Wilde Kerle Schreibwettbewerb


Der Wilde Kerle Schreibwettbewerb

Die Gewinnertexte
Caroline, Kl.4 Pädagogium Schwerin

Wut machte mich stolz

In den Sommerferien waren Lea und ich fast täglich im Schwimmbad. Wir hatten viel Spaß, bis eines Tages drei nervige Jungen auftauchten. Sie nannten sich selbst „Die coolen Drei“. Ich fand das etwas übertrieben. Aber darum ging es eigentlich nicht. Sie meinten nämlich, das ich mich nicht trauen würde, vom 10-Meter-Brett zu springen.  Also, ehrlich gesagt hatte ich schon Angst, aber das Gerede der Jungs ärgerte mich total. Das ging die doch gar nichts an, was ich mich traute oder nicht. Die Jungen hörten nicht mit dem Lästern auf und ich wurde wütend. „Na wartet“, dachte ich und rannte zornig auf den Sprungturm zu. Kurz davor stoppte ich dann aber doch und die Jungen grölten laut. Sie bemerkten meine Angst und ich spürte, dass mich das immer wütender machte. Aber die Angst war größer und ich kehrte um. Vor mir standen die Jungs und riefen in die Menge : „Die Kleine traut sich nicht, die Kleine traut sich nicht.“ Und das immer wieder. Nun wurde es mir aber zu viel. Wie eine Rakete schoss ich die Leiter hoch. Meine beflügelte mich. Ich spürte, dass alle Angst plötzlich wie weggeblasen war und mein Körper sich zum Sprung straffte. Wut verlieh mir Flügel. Wie von selbst streckte sich mein Körper. Platsch-ich tauchte ein und war so stolz  auf mich. Ich hatte mich selbst übertroffen. Noch vor einer Stunde hätte ich nicht geglaubt, dass ich einen Kopfsprung mache. Eigentlich sollte ich den Jungen dankbar sein.

Dan-Joel, Kl.4 Pädagogium Schwerin

Das wilde Drama am Fußballplatz

Das ganze Jahr haben wir immer auf den einen großen Tag gewartet. Jedes Jahr im Oktober ist das Finale  der Fußballmeisterschaft. Wir, das sind Paul, Tim und ich. Wir alle sind zehn Jahre alt und gehen in dieselbe Schule. Wir spielen am liebsten Fußball.
Der große Tag des Finalspiels war da. Paul lief ganz schnell in die Küche. Er schaufelte sich ein Toastbrot und Orangensaft so rein, dass er den Saft im Bauch schwabbeln hörte. Nach dem Frühstück lief er los.  Unterwegs traf er Tim. Der hatte sein Brot noch in der Hand und schmatzte beim Laufen. Als sie bei mir ankamen, war dort noch alles dunkel. Nanu, staunten die beiden. Sie standen unsicher vor der Tür. Darauf hatte ich nur gewartet. Jetzt konnte ich sie mal richtig erschrecken. Ich schlich langsam um die Ecke und schrie „Buhhh“. Die beiden zuckten zusammen. Was für ein Spaß. Als sie mich sahen, lachten wir alle zusammen. „Jetzt aber los“, sagte ich , „sonst kommen wir zu spät.
Als wir am Sportplatz ankamen, waren schon viele Kinder da. Es durften nur noch zwei von uns mitspielen. Es wurde gelost und ich verlor. Das war ja mal wieder klar. Nun saß ich auf der Bank und musste zuschauen.
Anpfiff und das Spiel ging los. Ich hätte mir am liebsten den Ball geschnappt. Ich wurde richtig wild. Da passierte es. Die andere Mannschaft schoss ein Tor. Jetzt saß ich nicht mehr auf der Bank. Ich rannte wie ein wild gewordener Tiger an der Linie entlang und schrie meine Freunde an. Da flog der Ball im hohen Bogen aus dem Spielfeld über den Zaun in eine riesige Hecke. Der Schiedsrichter schrie und rief „Halbzeit“. Aber das hörte ich nicht mehr. Ich kletterte schon über den Zaun. Meine wilde Wut ließ mich fast über den Zaun fliegen. Ich merkte auch nicht, wie die Dornen der Hecke mich aufritzten. Ich wollte nur noch den Ball. Da hatte ich ihn. „ Jetzt nur schnell zurück“, dachte ich mir. Wieder zurück auf dem Fußballfeld starrten mich alle an. Ich sah meine Freunde an. Sie hatten den gleichen Gedanken wie ich. „Jetzt machen wir sie platt!!!“, riefen wir im Chor. Der Trainer wechselte und ich durfte mitspielen. Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Paul eroberte den Ball vom gegnerischen Spieler. Jetzt liefen wir wie eine wilde Horde auf das gegnerische Tor zu. Der Torwart bekam große Augen und ging lieber einen Schritt zur Seite. Ein Pass zu Tim und TOOR. Jetzt stand es wieder unentschieden. Wir hatten nur noch zwei Minuten zu spielen und es stand immer noch 1:1. Da bekam ich den Ball auf den Fuß. Ich stand an der Mittellinie, lief los und schaffte es in den Strafraum. Das Tor war leer und ich dachte: „Jetzt nur noch reinschießen.“ Da traf mich ein harter Schlag am Bein und ich stürzte zu Boden. Ich drehte mich um und der gegnerische Torwart grinste mich an.  Aber da kam der Schiedsrichter und entschied Elfmeter. Jetzt grinste ich. Schnell schnappte ich den Ball und schrie zum Torwart. „Pass auf, jetzt wird’s wild. „ Alles war ganz still. Ich nahm Anlauf und schoss den Ball direkt oben in die Ecke. „TOOOOOR“, brüllten Paul und Tim. Ich hatte vor Angst die Augen geschlossen. Jetzt riss ich sie auf und wir tanzten vor Freude wild über das Spielfeld. Das Spiel war zu Ende und wir waren Meister.
Der Trainer gab zur Belohnung eine Runde Pizza aus und unsere Gegner durften mitfeiern. So zogen wir glücklich am Abend wieder nach Hause.

Venis, 3c, Schule Barlsheide

Wenn ich richtig wütend bin, dann verschwinde ich durch meinen Kleiderschrank.
Da ist ein Fußballland!
Ich bin dann kräftig, stark, schnell und schlau.
Da kann ich so viel Fußball spielen  und habe eine gute Position, ich bin der Stürmer.
Ich spiele so lange, bis ich nicht mehr sauer bin.
Dann gehe ich zurück durch den Kleiderschrank nach Hause.
Fanny, 3c, Max Brauer Schule

Wenn ich richtig wild bin, dann verwandele ich mich in ein Monster und würde am liebsten das Haus umwerfen. Dann springe ich aus dem Fenster und rüttel am Haus, so dass meine Eltern hin und her fliegen. Ich wachse und wachse, so dass ich ins Fenster hinein schauen kann. Dann schrumpf ich wieder und verwandele mich in ein ganz normales Mädchen. Als ich oben bin, sagt meine Mutter: „Hast du das gesehen? Ein Monster hat hier hinein geschaut!“ Und ich lache nur in mich hinein.
Lennon, 3c, Max Brauer Schule

Wenn ich richtig wild werde, dann steht auf einmal eine Rakete in meinem Zimmer. Ich gehe rein und fliege los und fliege ein Jahr. Dann sehe ich einen blauen Planeten und lande. Mich erwarten ganz viele rote Geschöpfe und sie laden mich zum Essen ein und nach dem Essen fliege ich zurück in mein Zimmer.
Jillian Stella, 3c, Schule Barlsheide

Wenn Oma mich ins Bett bringt und ich aber nicht will, dann denk ich: Manometer, schon wieder muss ich ins Bett und denk,  das Monster hat mich schon wieder ins Bett gebracht!  Am liebsten wäre ich die Erwachsene und sage meiner Oma: "Du sollst ins Bett gehen! Ich bin groß, du bist klein!"
Ja, das wäre  schön, aber so ist das nicht!
Eigentlich ist sie morgens die liebste Oma der Welt, aber abends ist sie ein Monster!
Aber nun kann ich noch lange nicht schlafen und gehe unter das Bett und mache eine CD an und gucke ein Buch dazu an. Und Oma sagt: "Jetzt gehst du aber mal ins Bett und Schluss!"