten der RAF – ein Dialog von Julia Albrecht
und Corinna Ponto
Regie Gernot Grünewald
Ab Klasse 11

Premiere Gaußstraße am 15. September 2018
Am 30. Juli 1977 bekommt Jürgen Ponto Besuch von Susanne Albrecht, der Tochter seines Jugendfreundes. Völlig überraschend erschießen ihre Begleiter Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, Mitglieder der Rote Armee Fraktion, den Vorstandssprecher der Dresdner Bank in seinem eigenen Haus. Corinna Ponto ist 20 Jahre alt, als ihr Vater ermordet wird, Julia Albrecht erst dreizehn, als ihre Schwester Susanne den Mördern ihres Patenonkels Zugang zu seinem Haus verschafft. Das Band zwischen den befreundeten Familien ist zerstört. 30 Jahre nach der Tat, die beider Leben geprägt hat, nimmt Julia Albrecht Kontakt zu Corinna Ponto auf. Gemeinsam beginnen die beiden Frauen einen Dialog über Schuld und Vergebung.

Hexenjagd
von Arthur Miller
Regie Stefan Pucher
Ab Klasse 11
Premiere Thalia am 29. September 2018

In Salem verstehen die Leute keinen Spaß. Als Pastor Parris heimlich junge Mädchen beim kultischen Tanzen im Wald beobachtet und einige von ihnen tags darauf in eine merkwürdige Trance verfallen, ist die Sache klar: Hier geht es mit dem Teufel zu. Die Gruppe junger Mädchen, angeführt von Abigail Williams, ist scheinbar im Verbund mit einer höheren Macht. Sie verbreiten Hysterie mit ihrer Behauptung, Hexen erkennen zu können. Das Klima in Salem verändert sich, es kommt zu Verfolgungen, zur Hexenjagd. Sind die Salemer noch bei Verstand?

Uraufführung
Dritte Republik
von Thomas Köck
Regie Elsa-Sophie Jach und Thomas Köck
Ab Klasse 10
Premiere Gaußstraße am 2. November 2018

Eine Landvermesserin und ihr Kutscher irren durch einen Schneesturm. Es ist das Jahr 1918 – ihr Auftrag ist die Neuvermessung der Landesgrenzen. Im Sturm treffen die beiden auf unterschiedliche Figuren der Geschichte und damit auf unterschiedliche Versionen einer europäischen Idee. Eine dieser Figuren ist der Hamburger Reedereidirektor Albert Ballin, Besitzer der Auswandererhallen auf der Veddel. Ballin, glühender Anhänger der Monarchie, nahm sich am 9. November das Leben – dem Tag der Ausrufung der ersten demokratischen Republik in Deutschland. Wie vor 100 Jahren sind unsere Zeit und die Menschen von Haltlosigkeit und Krise geprägt. Autor Thomas Köck wurde anlässlich des hundertsten Jahrestags des 9. November 1918 vom Thalia Theater gebeten, über den Wandel, aber vor allem die Zukunft Europas nachzudenken.

Uraufführung
Frankenstein/Homo Deus
inspiriert von Mary Shelley und Yuval Noah Harari
Regie Jan Bosse
Ab Klasse 10
Premiere Thalia am 18. November 2018

Die Faszination des Frankenstein-Mythos ist ungebrochen. Mary Shelley erzählt von Traum und Alptraum der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens, das sich bitter an seinem Schöpfer rächt. Und heute? Die Optimierung des Menschen schreitet voran. Nie waren wir so nah an der Verwirklichung der Visionen jenes ehrgeizigen Forschers Viktor Frankenstein.
Yuval Noah Harari, Autor des Weltbestsellers „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ fragt in seinem neuen Buch, wie es dem Homo Sapiens ergehen wird, wenn er den technikverstärkten „Homo Deus“ erschaffen hat. Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die bald alles besser können als wir? Werden wir am Ende gar keine Menschen mehr sein?

Uraufführung
Simpel
nach dem Roman von Marie-Aude Murail
Regie Helge Schmidt
Ab Klasse 7/8
Premiere Gaußstraße (Garage) und
in der Lessing Stadtteilschule im November 2018

Barnabé Maluri, „Simpel“ genannt, ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Dreijährigen. Seine Mutter ist gestorben; sein jüngerer Bruder Colbert hat ihr vor ihrem Tod versprochen, sich um Simpel zu kümmern, und nimmt ihn zu sich, nachdem der Vater eine neue Partnerin gefunden und Simpel in einem Heim untergebracht hat. Als Colbert in die Großstadt geht, um dort die Schule zu beenden, ziehen beide Brüder in eine WG, in der es mehr als turbulent zugeht. Erzählt wird die Geschichte über Anderssein und Behinderung aus der Perspektive Colberts, der neu in eine Klasse kommt.

Kaspar
von Peter Handke
Regie Leonie Böhm
Ab Klasse 10
Premiere Gaußstraße (Garage) am 25. November 2018

Die Bühne betritt Kaspar. Auf ungeübten Beinen, ein Wesen, halb Clown, halb Kind, versucht dieser Nachfahre des Kaspar Hauser seine ersten Schritte in eine Gesellschaft. Noch kennt er keine Sprache, keine Tradition, keine Zivilisation. Sein Sprachschatz umfasst nur einen einzigen rätselhaften Satz: „Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein anderer gewesen ist“. Kaspar ist das asoziale Wesen mitten in unserer Gesellschaft. Ein Mensch ohne Mitmenschen. Ungebändigt, regellos und manipulierbar.

Vor dem Fest
von Saša Stanišić
Regie Charlotte Sprenger
Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße am 18. Januar 2019

Saša Stanišić lässt sein Dorf als vielstimmigen Chor sprechen: „Was War, Was Ist, Was Wird Geschehen“. Das Annenfest ist der Höhepunkt des Jahres. Es wird eine dramatische Nacht. Im Dorfarchiv wird eingebrochen, die alten Sagen und Geschichten fliehen durch das offene Fenster in die Nacht. Die Archivarin Frau Schwermuth dreht durch. Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, sucht einen funktionierenden Zigarettenautomaten und findet Gründe gegen das Leben. Da ist die alte Malerin Frau Kranz, deren Gemälde seit Jahrzehnten nur ein Motiv kennen – Fürstenfelde und seine Bewohner, und die taumeln durch die Nacht.

I am Europe
von Falk Richter
Regie Falk Richter
Choreografie Nir de Volff
Ab Klasse 11
Deutschland-Premiere Gaußstraße im Januar 2019

Europa am Scheideweg, überall erstarkt die Angst: reaktionäre Parteien und religiöser Fanatismus kehren zurück. Demokratische Institutionen verlieren an Glaubwürdigkeit, die kulturelle, ethnische, religiöse oder sexuelle Vielfalt wird angegriffen. Zur gleichen Zeit aber haben leisere, nicht weniger starke Veränderungen stattgefunden. Immer mehr Menschen haben die normativen Modelle von Zugehörigkeit, Familie, Religion, Sprache, Kultur oder sexueller Identität aufgegeben und sie mit neuem Sinn gefüllt. Falk Richter arbeitet mit jungen Europäer*innen, die mehr als acht unterschiedliche Sprachen sprechen, verschiedene Religionen und sexuelle Identitäten haben.

Eine Familie
von Tracy Letts
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater im Februar 2019

Der gescheiterte Dichter und Trinker Beverly verschwindet. Aus Sorge um ihren Mann schart Violet ihre Schwester, ihre drei Töchter und deren Familien um sich. Als die Nachricht vom ertrunkenen Vater eintrifft, entfacht sich ein Lauffeuer psychischer Extremzustände. Vollgedröhnt mit mother’s little helpers, rechnet Violet mit ihren Töchtern und deren Lebensumständen ab. „Eine Familie“ zeigt ein modernes westliches Mittelschichts-Panorama in höchster Konzentration.

Rom
nach William Shakespeares
„Coriolan“, „Julius Cäsar“ & „Antonius und Cleopatra“
Bearbeitung John von Düffel
Regie Stefan Bachmann
Ab Klasse 11
Premiere Thalia im März 2019

Die Republik ist in einer schweren Krise: Machtverhältnisse sind instabil, die Schere zwischen Arm und Reich
klafft immer weiter auseinander, Rebellen drohen mit Terror-Anschlägen. Rufe nach einem neuen starken
Mann werden laut, der am besten gleich den Ausnahmezustand verhängen soll, um autokratisch durchzugreifen. Im Gegenzug rufen Populisten das Volk zum Protest gegen „die da oben“ auf. Was nach sehr heutigen Angriffen auf unsere Freiheit klingt, spielt in Wahrheit im antiken Rom. Der Autor John von Düffel bündelt die Shakespeare-Stücke „Coriolan“, „Julius Cäsar“ und „Antonius und Cleopatra“ zu einem großen Panorama. Ein römischer Politthriller in Zeiten großer Gereiztheit.




Wiederaufnahmen Thalia Theater

Tartuffe
von Molière

Regie Stefan Pucher
Ab Klasse 10

Tartuffe, der sich eingenistet hat im Hause der Familie Orgon, ist ein Betrüger. Er inszeniert sich zum Schein als Heiliger und bringt die Scheinheiligkeit seiner Umgebung zum Vorschein. Er ist ein Lügner, der seine Verführungskraft aus der Offensichtlichkeit seiner bösen Absichten bezieht. Was macht die einen für diese Art Autorität so empfänglich und die anderen, die das Spiel zu durchschauen meinen, so fassungslos hilflos? Eine teuflische Komödie über Wahrheit und Lüge.

Michael Kohlhaas
nach Heinrich von Kleist

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10

Der Rosshändler Michael Kohlhaas befindet sich mit seinen Pferden auf der Durchreise, kommt an eine Grenze und soll – was bislang nie der Fall war – einen Passierschein lösen. Man einigt sich darauf, dass er zwei Pferde als Pfand zurücklässt und den Passierschein in der Stadt nachlöst. Als er auf der Rückreise die Pferde abholen will, findet er sie halb verhungert. Kohlhaas beginnt seinen Rachefeldzug. Regisseur Antú Romero Nunes erzählt seine ganz eigene Version von einem, der auszog, um durch Unrecht Recht zu bekommen und damit die Ordnung ins Wanken bringt.

Uraufführung
Hänsel & Gretel – Hungry Hardcore
von Ene-Liis Semper, Tiit Ojasoo, Peter Tägtgren und Till Lindemann
Ab Klasse 9/10

„Hänsel und Gretel“ gehört zu den intelligentesten Märchen des deutschsprachigen Raumes, da es universelle Themen aufgreift und den Entwicklungsweg der menschlichen Seele aufzeigt. In einer verstörenden Welt der starken Kontraste und (alp)traumähnlichen Atmosphären erzählen die estnischen Regisseure gemeinsam mit dem deutschen Sänger Till Lindemann ein groteskes Märchen für Erwachsene als außergewöhnliche Live-Video-Musik-Performance.

Panikherz
von Benjamin von Stuckrad-Barre
Regie Christopher Rüping
Ab Klasse 10

Das Buch ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur. Der Ich-Erzähler beleuchtet seine großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Begleitet vom Soundtrack der 90er und vor allem von Udo Lindenberg – einfach, weil Udo schon immer da war.

Der Sturm – A Lullaby for Suffering
nach William Shakespeare
Regie Jette Steckel
Ab Klasse 10

„Der Sturm“ ist Shakespeares letztes Stück. Erzählt wird die Geschichte von Prospero, der einst Herzog
von Mailand war und nun entthront seit zwölf Jahren mit seiner Tochter Miranda auf einer Insel lebt. Dort
hält er sich den Eingeborenen Caliban und den Luftgeist Ariel. Mit Ariels Hilfe entfacht er einen Sturm, bei dem der König von Neapel und der Herzog von Mailand, die einst Prospero aus Italien vertrieben, mit ihrem Gefolge auf der Insel stranden. In der Folge führt Prospero seiner Tochter Miranda die bewohnte Welt vor, wie sie ist: Ein kompliziertes Spiel von Macht und Ohnmacht.

Mutter Courage und ihre Kinder
von Bertolt Brecht Musik Paul Dessau
Regie Phillip Becker
Ab Klasse 10

Kreuz und quer durch Europa zieht Mutter Courage mit ihren Kindern den Truppen des Dreißigjährigen Krieges hinterher: Um ihn zu überleben, an ihm zu gewinnen und doch am Ende fast alles zu verlieren. Auch ihre Kinder. Brecht zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln und zeigt zugleich, dass die Rechnung für niemanden aufgeht.

Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht Musik von Kurt Weill
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10

London, Soho 1928. Jonathan Peachum, Boss einer Bettlermafia, treibt seinen erfolgreichen Handel mit der Ausstattung der Ärmsten. Gangsterboss Mackie Messer hat sich dem dunklen Crime-Business von Raub und Mord verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. Er hat einen guten Draht zum obersten Polizeichef Londons, seinem Jugendfreund „Tiger“ Brown. Doch als er Peachums Tochter Polly heiratet, müssen die Territorien neu verteilt werden. Nunes erzählt mit Mitteln des von Brecht geforderten epischen Theaters das Stück ganz neu.

Die Tragödie von Romeo und Julia
von William Shakespeare
Regie Jette Steckel
Ab Klasse 9

Ein Stück über zwei Liebende, die aus verfeindeten Familien stammen und durch schlimme Verhältnisse, böse Zufälle und fantastische Rettungsaktionen schon kurz nach der Hochzeitsnacht in den Selbstmord getrieben werden. Jette Steckel nähert sich der „größten Liebesgeschichte aller Zeiten“ von drei Seiten: theatral, mit der Musik von „Soap&Skin“ und „1000 Robota“ und physisch mit einer „Massenbewegung“ von 20 weiblichen und 20 männlichen Hamburger Jugendlichen.

Don Giovanni. Letzte Party
Bastardkomödie frei nach Wolfgang Amadeus Mozart/Lorenzo da Ponte
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10

Don Giovanni liebt die Frauen und verführt sie. Dabei macht er auch vor den Damen aus dem Publikum nicht halt. Zwischen ihm und seinen Liebschaften steht sein Freund Leporello, der an die Liebe glaubt. Ein Abend voller Musik mit Liveband und Melodien, die im Ohr bleiben und der Botschaft: Verschwende deine Liebe!

Faust I + II
von Johann Wolfgang von Goethe
Regie Nicolas Stemann
Ab Klasse 10

„Löse dich von allen äußeren, das Ich einschnürenden Einflüsterungen“, ruft Mephisto Faust zu. Dass Faust
uns heute als unseresgleichen anmutet, ist verstörend. Goethe erzählt von der Entstehung unserer Welt: einer befreiten Gesellschaft von Radikal-Individualisten, geplagt von Liebesunfähigkeit, Rastlosigkeit, gar Depression, unfähig zu Gemeinschaft und Arbeit an kollektivem Sinn.

Jeder stirbt für sich allein
Nach dem Roman von Hans Fallada
Regie Luk Perceval
Ab Klasse 10

„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“ Mit diesem Satz auf einer Postkarte beginnt der ungewöhnliche Widerstand eines einfachen Arbeiterpaares zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Berlin. Fallada erzählt die Geschichte von Anna und Otto Quangel, die nach dem Kriegstod des Sohnes mit einfachsten Mitteln den Kampf gegen die Maschinerie des Nazistaates aufnehmen.

Moby Dick
nach dem Roman von Herman Melville
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 9/10

Die Suche nach Heimat in der Heimatlosigkeit und nach einem Grund unter dem Abgrund treibt die Männer an,
unter der Führung von Kapitän Ahab, der sein Bein einst beim Kampf gegen den weißen Wal verloren hat. Acht Schauspieler, die in verschiedene Rollen schlüpfen, nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise, auf die Jagd nach dem weißen Wal.



Wiederaufnahmen Thalia Gaußstraße

Auerhaus
von Bov Bjerg
Regie Franziska Autzen
Ab Klasse 10
Anfang der achtziger Jahre in der westdeutschen Provinz: Der Song „Our House“ von Madness läuft im Radio. Frieder hat versucht sich umzubringen. Damit das nicht wieder passiert, ziehen seine vier besten Freunde mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters, das „Auerhaus“. Hier gibt es kaum Regeln. Nur das Klauen wird zur Pflicht erklärt, um die Haushaltskasse aufzubessern. „Auerhaus“ feiert die Unschuld der Jugend und des Moments. Aber vor allem die Gemeinschaft.

Dancer in the Dark
von Lars von Trier
Ab Klasse 10
Regie Bastian Kraft
Amerika im Jahr 1960. Selma Jezkova, die tschechische Einwanderin, leidet an einer Augenkrankheit, die sie
nach und nach erblinden lässt. Auch ihr zwölfjähriger Sohn hat die Krankheit geerbt. Um Geld für die rettende Operation des Kindes zu verdienen, schiebt sie Doppelschichten in einer Metallfabrik. In amerikanischen Musicals findet sie Ablenkung. Als Selmas hart erspartes Geld von einem Nachbarn gestohlen wird, hat das gravierende Folgen für alle Beteiligten.

Uraufführung
Das Wetter
Regie Jan Philipp Stange
Ab Klasse 5
Frank Böttcher weiß, wie Wetter geht. Natürlich, er arbeitet schließlich seit vielen Jahren als Meteorologe. Damit das Publikum das auch erfährt, wird das NDR Studio mal eben auf der Bühne der Gaußstraße aufgebaut, eine Live-Schaltung mit Moderation direkt aus dem Theater. Als Böttcher kurz in die Maske muss und das Studio in der Obhut seines Mitarbeiters lässt, entpuppt sich dieser als hervorragender, aber etwas ungeschickter Entertainer und richtet damit im Studio, aber auch global ein ziemliches Chaos an. Und dann steht plötzlich auch noch die Wissenschafts-AG der Loki-Schmidt-Schule vor ihm und möchte in die Kunst des Wettermachens eingeführt werden.

Amerika
nach dem Roman von Franz Kafka
Regie Bastian Kraft
Ab Klasse 9/10
Die Geschichte des 17jährigen Carl Rossmann, dem Amerika nicht wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Gegenbild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten.

Besuch bei Mr. Green
von Jeff Baron
Regie Wolf-Dietrich Sprenger
Ab Klasse 10
Mr. Green, der störrische alte Mann, der sich meist in der Wohnung verbarrikadiert, wird von Ross Gardiner aufgesucht. Der junge Angestellte hat die gerichtliche Auflage, sich um ihn zu kümmern. Begeistert ist der Eigenbrötler Green von seinem neuen Besucher nicht. Das Stück ist eine Komödie über den Zusammenprall unterschiedlicher Lebensmodelle, Religionen, Generationen und über Mühe und Gewinn, die mit der Überwindung von Grenzen oft verbunden sind.

Das Ende von Eddy
von Édouard Louis
Regie Alek Niemiro
Ab Klasse 10
Getreten, geschlagen, bespuckt. – Eddy Bellegueule wächst in einem kleinen französischen Dorf auf. Er scheint nicht so zu sein wie die anderen Jungs, wird gehänselt und als Schwuchtel beschimpft. Eddy versucht irgendwie klarzukommen, sich mit Mädchen einzulassen, dazuzugehören, ganz normal zu sein. Was anscheinend normal ist, zeigt die Gewalttätigkeit und Verlogenheit der anderen. Eines Tages hat Eddy die Nase voll.

Der Fremde
von Albert Camus
Regie Jette Steckel
Ab Klasse 10
Der junge Angestellte Mersault lebt unter der unerbittlichen Sonne Algiers gleichgültig vor sich hin, bis
ihn ein lächerlicher Zufall zum Mörder ohne Motiv macht. Vor Gericht erntet seine Begründung, die Sonne habe ihn geblendet, nur Unverständnis, und im Angesicht seines Todesurteils beginnt er, über sein Leben
nachzudenken.

Der Spieler
von Fjodor M. Dostojewskij
Regie Jan Bosse
Ab Klasse 11
Der mittellose Alexej lebt als Hauslehrer in der Familie eines bankrotten russischen Generals, der ungeduldig
auf die Nachricht des Todes einer Erbtante wartet. Aus Liebe zu Polina versucht Alexej, das nötige Geld für eine bessere Zukunft am Roulettetisch zu beschaffen. Aus der Liebe wird Trieb und schließlich Spielsucht. Und die ewige Illusion: Morgen kommt das große Glück!

Die Odyssee
Eine Irrfahrt nach Homer
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Die Halbbrüder Telemachos und Telegonos begegnen sich zum ersten Mal auf der Trauerfeier für ihren Vater Odysseus. Während sie warten, stellt sich die Frage, wie geht man mit einem Bruder um, der einem noch nie begegnet ist? Und ist der andere auch wirklich ein Sohn des erfindungsreichen Odysseus? Die Brüder können die Geschichte des Odysseus in Worten nicht wirklich zuverlässig erzählen. Ihr Reden ist oft Schweigen, während die Körper wissen.

Ich rufe meine Brüder
von Jonas Hassen Khemiri
Regie Anton Kurt Krause
Ab Klasse 10
„Ich rufe meine Brüder an und sage: Da ist neulich so ein krankes Ding passiert. Habt ihr gehört? Ein Mann. Ein Auto. Zwei Explosionen. Mitten in der City. Ich rufe meine Brüder an und sage: Jetzt geht’s los. Haltet euch bereit.“ Amor ist ein junger Mann – Enkel, Freund, Cousin, Student – dessen Normalität plötzlich zusammenbricht, als in Stockholm eine Autobombe explodiert. Seine Realität verschiebt sich, als er anfängt, die diffuse Angst vor islamistischem Terror auf sich zu projizieren.

Nathan die Weise
nach Gotthold Ephraim Lessing
Regie Leonie Böhm
Ab Klasse 10
Die Geschwister Blanda von Filnek und Curd von Stauffen erzählen alles nochmal von vorn, leicht verändert, weil man weiß, was man weiß. „Nathan die Weise“ ist für Regisseurin Leonie Böhm ein Emanzipationsstück. Das alte Stück, der altertümliche Rap mit den vielen einschüchternden Blankversen, wird neu justiert.

Räuberhände
nach dem Roman von Finn Ole Heinrich
Regie Anne Lenk
Ab Klasse 10
In ihrer Schrebergartenlaube „Stambul“ lernen Samuel und Janik fürs Abitur und träumen von der Zukunft. Während Janik versucht, sich von seinen wohlsituierten Lehrer-Eltern zu distanzieren, bemüht sich sein bester Freund Samuel, Sohn einer Alkoholikerin, um geordnete Normalität. Als ihre Freundschaft durch einen einzigen Abend zu zerbrechen droht, reisen sie kurzerhand nach Istanbul. Ein intensiver, berührender Schauspielerabend, über die großen Fragen Heranwachsender.

Tschick
von Wolfgang Herrndorf
Regie Christopher Rüping
Ab Klasse 8
Maik und Tschick, zwei vierzehnjährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben, außer vielleicht ihre Einsamkeit, machen sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei, durch eine surreale Mondlandschaft voller merkwürdiger Menschen, irgendwo entlang der deutschen Autobahnen. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, dem besten Sommer des Lebens, von Freundschaft und erster Liebe.

Beachten Sie auch unter A – Z unsere Klassenzimmerstücke (Thalia mobil), die Sie für Vorstellungen in Schulen buchen können!

Kontakt

Thalia Treffpunkt
Thalia Theater GmbH, Thalia Treffpunkt
Alstertor, 20095 Hamburg
Herbert Enge / Theaterpädagogik -Leitung
Anne Katrin Klinge, Judith Mannke / Theaterpädagoginnen
Petra Urbanski / Büro und Organisation
Telefon 040.32 81 41 39
Fax 040.32 81 42 04
www.thalia-theater.de
E-Mail thaliatreffpunkt@thalia-theater.de

Thalia und Schule
Thalia Theater GmbH, Thalia und Schule,
Alstertor, 20095 Hamburg
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