Thalia und Schule


Theaterpädagogik
für Schüler *innen & Lehrer*innen

Theater und Schule – zwei Einrichtungen – zwei Systeme, die in Kontakt kommen und den Austausch
suchen. Wir als Theaterpädagogik suchen die Begegnung. Wir wollen Lehrer*innen und Schüler*innen
aller Schulformen Gelegenheiten bieten und Angebote machen, ihr Interesse weiterzuentwickeln, mehr
im und über das Medium, die Kunstform Theater zu erfahren und zu lernen – ganz praktisch, beim Zuschauen, Darstellen und Gestalten. Wir fahren in die Schulen. Die Schüler*innen kommen ins Theater. In der Spielzeit 2018/19 gibt es Grund zu feiern: das Thalia wird 175! Am 9. November, dem „erinnerungsüberfluteten Hauptjahrestag deutscher Geschichte.“ Für uns kein Grund nur die Vergangenheit zu betrachten, sondern uns unserer Gegenwart und Zukunft noch bewusster zu werden. Und mit den Themen der Gegenwart Zeichen für die Zukunft zu setzen. Die eigene Identität und eine offene Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, davon zeugt unser Spielplan.

Theater wird mit uns zu einem Begegnungsort für Alle. Die Stücke der Reihe Thalia U18 zeigen Lebenswelten junger Menschen und ihre Sichtweise auf die sich verändernde Welt und Gesellschaft. Beim Festival „Um alles in Welt – Hamburger Lessingtage“, das im Januar 2019 unter dem Motto „Changing Perspektives“ stattfindet, werden wir mit Schulen eine Kunstinstallation und ein Audio-Projekt durchführen. Wir entwickeln mit Schülergruppen weitere Projekte, die sich an dem Motto orientieren.

Unser Programm mit seinen vielfältigen Angeboten richtet sich natürlich auch an Lehrer*innen. Die gesamte Spielzeit über können Sie für ihren Unterricht spezielle Workshops zu den Stücken und Themen buchen. Sie können sich bei uns fortbilden, ihre eigene Spiellust wach halten und ihr Methodenrepertoire erweitern. In speziellen Infoveranstaltungen wie bei der Thalia-Lounge geben wir Einblicke in die unterschiedlichen Theaterbereiche, -themen und -abteilungen. Wichtig sind uns auch die Kontakte zu unseren Partnerschulen. Über drei Jahre erhalten bei TUSCH alle Jahrgänge intensive Einblicke in Inszenierungen und Produktionsprozesse, entwickeln in Zusammenarbeit mit Theatermachern aus dem Thalia in den Schulen eigene Szenenfolgen oder Projekte, während wir bei Tandem punktuell Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen anbieten. Dafür heißen wir weitere Schulen herzlich willkommen. Für ihre langfristige Planung veröffentlichen wir zahlreiche Vorstellungtermine ein halbes Jahr im Voraus auf unserer Homepage. So können Sie frühzeitig Karten für Ihre Schulgruppen reservieren. In dieser Spielzeit realisieren wir ein neues Klassenzimmerstück zum Thema „Behinderung und Anderssein“, „Simpel“ nach dem Roman von Marie-Aude Murail, für die Klassen 7/8/9.

Ab November 2018 sind die Kinder, Jugend und Familienstücke für ein junges Publikum auf der großen
Bühne des Thalia Theaters zu sehen: Die erfolgreichen Inszenierungen „Geisterritter“ von Cornelia Funke
und „Die Rote Zora“ von Kurt Held, beide ab 10 Jahren, werden wieder aufgenommen. Bitte beachten Sie auch unsere Reihe Thalia Treffpunkt, die Ihnen wichtige Anregungen und neue Impulse für Ihre Arbeit an Schulen geben kann.



Workshops für Schülergruppen

Gegenwart setzt Zeichen für die Zukunft!

Das Thalia Theater feiert seinen 175sten Geburtstag – am 9. November, dem „erinnerungsüberfluteten Hauptjahrestag deutscher Geschichte“ – weniger, um der Vergangenheit zu gedenken als im Sinne des Zeitgenössischen, unsere Gegenwart und Zukunft zu beleuchten. Wir bieten Ihnen für Ihre Schülergruppen Workshops an, die sich ausgehend von Stücken und Themen unseres Spielplans mit grundsätzlichen Fragestellungen beschäftigen.
Absprachen zu Terminen, Dauer und Kosten T: 040.328 14-139


WS 1 Der 9. November – ein besonderer Tag gestern und morgen
Angenommen, wir könnten in die Zukunft blicken: Welche Ereignisse könnten in den nächsten Jahren auch
am 9. November geschehen? Wie sähe eine wünschenswerte Utopie aus? Ausgehend von Motiven und Texten aus der Inszenierung „Dritte Republik“ von Thomas Köck werden in diesem Workshop spielerisch Utopien
und Dystopien entworfen und Formen ihrer Darstellung erprobt.

WS 2 Patentöchter im Dialog
Wie würdest du reagieren? Zu dem Briefwechsel zwischen Julia Albrecht und Corinna Ponto und der Dokumentartheaterinszenierung von Gernot Grünwald wird in diesem Workshop spielerisch ein Stück Zeitgeschichte lebendig. Aspekte der Themen Schuld und Vergebung sowie Täter und Opferbeziehung werden untersucht.

WS 3 Wenn die Lüge dominiert
Eine Gruppe junger Mädchen verbreitet mit ihren Behauptungen Hysterie und verändert so das Klima in der
Kleinstadt Salem. Ausgehend von dieser Grundsituation aus Arthur Millers „Hexenjagd“ werden spielerisch die Themen Schuld und Lüge erkundet. Was hat das Stück mit Mobbing und Shitstorm zu tun?

WS 4 Der neue Mensch – Vom Hominiden zum Androiden
Der perfekte Mensch muss erschaffen werden! Aussehen, Verhalten, Wissen, Fähigkeiten, Talente, einfach
alles optimal! Aber ist nicht gerade das Nicht-Perfekte das, was unsere Individualität ausmacht? Entworfen
und befragt werden im Spiel der „Homo Idealis“, mit Texten, Motiven und Situationen der Inszenierung „Frankenstein/Homo Deus“.

WS 5 Starke Frauen – Abigail, Medea, Penthesilea, Julia und Corinna
Stücke aus dem Thalia Spielplan zeigen starke Frauen-Figuren der Literatur. In diesem Workshop werden sie mithilfe kurzer Textpassagen in ihrer Unterschiedlichkeit und ihrer jeweiligen „Realität“ vorgestellt. Handlungsmotive werden durchgespielt und hinterfragt.

WS 6 In Zeiten großer Gereiztheit – Rom
Wie sehen die heutigen Angriffe auf unsere Demokratie aus? Welcher Strategien bedienen sich heutige
Despoten? Wer sind Influencer und was machen sie? Figuren aus dem Stück „Rom“ von John von Düffel
nach Shakespeares Stücken „Coriolan“, „Julius Cäsar“ und „Antonius und Cleopatra“ werden in diesem Workshop spielerisch untersucht. Aussagen des Stücks werden auf ihre Aktualität hin befragt.

WS 7 Kapar oder Die Macht der Sätze
Ausgehend von dem Theaterstück „Kaspar“ von Peter Handke wird spielpraktisch die Grundsituation des Theaterstückes nachvollzogen und erforscht, wie mächtig und manipulativ Sprache auf den Einzelnen wirkt.

WS 8 Vor dem Fest
Ausgehend von „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić wird ein Spiel mit unterschiedlichen Erzählformen, Stimmen, Stimmungen und Figuren vorangetrieben. Ein Workshop mit chorischem Sprechen, ersten Annäherungen an die Figuren und Atmosphären des Romans.


Thalia und Schule von A-Z


Aktion 500 – Kostenloser Eintritt für Jugendliche mit Zuwanderungsbiografe bis zum 18. Lebensjahr, ermöglicht durch die Rudolf Augstein Stiftung. Anmeldung für Schulgruppen: thaliaundschule@thaliatheater.de

Beratung Wir erörtern Möglichkeiten der Zusammenarbeit, beraten Sie in Fragen rund um den Theaterbesuch Mo – Fr 10 – 18 Uhr T: 040.328 14-139
Ballsaal

Das Foyer des Thalia in der Gaußstraße nennt sich seit 2012 Ballsaal und ist Veranstaltungsort und geselliger Treffpunkt in Altona. Im November 2015 wurde hier die "Embassy of Hope - Café International" des Thalia Theaters gegründet.
Beratung

Wir erörtern Möglichkeiten der Zusammenarbeit, beraten Sie in Fragen rund um den Theaterbesuch mit Ihren Schülern: Mo–Fr 10–18 Uhr T: 040.328 14-139
DaF-Kurse und Theater

DaF-Kurse und Theater Deutsch-Lernende in „Deutsch-als-Fremdsprache-Kursen“ erhalten einen Einblick in
das Theater als Teil der deutschen Kultur und Gesellschaft. Sie erfahren Sprache in einem ästhetischen,
nichtalltäglichen Bereich und erhalten so einen anderen Zugang zur Sprache. Am Beispiel von Inszenierungen des Thalia Theaters, z.B. „Hänsel und Gretel“ nach den Brüdern Grimm, „Im Herzen der Gewalt“ von Édouard Louis, werden die Themen des Stücks aufgegriffen, ins Spiel und ins Gespräch gebracht. Die Kursteilnehmer*innen besuchen auch eine Vorstellung.
Leitung Christina Fritsch, DaF Lehrerin, Theaterpädagogin, Lea Wendschuh, Theaterpädagogin


Die Rote Zora spielen

für Schüler ab 10 Jahren
Eine Theaterpädagogin kommt in die Klasse und bereitet die Schüler auf die Inszenierung „Die Rote Zora“ von Kurt Held vor. Das Stück handelt von Kindern, die ohne Eltern leben und von Zusammenhalten und Vertrauen unter Freunden und vom Verhältnis zu Erwachsenen. Es wird erprobt, wie durch Körper und Sprache die Figuren des Stücks entstehen. Themen der Inszenierung wie Recht und Unrecht oder Regeln in der Gruppe werden in einfache Spiele und Theaterübungen übersetzt.
Ab Oktober 2018 Termine nach Vereinbarung
Kosten 2 € pro Schüler (plus Fahrtkosten)
Ort: Ihre Schule; Dauer: 60 Minuten
Einführung

Einführung – Szenisch und spielerisch
Die Schüler*innen lernen durch Übungen mit und ohne Text die Figuren und Situationen aus einem Stück kennen. Denn: Eine körperliche, empathische, emotionale Einstimmung fördert waches und interessiertes Zuschauen. Sie erfahren mit den Mitteln des Theaters mehr über die Besonderheiten der Inszenierung. So erfassen sie als Zuschauer*innen das Theaterstück mit geschärftem Blick und erhalten einen nachhaltigen Eindruck.
Ort in der Schule oder im Theater Dauer 90 Min.

Einführung – Dramaturgisch
Wir geben Ihnen und Ihrer Schülergruppe eine dramaturgische Einführung
vor dem Besuch einer Vorstellung mit Informationen zur Stückvorlage und den Schwerpunkten der Inszenierung.
Dauer 30 Min.


Embassy of Hope

Embassy of Hope – Café International im Thalia in der Gaußstraße
Tee und Kaffee für alle, freies WLAN, Computerstationen, Gesprächsrunden zum Deutsch lernen, Rechtsberatung der Refugee Law Clinic, Theater und Musikworkshops, Konzerte, gemeinsames Kochen, Filmvorführungen – Ein Ort der Inklusion
Öffnungszeiten: Do – Sa 15 – 19 Uhr Gaußstraße 190, 22765 Hamburg-Altona


Führung

Führung
In zwei Stunden erkunden Sie mit Ihren Schüler*innen die Arbeit hinter den Kulissen, auf den
Bühnen, den Probebühnen und in den Werkstätten. Führungen sind möglich im Großen Haus des Thalia
Theaters und im Thalia in der Gaußstraße.

Führung Plus
Sie verbringen eine weitere Stunde im Theater und erfahren mehr über die verschiedenen
Theaterberufe oder Sie bleiben insgesamt vier Stunden und erhalten zusätzlich eine szenische Einführung
in ein Stück Ihrer Wahl.

Fortbildungen

Fortbildungen
T
heater-Grundlagen für Lehrer*innen in Modulen als Möglichkeit neue Impulse und Anregungen für den
Theaterunterricht aufzunehmen und selbst ins Spiel zu kommen. Diese Reihe setzt sich aus sechs Modulen
zusammen, die sowohl einzeln, als auch als Gesamtpaket gebucht werden können. Die Teilnehmer*innen
erhalten Literaturhinweise sowie eine Teilnahmebescheinigung.
Kosten pro Modul 60 €; bei Buchung aller sechs Module 310 €
Die Fortbildungen umfassen jeweils sechs (Zeit-)Stunden
Ort Thalia in der Gaußstraße/Modul 6 Thalia Alstertor

Modul 1 Anders anfangen/Übergänge inszenieren
Wie kann die Spielleitung neu und anders mit einem Dramentext und Stücktext die Theaterarbeit beginnen? Denn der Text ist keine Vorschrift, sondern ein Ausgangspunkt für mögliches theatrales Handeln und
szenisches Arbeiten. Es werden anhand von Thalia-Stücktexten Anfänge erprobt, Übergänge inszeniert und besprochen, um gerade auch mit einem großen Ensemble ins Spiel zu kommen und eigenes Spielmaterial zu generieren.
Leitung Alina Gregor, Regisseurin
Sa 22.9.2018, 15.30 – 21.30 Uhr Thalia Gaußstraße


Modul 2 Choreografen zu „Hexenjagd“
Choreografen entwickeln mit unterschiedlichen Bausteinen und Spielmöglichkeiten. Wir entwickeln Körperbilder für große und kleine Ensembles, ausgehend von den Bewegungsabläufen Einzelner. Jede/r bringt sein/ihr Bewegungspotential mit und entdeckt dieses neu. Unterschiedliche Spielsituationen montieren wir zu einer gemeinsamen. Im fortlaufenden Spiel mit einzelnen Bewegungselementen inszenieren wir Brüche in gefundenen Mustern. In diesem Bewegungstraining werden Bühnenpräsenz und Körperwahrnehmung gezielt trainiert.
Leitung Alina Gregor, Regisseurin
So 28.10.2018, 11 – 17 Uhr Thalia Gaußstraße


Modul 3 Stimme und Chor im Aufruhr!
Der Chor, ein Stilmittel, das seit der Antike viele Theatermacher bewegt und inspiriert hat, kann in einem Stück unterschiedliche Funktionen und Wirkungen haben. So ist er auch Bestandteil der Inszenierung von Brechts „Mutter Courage“. Wir wollen in dieser Fortbildung auf unterschiedliche Weise die Stimme „hörbar machen“ und tief in die stimmlichen Gestaltungsmittel von Sprache eintauchen. Stimmtraining, Tipps und Tricks zur chorischen Arbeit mit großen Ensembles sind Bestandteil dieser intensiven Auseinandersetzung.
Leitung Alina Gregor, Regisseurin
So 2.12.2018, 11 – 17 Uhr Thalia Gaußstraße


Modul 4 Fröhliche Dramaturgie
Der Premierentermin steht! Auf dem Tisch liegen Texte. Eine Musikliste ist vorhanden, die Scheinwerfer
positioniert. Alles wird super! Später kommt dann der große Zweifel: Wie passt das alles zusammen? Warum
erzählen wir das überhaupt? Haben die einzelnen Spieler*innen genug Zeit und Raum ihre individuellen Fähigkeiten zu präsentieren? Und vor allem, wie wird aus dem Chaos ein Stück Welt auf einer Bühne? „Don’t cry – work“, heißt es bei Rainald Goetz. Jetzt kommt die Stunde der Dramaturgie! Lustvoll werden einzelne
Szenen, Fragmente und Bausteine verbunden. Es gibt Tricks aus der Werkstatt der „Fröhlichen Dramaturgie“.
Es ist ein freies Spiel mit zufälligem Material: Dramaturg*innenjazz!
Leitung Matthias Günther, Dramaturg
So 10.2.2019, 11 – 17 Uhr Thalia Gaußstraße


Modul 5 Vor dem Fest – Performance oder das Spiel mit der Flüchtigkeit
Die zunehmende Bedeutung des Performativen in Körper und Selbstinszenierungen und die Flüchtigkeit einer „szenischen Aktion“ in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sind Ausgangspunkte für diese Fortbildung.
Textfragmente und Spielanlässe zwischen Fiktion und Realität finden sich in unterschiedlicher situativer Bandbreite in dem Stück „Vor dem Fest“ von Saša Stanišić.
Leitung Alina Gregor, Regisseurin
So 24.3.2019, 11 – 17 Uhr Thalia Gaußstraße


Modul 6 Maskenbild – Kontur oder Verwandlung
Anhand von ausgewählten Produktionen stellen wir das Arbeitsgebiet Maskenbild vor. Die Fortbildung zeigt
ganz praktisch die Grundbegriffe des Schminkens. Wie kann ein Gesicht schmaler oder breiter erscheinen? Wie schminke ich Alter? Wie können Wunden oder Verletzungen ganz einfach gestaltet oder Nasen verlängert werden? Zusätzlich gibt es Informationen, wie Perücken oder Bärte entstehen. Tipps für den Theaterunterricht, zum Basis-Schminkkoffer und den Möglichkeiten, gute Schminke günstig zu kaufen.
Leitung Julia Wilms, Leiterin Abteilung Maske max. 10 Teilnehmer*innen
Ort Abteilung Maske Thalia Theater, Raboisen 67 Termin Ende April/Anfang Mai 2019


Fortbildungen zu den Kinder- und Jugendstücken
Wir geben Anregungen zur Vorbereitung einer Schulklasse auf den Theaterbesuch. Mit Spielen zu Motiven,
Übungen zu den Figuren, Improvisationen und szenischen Umsetzungsideen. Sie erhalten einen Fortbildungsnachweis und eine Materialmappe.
Leitung Anne Katrin Klinge, Theaterpädagogin Kosten jeweils 13 € Ort Thalia Gaußstraße
Die Teilnahme ist nur mit Ticket möglich, das Sie an der Thalia Tageskasse erhalten.

„Die Rote Zora“ Do 1.11.2018, 17 – 19 Uhr
„Geisterritter“ Di 6.11.2018, 17 – 19 Uhr

Früh-Stücke

Eintritt frei: Viermal im Jahr führen Intendant, Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Dramaturg*innen, Bühnenbildner*innen und Musiker*innen in neue Inszenierungen ein und berichten von ihrer Arbeit. An Sonntag-Vormittagen um 11 Uhr im Ballsaal des Thalia Gaußstraße beim Brunch. Es moderiert Intendant Joachim Lux.
Frühverkauf

Ab 1. August und 1. Dezember stehen Termine für einzelne Vorstellungen im nächsten Halbjahr fest und sind im freien Verkauf. So können sie planen und frühzeitig Karten für Ihre Schulgruppe besorgen. Näheres auf unserer Homepage.
Geisterritter spielen

Für Schüler*innen ab 10 Jahren
Schwertkämpfe in Zeitlupe, Kröten sprechen lassen und Szenen aus dem Stück selbst erproben. Eine Theaterpädagogin kommt in die Klasse und bereitet die Schüler*innen auf die Inszenierung „Geisterritter“ von Cornelia Funke (WA 23.11.2018) vor.
Ab November 2018 Termine nach Vereinbarung Kosten 2 € pro Schüler*in (plus Fahrtkosten)
Ort Ihre Schule Dauer 60 Min.


Grenzgänger-Festival 2019

Grenzen überschreiten, sich Freiräume eröffnen, selbst bestimmtes Leben jenseits von Zwängen erobern, zum Grenzgänger werden in persönlicher, gesellschaftlich kultureller wie auch politischer Hinsicht. Dieses Festival im Sommer 2019 zeigt Musik, Tanz und Choreographien, Theater und Performance von jungen Leuten.
Hamburger Schultheaterfestival "theater macht schule 0-6"

 für Grundschulen und Jahrgänge 5 – 6
Das Schultheaterfestival wird im späten Frühjahr 2019 im Thalia Gaußstraße stattfinden. Theaterbegeisterte Kindergruppen aus ganz Hamburg präsentieren an drei Tagen fantasievolle Eigenproduktionen, gespielte Bilderbücher, Märchen-Adaptionen, Tanz, Bewegungs- und Musiktheater.
Kooperation der Behörde für Schule und Berufsbildung, des Fachverbands Theater in der Schule, des Landesinstituts für Lehrerbildung und des Thalia Theater.

Homepage

Hier finden Sie unsere Premieren, das Repertoire mit Fotos, Videotrailern und ergänzenden Beiträgen, ein Archiv aller Stücke sowie aktuelle Neuigkeiten und Besonderheiten rund um das Theater. Sie können thaliatheater.de auch auf Englisch lesen.
jung&mehr

Jung&mehr bietet mit der Reihe Thalia Treffpunkt Kurse, Gruppen und Workshops für Jugendliche und andere Interessierte, die selbst Theater spielen oder mehr über die Arbeit am Theater erfahren möchten. Thalia und Schule öffnet Schülergruppen und Lehrer*innen mit zahlreichen Angeboten die Türen ins Thalia. Mit Thalia mobil kommen wir an die Schule und spielen bei Ihnen unsere Klassenzimmerstücke.

Kasse

Mo – Sa 10 – 19 Uhr, Sonn- und Feiertage 16 – 18 Uhr. Gruppenbestellungen unter T: 040.328 14-422 oder im Internet unter thaliatheater.de

Kinder - und Familienstücke

Ab November spielen wir zwei Kinder und Jugendstücke im Thalia Theater.
Kartenreservierung unter T: 040.328 14-422 oder im Internet

Wiederaufnahme Die Rote Zora Ab 10 Jahren
von Kurt Held in der Bearbeitung von Thomas Birkmeir Regie Thomas Birkmeir
Zora ist aus ihrem Heimatland übers Meer geflohen. Nun haust das tapferwütende Mädchen mit den feuerroten Haaren gemeinsam mit ihrer Bande in der Burgruine über der Stadt. Die heimatlosen Kinder, verlassen und enttäuscht von der Welt der Erwachsenen, bilden eine enge Gemeinschaft, die durch eigene Regeln und Rituale bestimmt wird. Sie nennen sich die Uskoken, nach dem Vorbild jener Freiheitskämpfer, die einst „ihre“ Burg bewohnten. Gemeinsam kämpfen sie gegen die arroganten Gymnasiasten, ums eigene Überleben und für die Gerechtigkeit. Als es gilt, dem Fischer Gorian bei seinem großen Thunfischfang zu helfen, beweisen sie erneut ihren Mut.
WA Im November 2018 im Thalia Theater

Wiederaufnahme Geisterritter Ab 10 Jahren

von Cornelia Funke Regie Christina Rast
„Mit elf gibt es nichts Schlimmeres als Freunde, die dieselben Süßigkeiten mögen“, findet Jon Whitcroft, der
gerade von seiner Mutter auf ein Internat in Salisbury geschickt wurde. Obwohl, von seiner Mutter auf ein Internat geschickt zu werden, weil man ihren neuen Vollbart-Freund nicht mag, das ist vielleicht doch schlimmer. Oder in den nächtlichen Schatten der Kathedrale plötzlich von Geistern verfolgt zu werden, die einem nach dem Leben trachten. Und die einzigen, die einem vor dieser blutrünstigen Geisterschar und einem von Liebeskummer geplagten Ritter helfen können, sind ausgerechnet ein Mädchen und ihre verrückte Großmutter. – Von Ängsten und deren Überwindung, von Freundschaft und Zusammenhalt, von gruseligen Geistern, netteren Geistern und jahrhundertealten Rittern erzählt der Roman von Cornelia Funke.
WA Fr 23. November 2018 um 11 Uhr im Thalia Theater


Klassenzimmerstücke

Thalia mobil
Die Inszenierungen der Klassenzimmerstücke kommen direkt im Klassenraum der zuschauenden Schüler*innen zur Aufführung. Dabei werden die Gegenstände des Klassenraumes (Schultische, Tafel, Stühle etc.) genutzt. Die Kommunikation der Schauspielerin/des Schauspielers mit dem Publikum ist direkt und unmittelbar. An jede Vorstellung schließt sich ein Nachgespräch mit einer Theaterpädagogin an. Wir kommen für zwei Vorstellungen in die Schule. Zwei Klassenzimmerstücke sind im Repertoire:

Das ist Esther
von Christiane Richers Regie Katja Langenbach Ab Klasse 8/9
Neu eingerichtet von Herbert Enge und Christina Fritsch

Mary Ann ist mit ihrer Großmutter Esther Bauer von New York nach Hamburg gekommen und begleitet sie auf einer Vortragsreihe durch Hamburger Schulen. Als die Großmutter einen Schwächeanfall erleidet, springt Mary Ann für sie ein. Sie erzählt von Esther und von sich und blättert vor den Schüler*innen Bruchstücke der Erinnerung auf. In ihrem Gepäck: Fotos und O-Töne – Von der behüteten Kindheit in Eppendorf, dem Beginn der Nazi-Herrschaft, über die Deportation in die Konzentrationslager bis zum Aufbau einer neuen Existenz. Das Stück erzählt vom Glück des Überlebens.
Dauer Eine Doppelstunde Kosten 7,50 € pro Schüler*in
„Das ist Esther“ wird auch im Dr. Alberto-Jonas-Haus in der Karolinenstraße 35, der ehemaligen jüdischen Mädchenschule, gespielt
.

NEU Simpel
nach dem Roman von Marie-Aude Murail
Regie Helge Schmidt Ab Klasse 7/8
Barnabé Maluri, „Simpel“ genannt, ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Dreijährigen. Seine Mutter ist gestorben; sein jüngerer Bruder Colbert hat ihr vor ihrem Tod versprochen, sich um Simpel zu kümmern, und nimmt ihn zu sich, nachdem der Vater eine neue Partnerin gefunden und Simpel in einem Heim untergebracht hat. Als der 17jährige Colbert in die Großstadt geht, um dort die Schule zu beenden, ziehen beide Brüder in eine WG, in der es mehr als turbulent zugeht. In der Thalia-Fassung wird die Geschichte über Anderssein und Behinderung aus der Perspektive Colberts erzählt, der neu in eine Klasse kommt.
Ab November 2018 Dauer Eine Doppelstunde Kosten 7,50 € pro Schüler*in
Weitere Informationen zu beiden Stücken finden Sie auf der Homepage des Thalia Theaters unter www.thaliatheater.de. Buchung unter thaliaundschule@thaliatheater.de oder T: 040.328 14-139



Kollegiums-Ausflug ins Theater

Vor dem Theaterbesuch erhalten Sie eine Führung hinter die Kulissen oder eine Einführung in die Inszenierung, sehen sich dann ein Stück Ihrer Wahl an und lassen den Abend bei einem Glas Wein oder Selters im Nachtasyl, der Theaterbar unterm Dach, ausklingen. Wir helfen Ihnen bei der Stückauswahl und Organisation. Dieses Angebot gilt auch für das Thalia in der Gaußstraße. Termine nach Vereinbarung

Kooperationen

Unsere Kooperation mit dem Kulturforum21 der katholischen Schulen in Hamburg geht in die 5. Spielzeit. Ein Schwerpunkt wird die Auseinandersetzung mit „Frankenstein“ darstellen, u.a. durch die Fortsetzung der schulübergreifenden Performance-Gruppe, unter der Leitung der Regisseurin Kerstin Steeb. Weiterhin wird das Literaturvermittlungsprogramm „Leinen los!“ des Kulturforum21 an das Programm des Thalia Theaters angedockt. Lesungen und Fragen der Adaption literarischer Prosatexte für die Bühne stehen dabei im Vordergrund.

Wir kooperieren neu mit JOBLINGE Kompass, einer sozialen Initiative, die junge Geflüchtete zwischen 18 und 25 Jahren auf dem Weg in die Ausbildung unterstützt. Bestandteil des JOBLINGE-Konzepts ist das Kulturprogramm, das mit Theatermachern vom Thalia zu Themen und Stoffen des Theaters durchgeführt wird. In 2018/2019 werden wieder Schulen unterschiedlicher Schulformen Tandem-Partnerschaften mit dem Thalia eingehen.

Wir führen die TUSCH-Partnerschaft mit der Lessing-Stadtteilschule in Harburg im dritten Jahr fort. Außerdem arbeiten wir mit der Behörde für Schule und Berufsbildung und dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung bei verschiedenen Aktionen zusammen.

Kunstaktionen für Schülergruppen

„Nehaj – die Burg der Uskoken“
Idee Annette Kurz, Ausstattungsleiterin
In Senj, der ältesten Stadt an Kroatiens Küste leben die elternlosen Kinder Nicola, Pavel, Duro, Branko und ihre Anführerin die Rote Zora als Bande zusammen. Immer verfolgt und bedroht von der Polizei, haben sie sich auf die alte, halb verfallene Burgruine „Nehaj“, die auf einem Berg liegt, zurückgezogen und hier ein neues Zuhause gefunden. Im 16. Jahrhundert lebten hier die tapferen Uskoken. Sie sind die großen Vorbilder der Bande für Mut, Freiheitswille und Zusammenhalt.
Zeichne deine Burg „Nehaj“, wie du sie dir vorstellst, auf schwarzes Bastelpapier (Tonpapier, dünnen Fotokarton), schneide die Konturen, innen und außen mit einer Schere aus (Scherenschnitt) und klebe sie im Hochformat auf sehr stabilen, weißen Fotokarton in DINA3 (ca. 200g/m2). Achtung! Es können nur die Bilder ausgestellt werden, die die Vorgabe erfüllen. Bitte die Blätter nicht knicken und Name, Alter, Klasse und Schule auf die Rückseite schreiben. Die Bilder werden ab November 2018 im Mittelrang des Thalia Theaters ausgestellt.
Die Bilder in einer Mappe bitte bis Fr 26.10.2018 beim Pförtner des Thalia Theaters (Bühneneingang), Raboisen 67, abgeben. Stichwort: „Nehaj – die Burg der Uskoken“


Kunstaktion mit Schulen zu „Lessingtage – Um alles in der Welt“ im Januar 2019
Wir informieren Sie ab Oktober 2018 über unsere konkreten Planungen.

Lehrerkarten

Mit Lehrerkarten können Sie alle Inszenierungen (außer Premieren und Gastspiele) vorher preisgünstig anschauen und so besser entscheiden, welches Stück sich für Ihre Schülergruppe eignet. Reservierungen unter T: 040.328 14-139
Lessingtage 2019
Lessingtage – Um alles in der Welt vom 18.1. – 3.2.2019
Das Internationale Festival findet seit 2010 statt. Der Aufklärer Lessing prägte bereits im 18. Jahrhundert die Hamburger Literatur und Theaterszene – als weltoffener, radikaler Denker und Avantgardist. Er setzte die Freiheit des Denkens an die Stelle der Angst und plädierte für Menschlichkeit, Toleranz und vor allem für das tiefere Verständnis füreinander. Genau dieses Verständnis und die Neugier auf das Andere steht im Zentrum der Lessingtage 2019: „Changing Perspectives“ – in Zeiten, in denen die öffentliche Debatte immer mehr von einseitigen und sich verhärtenden Standpunkten bestimmt wird, ist Theater eine Einladung zum Perspektivwechsel. Ein Plädoyer für die offene Gesellschaft. Auch zu den Lessingtagen 2019 wird es wieder eine große Kunstaktion und die Schülerprojekte der Weltreligionen geben. Wir informieren Sie über die Idee und Gestaltung der Kunstaktion ab Oktober 2018.
Materialmappen

Hier finden Sie die Materialmappe zu der Produktion 

Mutter Courage und ihre Kinder Rote ZoraMaterialmappen zu weiteren ausgewählten Produktionen mit Informationen rund um die Stücke und Spielideen zur eigenen Vor- oder Nachbereitung werden folgen.
Nachtasyl

Nachtasyl Die Theaterbar unter dem Dach gehört allen: dem Publikum sowie den Schauspieler*innen und den Mitarbeitenden des Thalia Theaters, die hier zu Partys, Clubs, Konzerten und Lesungen, zu Inszeniertem und Improvisiertem einladen. Täglich ab 19 Uhr.
Newsletter

Sie können den Thalia und Schule-Newsletter jederzeit auf der Thalia-Homepage unter Jung&mehr einsehen oder bekommen ihn per Post. Wir senden gerne regelmäßig den Newsletter des Thalia Theaters und/oder den Newsletter des Thalia Treffpunkt zu.
Anmeldung unter thaliatreffpunkt@thaliatheater.de

Pressespiegel und Programmhefte

zu Thalia-Inszenierungen senden wir Ihnen gerne zu! Rufen Sie uns an, schicken Sie eine E-Mail unter thaliaundschule@thalia-theater.de
Probenbesuche

Wir öffnen einzelne Proben und laden zu ersten Eindrücken der neuen Inszenierungen ein. Infos im monatlichen Newsletter
Projekttag im Thalia Theater / in der Schule

Verbringen Sie einen Projekttag mit Ihren Schülern im Thalia Theater. Wir bieten Ihnen eine Führung hinter die Kulissen mit Informationen zu Berufen am Theater oder eine szenische Einführung zu einer aktuellen Inszenierung oder einen Kostüm- oder Bühnenbild-Workshop an. Oder ein Künstler oder Mitarbeiter des Thalia kommt in die Schule und führt mit den Schülern einen Projekttag zu einem Theater-Thema durch.
Schülerbotschafter

werden und regelmäßig an der Schule über die Thalia-Stücke informieren! Du bekommst Material zur Gestaltung einer Schul-Pinnwand und erhältst regelmäßig Karten für Inszenierungen deiner Wahl sowie Einladungen zu Proben oder anderen Veranstaltungen.
Bewerbung mit Angaben zu Alter, Jahrgang, Schule und E-Mail-Adresse unter thaliaundschule@thaliatheater.de
Erstes Treffen Di 25.9.2018, 17 Uhr Thalia Theater, Bühneneingang, Raboisen 67


Hier die Rezensionen!

Schülerkarten

Schülerkarten zu 7,50 € ab 10 Personen. Lehrer*innen erhalten als Begleitperson eine Freikarte. Gruppenkartenreservierungen unter T: 040.328 14422
Schülerprojekte der Weltreligionen

Schülerprojekte der Weltreligionen In Zusammenarbeit mit der Akademie der Weltreligionen führt das Thalia Theater zu den Lessingtagen 2019 wieder Projekttage in Hamburger Schulen unter der Leitung der Theaterpädagogin Mia Panther durch. Dabei haben die Schulgruppen die Möglichkeit, ausgehend von ihren religiösen und ethnischen Hintergründen szenisch, literarisch und künstlerisch forschend Aspekte festgelegter Themen zu erkunden.
Schülergruppen ab Jg. 5/6, die Interesse an der Durchführung von Projekten an Ihrer Schule ab 15.10.2018 bis Ende Januar 2019 haben, melden sich bitte. Eine Video-Präsentation der beteiligten Gruppen findet direkt vor die „Lange Nacht der Weltreligionen“ im Februar 2019 im Thalia Theater statt.

Tandem

heißt, in den Austausch zu kommen. Zwischen Ihrer Schule und uns. Zwischen Theatermacher*innen
auf und hinter der Bühne und Ihren Schüler*innen. Sie lernen von uns und wir von Ihnen! Sie wollen ein Projekt zu Themen und Texten unserer Inszenierungen anbieten, Sie benötigen Hilfestellungen in Kostüm- oder Bühnenbildfragen: Dann bewerben Sie sich mit konkreten Ideen und Anliegen für eine Projektreihe oder Unterrichtseinheit. Schulen aus Hamburg und dem Umland haben die Möglichkeit, im Tandem mit dem Thalia Theater ins Spiel zu kommen. Lehrer*innen erhalten bei der Realisierung des Projektes Unterstützung von Theaterprofs aus dem Thalia. Tandempartnerschaften entstehen im Laufe des Schuljahres.


Thalia-Lounge

An jedem dritten Montag im Monat veranstalten wir ein Treffen im Nachtasyl, der Theaterbar unterm Dach des Thalia oder im Ballsaal im Thalia Gaußstraße, um Ihnen Backstage-Einblicke zu eröffnen, Sie in Kontakt mit Dramaturg*innen, Bühnenbildner*innen und Schauspieler*innen zu bringen, oder Ihnen unsere spielpraktischen Herangehensweisen vorzustellen.

1. Thalia-Lounge: Der Spielplan 2018/19 – Aus erster Hand erfahren, was kommt.

Chefdramaturgin Julia Lochte stellt Stücke und Pläne des Theaters, Regisseur*innen und neue Schauspieler*innen für 2018 und 2019 vor. Sie beantwortet Fragen zur Gestaltung des Spielplans und zur Auswahl der Stücke. Theaterpädagog*innen geben einen Überblick über besondere Veranstaltungen, Aktionen und Mitmach-Möglichkeiten in der kommenden Spielzeit.
Bitte anmelden.
Mo 17.9.2018, 17.30 Uhr Thalia Nachtasyl Eintritt frei

Thalia mobil

Wir kommen an die Schule und spielen bei Ihnen unsere Klassenzimmerstücke. Die Inszenierungen der Klassenzimmerstücke kommen direkt im Klassenraum der zuschauenden Schüler*innen zur Aufführung. Dabei werden die Gegenstände des Klassenraumes (Schultische, Tafel, Stühle etc.) genutzt. Die Kommunikation der Schauspielerin/des Schauspielers mit dem Publikum ist direkt und unmittelbar. An jede Vorstellung schließt sich ein Nachgespräch mit einer Theaterpädagogin an. Wir kommen für zwei Vorstellungen in die Schule. Zwei Klassenzimmerstücke sind im Repertoire:

Das ist Esther
von Christiane Richers
Regie Katja Langenbach Ab Klasse 8/9 Neu eingerichtet von Herbert Enge und Christina Fritsch
Mary Ann ist mit ihrer Großmutter Esther Bauer von New York nach Hamburg gekommen und begleitet sie auf einer Vortragsreihe durch Hamburger Schulen. Als die Großmutter einen Schwächeanfall erleidet, springt Mary Ann für sie ein. Sie erzählt von Esther und von sich und blättert vor den Schüler*innen Bruchstücke der Erinnerung auf. In ihrem Gepäck: Fotos und O-Töne – Von der behüteten Kindheit in Eppendorf, dem Beginn der Nazi-Herrschaft, über die Deportation in die Konzentrationslager bis zum Aufbau einer neuen Existenz. Das Stück erzählt vom Glück des Überlebens.
Dauer Eine Doppelstunde Kosten 7,50 € pro Schüler*in
„Das ist Esther“ wird auch im Dr. Alberto-Jonas-Haus in der Karolinenstraße 35, der ehemaligen jüdischen Mädchenschule, gespielt.


NEU Simpel
nach dem Roman von Marie-Aude Murail
Regie Helge Schmidt Ab Klasse 7/8
Barnabé Maluri, „Simpel“ genannt, ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Dreijährigen. Seine Mutter ist gestorben; sein jüngerer Bruder Colbert hat ihr vor ihrem Tod versprochen, sich um Simpel zu kümmern, und nimmt ihn zu sich, nachdem der Vater eine neue Partnerin gefunden und Simpel in einem Heim untergebracht hat. Als der 17jährige Colbert in die Großstadt geht, um dort die Schule zu beenden, ziehen beide Brüder in eine WG, in der es mehr als turbulent zugeht. In der Thalia-Fassung wird die Geschichte über Anderssein und Behinderung aus der Perspektive Colberts erzählt, der neu in eine Klasse kommt.
Ab November 2018 Dauer Eine Doppelstunde Kosten 7,50 € pro Schüler*in
Buchung unter thaliaundschule@thaliatheater.de oder T: 040.328 14-139



Thalia Treffpunkt

Thalia Treffpunkt Kurse, Gruppen und Workshops für Jugendliche und andere Interessierte, die selbst Theater spielen oder mehr über die Arbeit am Theater erfahren möchten.

TUSCH (Theater und Schule)

ist eine gemeinsame Initiative der Behörde für Schule und Berufsbildung, der Kulturbehörde, der Bürgerstiftung Hamburg und der Hamburger Theater. Im Rahmen dieses Projektes gehen Hamburger Theater dreijährige Partnerschaften mit Hamburger Schulen ein. In dieser Spielzeit führt das Thalia Theater seine TUSCH-Partnerschaft mit der Lessing-Stadtteilschule in Harburg im letzten Jahr fort. Infos zur Bewerbung für die nächste TUSCH-Runde unter tuschhamburg.de
TUSCH und Tandem-Tag

Einblicke in künstlerische Prozesse und Arbeitsweisen. April/Mai 2019
U-18 Stücke

Unsere Stücke für ein junges Publikum.

Premieren

Uraufführung
Orpheus
Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Premiere Thalia am 7. September 2018
Der größte Sänger aller Zeiten Orpheus betörte mit der Schönheit seines Gesanges Götter, Menschen, Tiere und Pflanzen und brachte selbst Steine zum Weinen! Verheiratet ist er mit der Nymphe Eurydike. Als sie an einem Schlangenbiss stirbt, steigt er in die Unterwelt. Orpheus rührt Hades und dessen Frau Persephone mit seinem Gesang so sehr, dass sie in Eurydikes Rückkehr in die Welt der Lebenden einwilligen. Unter einer Bedingung: Erst nach Erreichen des Tageslichts darf Orpheus sich nach Eurydike umdrehen. Als er ihre leisen Schritte nicht hinter sich hört, siegt sein Mangel an Vertrauen – und er verliert sie für immer. Regisseur Nunes bezieht sich neben den Quellen, Ovids „Metamorphosen“ und Vergils „Georgica“ zusätzlich auf filmische und musikalische Bearbeitungen.

Im Herzen der Gewalt
von Édouard Louis
Regie Franziska Autzen
Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße (Garage) am 9. September 2018

Auf der Straße begegnet Édouard dem jungen Reda. Ein Flirt beginnt. Er nimmt ihn mit nach Hause. Eine schöne Nacht, doch sie wird Édouards Leben nachhaltig verändern, als Reda ihn mit einer Pistole bedroht, fesselt und vergewaltigt. Édouard flieht aus Paris zu seiner Schwester Clara in die Provinz, aus der er einst verschwand. Édouard erlebt im schonungslosen Zusammenspiel mit seiner Schwester diese Nacht noch einmal. Ist das noch seine eigene Geschichte? Alles in Édouards Kopf dreht sich um diese Erfahrung, um seine Scham, um die Befragungen durch Juristen, Ärzte und rassistische Polizisten. „Die einzige Möglichkeit, die Gewalt zu bekämpfen, ist, darüber zu sprechen“, sagt Édouard Louis.

Patentöchter
Im Schatten der RAF – ein Dialog von Julia Albrecht

und Corinna Ponto
Regie Gernot Grünewald
Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße am 15. September 2018

Am 30. Juli 1977 bekommt Jürgen Ponto Besuch von Susanne Albrecht, der Tochter seines Jugendfreundes. Völlig überraschend erschießen ihre Begleiter Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar, Mitglieder der Rote Armee Fraktion, den Vorstandssprecher der Dresdner Bank in seinem eigenen Haus. Corinna Ponto ist 20 Jahre alt, als ihr Vater ermordet wird, Julia Albrecht erst dreizehn, als ihre Schwester Susanne den Mördern ihres Patenonkels Zugang zu seinem Haus verschafft. Das Band zwischen den befreundeten Familien ist zerstört. 30 Jahre nach der Tat, die beider Leben geprägt hat, nimmt Julia Albrecht Kontakt zu Corinna Ponto auf. Gemeinsam beginnen die beiden Frauen einen Dialog über Schuld und Vergebung.

Hexenjagd
von Arthur Miller

Regie Stefan Pucher
Ab Klasse 11
Premiere Thalia am 29. September 2018

In Salem verstehen die Leute keinen Spaß. Als Pastor Parris heimlich junge Mädchen beim kultischen Tanzen im Wald beobachtet und einige von ihnen tags darauf in eine merkwürdige Trance verfallen, ist die Sache klar: Hier geht es mit dem Teufel zu. Die Gruppe junger Mädchen, angeführt von Abigail Williams, ist scheinbar im Verbund mit einer höheren Macht. Sie verbreiten Hysterie mit ihrer Behauptung, Hexen erkennen zu können. Das Klima in Salem verändert sich, es kommt zu Verfolgungen, zur Hexenjagd. Sind die Salemer noch bei Verstand?

Uraufführung
Dritte Republik
von Thomas Köck

Regie Elsa-Sophie Jach und Thomas Köck
Ab Klasse 10
Premiere Gaußstraße am 2. November 2018
Eine Landvermesserin und ihr Kutscher irren durch einen Schneesturm. Es ist das Jahr 1918 – ihr Auftrag ist die Neuvermessung der Landesgrenzen. Im Sturm treffen die beiden auf unterschiedliche Figuren der Geschichte und damit auf unterschiedliche Versionen einer europäischen Idee. Eine dieser Figuren ist der Hamburger Reedereidirektor Albert Ballin, Besitzer der Auswandererhallen auf der Veddel. Ballin, glühender Anhänger der Monarchie, nahm sich am 9. November das Leben – dem Tag der Ausrufung der ersten demokratischen Republik in Deutschland. Wie vor 100 Jahren sind unsere Zeit und die Menschen von Haltlosigkeit und Krise geprägt. Autor Thomas Köck wurde anlässlich des hundertsten Jahrestags des 9. November 1918 vom Thalia Theater gebeten, über den Wandel, aber vor allem die Zukunft Europas nachzudenken.

Uraufführung
Frankenstein/Homo Deus
inspiriert von Mary Shelley und Yuval Noah Harari
Regie Jan Bosse
Ab Klasse 10
Premiere Thalia am 18. November 2018
Die Faszination des Frankenstein-Mythos ist ungebrochen. Mary Shelley erzählt von Traum und Alptraum der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens, das sich bitter an seinem Schöpfer rächt. Und heute? Die Optimierung des Menschen schreitet voran. Nie waren wir so nah an der Verwirklichung der Visionen jenes ehrgeizigen Forschers Viktor Frankenstein.
Yuval Noah Harari, Autor des Weltbestsellers „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ fragt in seinem neuen Buch, wie es dem Homo Sapiens ergehen wird, wenn er den technikverstärkten „Homo Deus“ erschaffen hat. Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die bald alles besser können als wir? Werden wir am Ende gar keine Menschen mehr sein?

Uraufführung
Simpel
nach dem Roman von Marie-Aude Murail
Regie Helge Schmidt
Ab Klasse 7/8

Premiere Gaußstraße (Garage) und
in der Lessing Stadtteilschule im November 2018
Barnabé Maluri, „Simpel“ genannt, ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Dreijährigen. Seine Mutter ist gestorben; sein jüngerer Bruder Colbert hat ihr vor ihrem Tod versprochen, sich um Simpel zu kümmern, und nimmt ihn zu sich, nachdem der Vater eine neue Partnerin gefunden und Simpel in einem Heim untergebracht hat. Als Colbert in die Großstadt geht, um dort die Schule zu beenden, ziehen beide Brüder in eine WG, in der es mehr als turbulent zugeht. Erzählt wird die Geschichte über Anderssein und Behinderung aus der Perspektive Colberts, der neu in eine Klasse kommt.

Kaspar
von Peter Handke

Regie Leonie Böhm
Ab Klasse 10

Premiere Gaußstraße (Garage) am 25. November 2018
Die Bühne betritt Kaspar. Auf ungeübten Beinen, ein Wesen, halb Clown, halb Kind, versucht dieser Nachfahre des Kaspar Hauser seine ersten Schritte in eine Gesellschaft. Noch kennt er keine Sprache, keine Tradition, keine Zivilisation. Sein Sprachschatz umfasst nur einen einzigen rätselhaften Satz: „Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein anderer gewesen ist“. Kaspar ist das asoziale Wesen mitten in unserer Gesellschaft. Ein Mensch ohne Mitmenschen. Ungebändigt, regellos und manipulierbar.

Vor dem Fest
von
Saša Stanišić
Regie Charlotte Sprenger
Ab Klasse 11
Premiere Gaußstraße am 18. Januar 2019

Saša Stanišić lässt sein Dorf als vielstimmigen Chor sprechen: „Was War, Was Ist, Was Wird Geschehen“. Das Annenfest ist der Höhepunkt des Jahres. Es wird eine dramatische Nacht. Im Dorfarchiv wird eingebrochen, die alten Sagen und Geschichten fliehen durch das offene Fenster in die Nacht. Die Archivarin Frau Schwermuth dreht durch. Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, sucht einen funktionierenden Zigarettenautomaten und findet Gründe gegen das Leben. Da ist die alte Malerin Frau Kranz, deren Gemälde seit Jahrzehnten nur ein Motiv kennen – Fürstenfelde und seine Bewohner, und die taumeln durch die Nacht.

I am Europe
von Falk Richter

Regie Falk Richter
Choreografie Nir de Volff
Ab Klasse 11
DeutschlandPremiere Gaußstraße im Januar 2019

Europa am Scheideweg, überall erstarkt die Angst: reaktionäre Parteien und religiöser Fanatismus kehren zurück. Demokratische Institutionen verlieren an Glaubwürdigkeit, die kulturelle, ethnische, religiöse oder sexuelle Vielfalt wird angegriffen. Zur gleichen Zeit aber haben leisere, nicht weniger starke Veränderungen stattgefunden. Immer mehr Menschen haben die normativen Modelle von Zugehörigkeit, Familie, Religion, Sprache, Kultur oder sexueller Identität aufgegeben und sie mit neuem Sinn gefüllt. Falk Richter arbeitet mit jungen Europäer*innen, die mehr als acht unterschiedliche Sprachen sprechen, verschiedene Religionen und sexuelle Identitäten haben.

Eine Familie
von Tracy Letts

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Premiere Thalia Theater im Februar 2019

Der gescheiterte Dichter und Trinker Beverly verschwindet. Aus Sorge um ihren Mann schart Violet ihre Schwester, ihre drei Töchter und deren Familien um sich. Als die Nachricht vom ertrunkenen Vater eintrifft, entfacht sich ein Lauffeuer psychischer Extremzustände. Vollgedröhnt mit mother’s little helpers, rechnet Violet mit ihren Töchtern und deren Lebensumständen ab. „Eine Familie“ zeigt ein modernes westliches Mittelschichts-Panorama in höchster Konzentration.

Rom
nach William Shakespeares

„Coriolan“, „Julius Cäsar“ & „Antonius und Cleopatra
Bearbeitung John von Düffel
Regie Stefan Bachmann
Ab Klasse 11
Premiere Thalia im März 2019

Die Republik ist in einer schweren Krise: Machtverhältnisse sind instabil, die Schere zwischen Arm und Reich
klafft immer weiter auseinander, Rebellen drohen mit Terror-Anschlägen. Rufe nach einem neuen starken
Mann werden laut, der am besten gleich den Ausnahmezustand verhängen soll, um autokratisch durchzugreifen. Im Gegenzug rufen Populisten das Volk zum Protest gegen „die da oben“ auf. Was nach sehr heutigen Angriffen auf unsere Freiheit klingt, spielt in Wahrheit im antiken Rom. Der Autor John von Düffel bündelt die Shakespeare-Stücke „Coriolan“, „Julius Cäsar“ und „Antonius und Cleopatra“ zu einem großen Panorama. Ein römischer Politthriller in Zeiten großer Gereiztheit.

Wiederaufnahmen Thalia Theater

Tartuffe
von Molière

Regie Stefan Pucher
Ab Klasse 10
Tartuffe, der sich eingenistet hat im Hause der Familie Orgon, ist ein Betrüger. Er inszeniert sich zum Schein als Heiliger und bringt die Scheinheiligkeit seiner Umgebung zum Vorschein. Er ist ein Lügner, der seine Verführungskraft aus der Offensichtlichkeit seiner bösen Absichten bezieht. Was macht die einen für diese Art Autorität so empfänglich und die anderen, die das Spiel zu durchschauen meinen, so fassungslos hilflos? Eine teuflische Komödie über Wahrheit und Lüge.

Michael Kohlhaas
nach Heinrich von Kleist

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Der Rosshändler Michael Kohlhaas befindet sich mit seinen Pferden auf der Durchreise, kommt an eine Grenze und soll – was bislang nie der Fall war – einen Passierschein lösen. Man einigt sich darauf, dass er zwei Pferde als Pfand zurücklässt und den Passierschein in der Stadt nachlöst. Als er auf der Rückreise die Pferde abholen will, findet er sie halb verhungert. Kohlhaas beginnt seinen Rachefeldzug. Regisseur Antú Romero Nunes erzählt seine ganz eigene Version von einem, der auszog, um durch Unrecht Recht zu bekommen und damit die Ordnung ins Wanken bringt.

Uraufführung
Hänsel & Gretel – Hungry Hardcore
von Ene-Liis Semper, Tiit Ojasoo, Peter Tägtgren und Till Lindemann

Ab Klasse 9/10
„Hänsel und Gretel“ gehört zu den intelligentesten Märchen des deutschsprachigen Raumes, da es universelle Themen aufgreift und den Entwicklungsweg der menschlichen Seele aufzeigt. In einer verstörenden Welt der starken Kontraste und (alp)traumähnlichen Atmosphären erzählen die estnischen Regisseure gemeinsam mit dem deutschen Sänger Till Lindemann ein groteskes Märchen für Erwachsene als außergewöhnliche Live-Video-Musik-Performance.

Panikherz
von Benjamin von Stuckrad-Barre

Regie Christopher Rüping
Ab Klasse 10
Das Buch ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur. Der Ich-Erzähler beleuchtet seine großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Begleitet vom Soundtrack der 90er und vor allem von Udo Lindenberg – einfach, weil Udo schon immer da war.

Der Sturm – A Lullaby for Suffering
nach William Shakespeare

Regie Jette Steckel
Ab Klasse 10
„Der Sturm“ ist Shakespeares letztes Stück. Erzählt wird die Geschichte von Prospero, der einst Herzog
von Mailand war und nun entthront seit zwölf Jahren mit seiner Tochter Miranda auf einer Insel lebt. Dort
hält er sich den Eingeborenen Caliban und den Luftgeist Ariel. Mit Ariels Hilfe entfacht er einen Sturm, bei dem der König von Neapel und der Herzog von Mailand, die einst Prospero aus Italien vertrieben, mit ihrem Gefolge auf der Insel stranden. In der Folge führt Prospero seiner Tochter Miranda die bewohnte Welt vor, wie sie ist: Ein kompliziertes Spiel von Macht und Ohnmacht.

Mutter Courage und ihre Kinder
von Bertolt Brecht Musik Paul Dessau

Regie Phillip Becker
Ab Klasse 10

Kreuz und quer durch Europa zieht Mutter Courage mit ihren Kindern den Truppen des Dreißigjährigen Krieges hinterher: Um ihn zu überleben, an ihm zu gewinnen und doch am Ende fast alles zu verlieren. Auch ihre Kinder. Brecht zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln und zeigt zugleich, dass die Rechnung für niemanden aufgeht.

Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht Musik von Kurt Weill

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
London, Soho 1928. Jonathan Peachum, Boss einer Bettlermafia, treibt seinen erfolgreichen Handel mit der Ausstattung der Ärmsten. Gangsterboss Mackie Messer hat sich dem dunklen Crime-Business von Raub und Mord verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. Er hat einen guten Draht zum obersten Polizeichef Londons, seinem Jugendfreund „Tiger“ Brown. Doch als er Peachums Tochter Polly heiratet, müssen die Territorien neu verteilt werden. Nunes erzählt mit Mitteln des von Brecht geforderten epischen Theaters das Stück ganz neu.

Die Tragödie von Romeo und Julia
von William Shakespeare

Regie Jette Steckel
Ab Klasse 9
Ein Stück über zwei Liebende, die aus verfeindeten Familien stammen und durch schlimme Verhältnisse, böse Zufälle und fantastische Rettungsaktionen schon kurz nach der Hochzeitsnacht in den Selbstmord getrieben werden. Jette Steckel nähert sich der „größten Liebesgeschichte aller Zeiten“ von drei Seiten: theatral, mit der Musik von „Soap&Skin“ und „1000 Robota“ und physisch mit einer „Massenbewegung“ von 20 weiblichen und 20 männlichen Hamburger Jugendlichen.

Don Giovanni. Letzte Party
Bastardkomödie frei nach Wolfgang Amadeus Mozart/Lorenzo da Ponte

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Don Giovanni liebt die Frauen und verführt sie. Dabei macht er auch vor den Damen aus dem Publikum nicht halt. Zwischen ihm und seinen Liebschaften steht sein Freund Leporello, der an die Liebe glaubt. Ein Abend voller Musik mit Liveband und Melodien, die im Ohr bleiben und der Botschaft: Verschwende deine Liebe!

Faust I + II
von Johann Wolfgang von Goethe

Regie Nicolas Stemann
Ab Klasse 10
„Löse dich von allen äußeren, das Ich einschnürenden Einflüsterungen“, ruft Mephisto Faust zu. Dass Faust
uns heute als unseresgleichen anmutet, ist verstörend. Goethe erzählt von der Entstehung unserer Welt: einer befreiten Gesellschaft von Radikal-Individualisten, geplagt von Liebesunfähigkeit, Rastlosigkeit, gar Depression, unfähig zu Gemeinschaft und Arbeit an kollektivem Sinn.

Jeder stirbt für sich allein
Nach dem Roman von Hans Fallada

Regie Luk Perceval
Ab Klasse 10
„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“ Mit diesem Satz auf einer Postkarte beginnt der ungewöhnliche Widerstand eines einfachen Arbeiterpaares zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Berlin. Fallada erzählt die Geschichte von Anna und Otto Quangel, die nach dem Kriegstod des Sohnes mit einfachsten Mitteln den Kampf gegen die Maschinerie des Nazistaates aufnehmen.

Moby Dick
nach dem Roman von Herman Melville

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 9/10
Die Suche nach Heimat in der Heimatlosigkeit und nach einem Grund unter dem Abgrund treibt die Männer an,
unter der Führung von Kapitän Ahab, der sein Bein einst beim Kampf gegen den weißen Wal verloren hat. Acht Schauspieler, die in verschiedene Rollen schlüpfen, nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise, auf die Jagd nach dem weißen Wal.

Wiederaufnahmen Thalia Gaußstraße

Auerhaus
von Bov Bjerg

Regie Franziska Autzen
Ab Klasse 10
Anfang der achtziger Jahre in der westdeutschen Provinz: Der Song „Our House“ von Madness läuft im Radio. Frieder hat versucht sich umzubringen. Damit das nicht wieder passiert, ziehen seine vier besten Freunde mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters, das „Auerhaus“. Hier gibt es kaum Regeln. Nur das Klauen wird zur Pflicht erklärt, um die Haushaltskasse aufzubessern. „Auerhaus“ feiert die Unschuld der Jugend und des Moments. Aber vor allem die Gemeinschaft.

Dancer in the Dark
von Lars von Trier

Ab Klasse 10
Regie Bastian Kraft
Amerika im Jahr 1960. Selma Jezkova, die tschechische Einwanderin, leidet an einer Augenkrankheit, die sie
nach und nach erblinden lässt. Auch ihr zwölfjähriger Sohn hat die Krankheit geerbt. Um Geld für die rettende Operation des Kindes zu verdienen, schiebt sie Doppelschichten in einer Metallfabrik. In amerikanischen Musicals findet sie Ablenkung. Als Selmas hart erspartes Geld von einem Nachbarn gestohlen wird, hat das gravierende Folgen für alle Beteiligten.

Uraufführung
Das Wetter

Regie Jan Philipp Stange
Ab Klasse 5
Frank Böttcher weiß, wie Wetter geht. Natürlich, er arbeitet schließlich seit vielen Jahren als Meteorologe. Damit das Publikum das auch erfährt, wird das NDR Studio mal eben auf der Bühne der Gaußstraße aufgebaut, eine Live-Schaltung mit Moderation direkt aus dem Theater. Als Böttcher kurz in die Maske muss und das Studio in der Obhut seines Mitarbeiters lässt, entpuppt sich dieser als hervorragender, aber etwas ungeschickter Entertainer und richtet damit im Studio, aber auch global ein ziemliches Chaos an. Und dann steht plötzlich auch noch die Wissenschafts-AG der Loki-Schmidt-Schule vor ihm und möchte in die Kunst des Wettermachens eingeführt werden.

Amerika
nach dem Roman von Franz Kafka

Regie Bastian Kraft
Ab Klasse 9/10
Die Geschichte des 17jährigen Carl Rossmann, dem Amerika nicht wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Gegenbild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten.

Besuch bei Mr. Green
von Jeff Baron

Regie Wolf-Dietrich Sprenger
Ab Klasse 10
Mr. Green, der störrische alte Mann, der sich meist in der Wohnung verbarrikadiert, wird von Ross Gardiner aufgesucht. Der junge Angestellte hat die gerichtliche Auflage, sich um ihn zu kümmern. Begeistert ist der Eigenbrötler Green von seinem neuen Besucher nicht. Das Stück ist eine Komödie über den Zusammenprall unterschiedlicher Lebensmodelle, Religionen, Generationen und über Mühe und Gewinn, die mit der Überwindung von Grenzen oft verbunden sind.

Das Ende von Eddy
von Édouard Louis

Regie Alek Niemiro
Ab Klasse 10
Getreten, geschlagen, bespuckt. – Eddy Bellegueule wächst in einem kleinen französischen Dorf auf. Er scheint nicht so zu sein wie die anderen Jungs, wird gehänselt und als Schwuchtel beschimpft. Eddy versucht irgendwie klarzukommen, sich mit Mädchen einzulassen, dazuzugehören, ganz normal zu sein. Was anscheinend normal ist, zeigt die Gewalttätigkeit und Verlogenheit der anderen. Eines Tages hat Eddy die Nase voll.

Der Fremde
von Albert Camus

Regie Jette Steckel
Ab Klasse 10
Der junge Angestellte Mersault lebt unter der unerbittlichen Sonne Algiers gleichgültig vor sich hin, bis
ihn ein lächerlicher Zufall zum Mörder ohne Motiv macht. Vor Gericht erntet seine Begründung, die Sonne habe ihn geblendet, nur Unverständnis, und im Angesicht seines Todesurteils beginnt er, über sein Leben
nachzudenken.

Der Spieler
von Fjodor M. Dostojewskij

Regie Jan Bosse
Ab Klasse 11
Der mittellose Alexej lebt als Hauslehrer in der Familie eines bankrotten russischen Generals, der ungeduldig
auf die Nachricht des Todes einer Erbtante wartet. Aus Liebe zu Polina versucht Alexej, das nötige Geld für eine bessere Zukunft am Roulettetisch zu beschaffen. Aus der Liebe wird Trieb und schließlich Spielsucht. Und die ewige Illusion: Morgen kommt das große Glück!

Die Odyssee
Eine Irrfahrt nach Homer

Regie Antú Romero Nunes
Ab Klasse 10
Die Halbbrüder Telemachos und Telegonos begegnen sich zum ersten Mal auf der Trauerfeier für ihren Vater Odysseus. Während sie warten, stellt sich die Frage, wie geht man mit einem Bruder um, der einem noch nie begegnet ist? Und ist der andere auch wirklich ein Sohn des erfindungsreichen Odysseus? Die Brüder können die Geschichte des Odysseus in Worten nicht wirklich zuverlässig erzählen. Ihr Reden ist oft Schweigen, während die Körper wissen.

Ich rufe meine Brüder
von Jonas Hassen Khemiri

Regie Anton Kurt Krause
Ab Klasse 10
„Ich rufe meine Brüder an und sage: Da ist neulich so ein krankes Ding passiert. Habt ihr gehört? Ein Mann. Ein Auto. Zwei Explosionen. Mitten in der City. Ich rufe meine Brüder an und sage: Jetzt geht’s los. Haltet euch bereit.“ Amor ist ein junger Mann – Enkel, Freund, Cousin, Student – dessen Normalität plötzlich zusammenbricht, als in Stockholm eine Autobombe explodiert. Seine Realität verschiebt sich, als er anfängt, die diffuse Angst vor islamistischem Terror auf sich zu projizieren.

Nathan die Weise
nach Gotthold Ephraim Lessing

Regie Leonie Böhm
Ab Klasse 10
Die Geschwister Blanda von Filnek und Curd von Stauffen erzählen alles nochmal von vorn, leicht verändert, weil man weiß, was man weiß. „Nathan die Weise“ ist für Regisseurin Leonie Böhm ein Emanzipationsstück. Das alte Stück, der altertümliche Rap mit den vielen einschüchternden Blankversen, wird neu justiert.

Räuberhände
nach dem Roman von Finn Ole Heinrich

Regie Anne Lenk
Ab Klasse 10
In ihrer Schrebergartenlaube „Stambul“ lernen Samuel und Janik fürs Abitur und träumen von der Zukunft. Während Janik versucht, sich von seinen wohlsituierten Lehrer-Eltern zu distanzieren, bemüht sich sein bester Freund Samuel, Sohn einer Alkoholikerin, um geordnete Normalität. Als ihre Freundschaft durch einen einzigen Abend zu zerbrechen droht, reisen sie kurzerhand nach Istanbul. Ein intensiver, berührender Schauspielerabend, über die großen Fragen Heranwachsender.

Tschick
von Wolfgang Herrndorf

Regie Christopher Rüping
Ab Klasse 8
Maik und Tschick, zwei vierzehnjährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben, außer vielleicht ihre Einsamkeit, machen sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei, durch eine surreale Mondlandschaft voller merkwürdiger Menschen, irgendwo entlang der deutschen Autobahnen. Eine Geschichte vom Erwachsenwerden, dem besten Sommer des Lebens, von Freundschaft und erster Liebe.

Beachten Sie auch unter A – Z unsere Klassenzimmerstücke (Thalia mobil), die Sie für Vorstellungen in Schulen buchen können!

UNART

ist ein Jugendwettbewerb für Performergruppen. Die Gruppe sollte aus 3 bis 12 Jugendlichen zwischen 14
und 20 Jahren bestehen. Ideen und Themen aus der eigenen Lebenswelt sollen in einem Cross-Over von Sprechtheater, Video, Musik, Tanz oder anderen Künsten gezeigt werden. Bewerbungen ab Sommer 2019. Näheres unter unart.net
Workshops zu Stücken und Themen
Wir bieten Ihnen für Ihre Schülergruppen weitere Workshops an, die sich ausgehend von Stücken und Themen
unseres Spielplans mit grundsätzlichen Fragestellungen oder einem ganz konkreten Stück beschäftigen.
Absprachen zu Terminen, Dauer und Kosten unter T: 040.328 14-139/-137

WS Demokratie
Wofür setzt du dich ein? Was ist dir wichtig und bestimmt dein Handeln? Was bedeutet Demokratie konkret für dich? Der Workshop setzt Impulse, welche individuellen Mitwirkungsmöglichkeit Schüler*innen haben und macht Mut, sich einzumischen!

WS Wahrheit oder Lüge
Ausgehend von der Thalia Inszenierung „Tartuffe“ von Molière, in der die Hauptfigur es versteht, Wahrheiten
und Tatsachen zum eigenen Vorteil zu verdrehen, werden spielerisch die Themen Lüge, Scheinheiligkeit und
Selbstbetrug erkundet. Gibt es in Zeiten von Fake-News Lügen, auf die ich hereinfalle?

WS Familiengeschichten
Familie ist die Kernzelle von Gesellschaft, in der grundlegende Umgangsformen im Miteinander erlernt und erprobt werden. – Die Schüler*innen blicken in die eigene Familiengeschichte. Gesammelt werden besondere Geschichten und typische Familienrituale. Präsentationen werden erarbeitet und zu einem szenischen Generationen-Geschichten-Panorama weiterentwickelt.

WS Wie geht Gemeinschaft?
Ausgehend von Motiven aus dem Text „Auerhaus“ von Bov Bjerg, in dem fünf Jugendliche zusammenziehen,
wird die Frage nach eigenen Regeln für das Zusammenleben thematisiert. Sind Regeln und das Gefühl von Freiheit und Sich-einfach-gut-fühlen ein Widerspruch? Szenen vom gelungenen Zusammenleben und möglichen Scheitern entstehen.

WS Recht und Unrecht
Wer ist dieser Michael Kohlhaas? Ist er ein Rebell oder ein Gerechter? Mit Motiven aus der Novelle von Kleist wird die Figur Michael Kohlhaas beleuchtet und mit persönlichen Erfahrungen in Beziehung gebracht. In szenischen Entwürfen zu den Themen Macht, Ohnmacht, Recht, Unrecht werden Möglichkeiten durchgespielt, sich erfolgreich und mit demokratischen Mitteln einzumischen und zur Wehr zu setzen.

WS Was braucht der Mensch?
Prospero, der Protagonist aus Shakespeares Stück „Der Sturm“ lebt auf einer Insel, die er nach eigenen Regeln und Vorstellungen regiert. Angenommen, eine größere Gruppe von Jugendlichen würde nach einem Schiffsunfall auf einer Insel stranden und müsste ihr Zusammenleben und die eigene Versorgung sicherstellen, wie könnte das gehen? Ein Planspiel wird entwickelt und durchgespielt.




Workshops-on-demand

Workshops-on-Demand zu unterschiedlichsten Darstellungstechniken: Bewegungstheater, Bühnenpräsenz, Chor und Choreographie, Performance, Arbeit an der Rolle, Sprechtraining etc. Nach Absprache sind auch andere Schwerpunktsetzungen möglich. Die Workshops werden geleitet von erfahrenen Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Theaterpädagog*innen. Die Dauer der Workshops ist flexibel von 3 bis 16 Zeitstunden.
Die Kosten ergeben sich aus Dauer und Teilnehmerzahl.
Infos unter T: 040.328 14-139


Zuschauen

Zuschauen erfordert Konzentration, sich einlassen, still bleiben, Verlangsamung zulassen, die Zeit vergessen,
dem Drang aufs Smartphone zu blicken widerstehen, Bilder im Kopf entstehen lassen, auf Fremdes neugierig reagieren, dranbleiben, eintauchen in eine andere Welt, zuhören, mitfühlen – alles das verstehen wir unter der Kunst des Zuschauens. Unsere theaterpädagogischen Angebote machen Schüler*innen neugierig auf die besondere Konzentration in der Theaterkunst.


Kontakt


Thalia und Schule
Thalia Theater GmbH, Thalia und Schule,
Alstertor, 20095 Hamburg
Herbert Enge / Leitung Thalia jung&mehr
Anne Katrin Klinge / Theaterpädagogin
Petra Urbanski / Büro und Organisation
Nehle Mallasch / Projektleitung UNART und Campus
Telefon 040.32 81 41 39
Fax 040.32 81 42 04
www.thalia-theater.de
E-Mail: thaliaundschule@thalia-theater.de

Gruppenkartenbestellungen
040. 32 81 44 22


News & Infos

Sie möchten regelmäßig den Lehrerbrief und weitere Informationen von Thalia und Schule per Post erhalten? Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihrer Schule, Postadresse und Telefonnummer an thaliaundschule@thalia-theater.de


Aktuelles



Autorenlesung
Saša Stanišić – Vor dem Fest
„Weltliteratur aus der Uckermark“ FAZ Ausgezeichnet mit dem Leipziger Literaturpreis
Saša Stanišić, der 1978 im bosnischen Višegrad geboren wurde, 1992 als Flüchtling nach Deutschland kam und heute in Hamburg lebt, lässt sein Dorf als vielstimmigen Chor sprechen: „Was War, Was Ist, Was Wird Geschehen.“
Das Annenfest ist der Höhepunkt des Jahres. Es wird eine dramatische Nacht. Im Dorfarchiv wird eingebrochen, die alten Sagen und Geschichten ?iehen durch das offene Fenster in die Nacht. Die Archivarin Frau Schwermuth dreht durch. Herr Schramm, ein ehemaliger Oberst der NVA, sucht einen funktionierenden Zigarettenautomaten und findet Gründe gegen das Leben. Da ist die alte Malerin Frau Kranz, deren Gemälde seit Jahrzehnten nur ein Motiv kennen – Fürstenfelde und seine Bewohner, und die taumeln durch die Nacht. - Saša Staniši? sagt: „Ich wollte ein Dorf aus dem Nichts literarisch erschaffen. All diese Figuren, die durch meine Nacht laufen, gibt es auch in der Stadt. Jede von ihnen hat ein Problem und eine psychologische Disposition. Was die Figuren angeht, und auf die kommt es mir an, ist es kein Dorfroman. Aber die Atmosphäre in diesem Dorf interessiert mich sehr.“
Do 18.10.2018, 20 Uhr Thalia Theater


Ausschreibung: Welche Schülergruppen haben Interesse mitzumachen?
Perspektivwechsel – Ein Rechercheprojekt von und mit Schülergruppen Leitung Kerstin Steeb, Regisseurin
Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, wir sehen, was wir sehen wollen und gewohnt sind zu sehen. Wir beharren gerne auf unseren Standpunkten und scheuen Veränderungen
. - Wir möchten  mit Schülerinnen und Schülern direkt in einen Austausch kommen und sie motivieren, Perspektivwechsel zu vollziehen: Um den eigenen Alltag, die Gesell-schaft, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Der schwedische Autor Jonas Hassen Khemiri hat uns mit einem Brief an eine Politikerin inspiriert (https://kritikfabrikdotorg.files.wordpress.com/2013/11/jonas-hassen-khemiri.pdf), sich in fremde Personen hineinzudenken. Wir suchen nach Möglichkeiten, andere Menschen zu verstehen und somit zu respektieren, auch wenn sie maximal anders sind als man selbst. Die Recherche-Ergebnisse werden schließlich von der Regisseurin Kerstin Steeb in einer Performance mit Audio-O-Tönen und Musiken der Jugendlichen künstlerisch bearbeitet und im Rahmen des internationalen Theaterfestivals „Um alles in der Welt – Hamburger Lessingtage“ (18.1. – 3.2.2019) gezeigt.
Interessierte Gruppen melden sich bitte unter thaliaundschule@thalia-theater.de


2. Thalia-Lounge im Oktober 2018:  Der Regisseur Stefan Pucher und seine Inszenierung Hexenjagd 
Mit Matthias Günther, Dramaturg und Jörg Pohl, Schauspieler
Stefan Pucher, Jg. 1965, studierte in Frankfurt Theaterwissenschaft und Amerikanistik. In den 90er Jahren experimentiert er in verschiedenen Performance-Projekten an der Verbindung von Video, Musiksamples und Sprechtexten. Seine Aktion bei der documentaX in Kassel 1997 öffnete ihm die Türen der großen Stadt- und Staatstheater. Er beginnt hier seine in Performances erprobten Mittel auf Klassiker der Theaterliteratur anzuwenden. Für seine „Möwe“ wird er 2005 von „Theater heute“ zum Regisseur des Jahres gewählt. Seit der Spielzeit 2009/2010 inszeniert er regelmäßig am Thalia Theater, u.a. 2017 „Tartuffe“ und 2018 „Hexenjagd“. - Was macht die Faszination dieses Regisseurs aus? Wann setzt er Video ein? Wie arbeitet er mit Schauspieler*innen? Was hat ihn an „Hexenjagd“ interessiert?
Mo 22.10.2018, 17.30 Uhr Nachtasyl Thalia Theater Eintritt frei
Bitte anmelden unter 040.328 14-139 oder thaliaundschule@thalia-theater.de


Kunstaktionen für Schulgruppen ab Kl. 3/4: zu „Die Rote Zora“
„Nehaj – die Burg der Uskoken“ Idee Annette Kurz, Ausstattungsleiterin
In Senj, der ältesten Stadt an Kroatiens Küste leben die elternlosen Kinder Nicola, Pavel, Duro, Branko und ihre Anführerin die Rote Zora als Bande zusammen. Verfolgt und bedroht von der Polizei, haben sie sich auf die alte, halb verfallene Burgruine „Nehaj“, die auf einem Berg liegt, zurückgezogen und hier ein neues Zuhause gefunden. Im 16. Jahrhundert haben hier die tapferen Uskoken gelebt. Sie sind die großen Vorbilder der Bande für Mut, Freiheitswille und Zusammenhalt.
Zeichne deine Uskoken-Burg „Nehaj“, wie du sie dir vorstellst, auf schwarzes Bastelpapier (Tonpapier, dünnen Fotokarton), schneide die Konturen, innen und außen mit einer Schere aus (Scherenschnitt) und klebe sie im Hochformat auf sehr stabilen, weißen Fotokarton in DINA3 (ca. 200g/m2). Achtung! Es können nur die Bilder ausgestellt werden, die die Vorgabe erfüllen. Bitte die Blätter nicht knicken und Name, Alter, Klasse und Schule auf die Rückseite schreiben. Die Bilder werden im November 2018 im Mittelrang des Thalia Theaters ausgestellt.
Abgabezeitraum für die Bilder auf  Freitag , 26.10. verlängert wurde!
Die Bilder in einer Mappe bitte bis Fr 26. Oktober beim Pförtner des Thalia Theaters (Bühneneingang), Raboisen 67, abgeben. Stichwort: „Nehaj – die Burg der Uskoken“


Choreografien zu „Hexenjagd“ – Eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer
Choreografien entwickeln mit unterschiedlichen Bausteinen und Spielmöglichkeiten. Wir entwickeln Körperbilder für große und kleine Ensembles, ausgehend von den Bewegungsabläufen Einzelner. Jede/r bringt sein/ihr Bewegungs-potential mit und entdeckt dieses neu. Unterschiedliche Spielsituationen montieren wir zu einer gemeinsamen. Im fortlaufenden Spiel mit einzelnen Bewegungselementen inszenieren wir Brüche in gefundenen Mustern. Bühnenpräsenz und Körperwahrnehmung werden gezielt trainiert. Leitung Alina Gregor, Regisseurin
Kosten 60 €.  Die Teilnahme ist nur mit Ticket möglich, das Sie an der Thalia Tageskasse erhalten.
So 28.10.2018, 11-17 Uhr Thalia Gaußstraße


Lehrer*innen-Fortbildungen und Schüler*innen-Workshops zu den Kinder-und Jugendstücken
Wir geben Anregungen zur Vorbereitung einer Schulklasse auf den Theaterbesuch. Mit Spielen zu Motiven, Übungen zu den Figuren, Improvisationen und szenischen Umsetzungsideen. Die Teilnehmer erhalten einen Fortbildungsnachweis und eine Materialmappe mit zusätzlichen Informationen rund um die Inszenierung.
Leitung Anne Katrin Klinge, Theaterpädagogin
Kosten jeweils 13 €. Die Teilnahme ist nur mit Ticket möglich, das Sie an der Thalia Tageskasse erhalten.
„Die Rote Zora“ am Do 1.11.2018, 17–19 Uhr Thalia Gaußstraße
„Geisterritter“ am Di 6.11.2018, 17–19 Uhr Thalia Gaußstraße


Für 60-minütige Workshops „Die Rote Zora spielen“ und „Geisterritter spielen“ mit Schülergruppen zu beiden Stücken (Kosten pro Schüler*in 2 €) kommen wir auch gerne in die Schulen.
Termine ab Oktober 2018 unter 040.328 14-139/-137.





 
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Kinder- und Jugendstücke


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