Grenzgänger

 

Grenzgänger 2017 – Thalia Treffpunkt Festival
Vom 7. bis 12. Juli 2017 im Thalia in der Gaußstraße, Lichthof Theater und in der Theaterbar Nachtasyl

Grenzen überschreiten, sich Freiräume eröffnen, selbst bestimmtes Leben jenseits von Zwängen erobern, zum Grenzgänger werden in persönlicher, gesellschaftlich-kultureller wie auch politischer Hinsicht. In sehr unterschiedlicher Weise finden sich diese Aspekte in den gezeigten Inszenierungen. Jugendliche suchen, besonders auch die Eisenhans-Gruppen nach Auswegen aus bekannten Mustern. Behilflich sind dabei in vielen Theaterprojekten Motive aus literarischen Vorlagen. Diese Texte bieten Handlungsanleitungen und beleuchten
neue Sichtweisen und Welten aber auch Begrenzungen. Dabei werden auch ganz grundsätzliche Fragen nach Identität und Fremdsein aufgeworfen. In „Stichwort Freiheit“ und bei „Open up!“ werden die eigenen Flucht- und Migrationserfahrungen thematisiert und künstlerisch bearbeitet auf die Bühne gebracht. In dem Projekt „Stell dir vor, es ist Wald“, das in Kooperation von Schutzgemeinschaft Deutscher Wald/Wälderhaus und Thalia Theater entstanden ist, kommen über 80 Kinder und Jugendliche miteinander ins Spiel und zeigen ihre Begegnungen mit Natur und Wald. – Die Darstellungsweisen können unterschiedlicher nicht sein. Musik, Tanz und Choreographien,
Theater und Performance, aber auch selbst verfasste Texte zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich
junge Leute heute erobern. Das Grenzgänger-Festival des Thalia Treffpunkt zeigt in sieben Tagen acht neue Produktionen von und mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und anderen Darstellern. Die Projekte sind u.a. in Kooperation mit dem CJD Nord, der Hamburger Volkshochschule, mit Leben mit Behinderung
Hamburg und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald/Wälderhaus entstanden. Das Grenzgänger-Festival kooperiert erstmalig mit dem Lichthof.


Programm als PDF als Download

Grenzgänger 2014

Thalia Treffpunkt Festival vom 12. bis 16. Mai und 2. bis 4. Juni 2014 im Thalia in der Gaußstraße


Das Festival des Thalia Treffpunkts findet in diesem Jahr in zwei Teilen statt: Vom 12. bis 16. Mai 2014 und vom 2. bis 4. Juni 2014 im Thalia in der Gaußstraße. Die 8 Produktionen des jungen Festivals – davon 7 Premieren in 15 Vorstellungen und 1 Konzert – orientieren sich auch an Stoffen und Stücken des Thalia Spielplans. Sie zeigen unterschiedlichste Möglichkeiten, wie Jugendliche, auch in Begegnung mit anderen Generationen, bekannte Muster aufbrechen und Neues (er)finden. Die Darstellungsweisen könnten unterschiedlicher nicht sein. Musik, Tanz und Choreographien, Theater und Performance, aber auch selbst verfasste Texte zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich junge Leute heute erobern.

Grenzgänger 2013

Thalia Treffpunkt-Festival vom 31. Mai bis 7. Juni im Thalia in der Gaußstraße


Grenzen überschreiten, sich Freiräume eröffnen, selbst bestimmtes Leben jenseits von Zwängen erobern, zum Grenzgänger werden in persönlicher, gesellschaftlich-kultureller wie auch politischer Hinsicht. In sehr unterschiedlicher Weise finden sich diese Aspekte in den gezeigten Inszenierungen. Neben extremen Erfahrungen und Erlebnissen suchen Jugendliche, besonders auch die Eisenhans-Gruppen, nach Auswegen aus bekannten Mustern. Behilflich sind dabei in nahezu allen Theaterprojekten Motive aus literarischen Vorlagen wie Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ und Herrndorfs Roman „Tschick“, die Handlungsanleitungen bieten und neue Welten, aber auch eigene Begrenzungen beleuchten. Dabei werden ganz grundsätzliche Fragen nach Identität und Fremdsein aufgeworfen. Die Darstellungsweisen können unterschiedlicher nicht sein. Musik, Tanz und Choreographien, Theater und Performance, aber auch selbst verfasste Texte zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die sich vor allem junge Leute heute erobern. Besondere Beachtung findet die langjährige Kooperation zwischen dem Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung bei der Veranstaltung „20 Jahre Eisenhans!“, bei der vom Thalia Theater zum dritten Mal seit 2004 die Theaterpreise „GoldenHans“ für behinderte Darsteller vergeben werden. Grenzgänger ist ein junges Festival mit insgesamt 9 Produktionen, davon 6 Premieren, die in 16 Vorstellungen in 8 Tagen im Thalia in der Gaußstraße gezeigt werden.



Festival-Programm 2013

Festivaleröffnung  Zum Fürchten!

Eisenhans-Projekt, eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Es waren einmal zwei Kinder, die verliefen sich im Wald... Kenn ich, werden Sie sagen, ist ein Märchen ... bin ich denn hier im Kindertheater gelandet? Mit Nichten! Oder finden Sie es niedlich, von geliebten Menschen ausgestoßen und den Tieren zum Fraß vorgeworfen zu werden? Wir auch nicht! Doch immer wieder beschleicht uns die Angst, es könnte so kommen: unser Netz zerreißt und – rums – da sind wir, ganz allein im Wald. Die Angst, uns lächerlich zu machen, sitzt uns im Genick, wenn wir Ihnen dort im Wald bei den Kindern unsere kleinen, „albernen“, alles beherrschenden Ängste offen legen... Doch was könnte schöner für Sie sein, als in angenehmer Theateratmosphäre uns beim Zittern zuzusehen... Mit Aylin Altinkaynak, Martina von Castel, Nora Fiedler, Melanie Godinho, Jule Hickmann, Maike Inselmann, Mina Jadali, Lara Johst, Christoph Juddat, Tom-Kristian Krohn, Datis Pourian, Dorothee Reumann, Thea Sagawe, Canan Salman, Felix Schnor, Nico Steiner, Philine Strauß, Lusala Vumbi-Loko, Christian Wismer Assistenz Sabina Angerer, Moritz Feldheim, Manuel Ossenkopf  Ausstattung Sonja Zander Leitung Dorothee de Place
Premiere Fr 31.5.2013 um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße Garage   
Weitere Vorstellungen Sa 1.6. um 18 Uhr und So 2.6.2013 um 20.30 Uhr


Extremer als extrem  Teil 1+2
Thalia Treffpunkt  Jugendperformancegruppe
Hinterfragen von privaten, sozialen und gesellschaftlichen Codes zum Thema „Extremismus“. Mithilfe eigener und fremder Texte untersuchen Jugendliche ihr kulturelles und soziales Umfeld, finden mit Musik, Tanz und (Körper-)Sprache Wege, diese Fragmente zu einer Performance zusammen zu setzen. Extreme Gefühle rufen extreme Handlungen hervor. Warum entstehen Extreme? Wie kann Wut entstehen? – 15 junge Performer im Alter von 12-22 Jahren waren in der Stadt auf Recherche, bei Demonstrationen, in einer Hamburger Moschee, an der Universität und auf der Straße. Sie haben sehr unterschiedliche Bilder und Antworten auf eigene Fragen gefunden und zeigen in der szenischen Bewegungs-Musik-Film-Montage den Prozess ihrer Arbeit.
„Extrem. Extrem. Extrem. Extremsituationen am Fließband. Was geschieht zwischen einem persönlich vorgetragenen Gedanken und dem nächsten kollektiven Gefühlsausbruch? Der Zuschauer ist (an)gespannt, denn der nächste Augenblick ist unberechenbar. Alles ist möglich. Alles ist extrem und vor allem extrem gut gespielt. Indirekt eine Hommage an das Leben. Direkt vielleicht eher die Frage, ob wir nicht alle ein bisschen reif sind für die Anstalt...“ (Aus dem Lessingtageblog von Julijana Pavelka)
Mit Veronique Aleifesopoules, Helena Bennett, Cynthia Berut, Greta Böhme, Fayssal Boukari, Sina Brakopp, David Edwards, Marcel Giese, Franka König, Katinka Kutscher, Johannah Landt, Magdalena Lanman Niese, Michael Nkrumah, Lara Noone, Yasin Özen, Manuel Ossenkopf, Marlena Schlömp, Zoe Toelcke, Jil Watermann  Assistenz Caroline Woelke Dramaturgische Beratung Maren Hoff Film Helena Benett  
Leitung Alina Gregor    
Der erste Teil der Produktion wurde bereits beim Festival „Um alles in der Welt – Hamburger Lessingtage“ gezeigt. Die Produktion ist zum diesjährigen Hamburger Kaltstart-Festival (16.6.2013, 19 Uhr) ins Haus 73 eingeladen.
Premiere Sa 1.6.2013 um 20 Uhr im Thalia Gauß Studiobühne und am Do 6.6.2013 um 11 Uhr


Empfang: 20 Jahre Eisenhans! mit „GoldenHans“-Preisverleihung
In den 90er Jahren fing alles an: Die erste Theaterproduktion mit dem Titel „Der Eisenhans“, sehr frei nach dem Märchen der Brüder Grimm hatte als Pilotprojekt Premiere im damaligen Thalia in der Kunsthalle. Bereits auch dieses Projekt, an dem 20 Mitwirkende mit Handicaps beteiligt waren, wurde in Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung entwickelt. Und es folgten in den Jahren viele Inszenierungen mit insgesamt über 800 Darstellern, die auf den Bühnen des Thalia Theaters und bei Gastspielen in ganz Deutschland präsentierten, wie Behinderungen auch Kraft gebendes Element sein können, um ganz andere Geschichten, Träume, Wünsche und Wirklichkeiten auf der Bühne zu zeigen. Beim Empfang werden auch die GoldenHans-Theaterpreise 2012/13 überreicht. Leben mit Behinderung Hamburg und der Thalia Treffpunkt des Thalia Theaters vergeben zum dritten Mal nach 2004 und 2008 die Theaterpreise (Theater-"Oscars") für behinderte Darstellerinnen und Darsteller, den GoldenHans. Die Preise werden verliehen für außergewöhnliche und langjährige Bühnendarstellungen an folgende Darstellerinnen und Darsteller, die als (Amateur-) Schauspielerinnen und Schauspieler einzeln, in Gruppen oder in Ensembles auftreten. Siegfried Knefel, Beata Pac und Eva Troch aus den Eisenhans-Theater-Ensembles (eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg), Dagmar Dethlefsen vom Theater Klabauter sowie Mirco Kuball und Friederike Jaglitz von MeineDamenundHerren. Die GoldenHans-Theaterpreise wurden gestaltet von der Holz-Werkstatt der Tagesstätte Falkenbek (Leben mit Behinderung Hamburg).
Weitere Informationen unter 040.32 81 41 39
So 2.6.2013 um 16 Uhr im Thalia Gauß Ballsaal


SNTS 1-4 – Eine Traum-Soap Verliebt. Verwirrt. Verdreht. Verrückt. - Jetzt endlich alle 4 Folgen am Stück!
Eisenhans-Theater zu Shakespeares „Sommernachtstraum“, eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Hermia ist total verliebt in Lysander. Dabei ist sie doch mit Demetrius zusammen. In der Hoffnung allen Zwängen zu entkommen, flieht das Liebespaar in den Wald. Blind vor Eifersucht rennt Demetrius hinterher. Jetzt sieht Helena ihre Chance gekommen, Demetrius für sich zu gewinnen. Doch plötzlich steht Lysander vor ihr und will sie küssen. Spätestens als plötzlich alle coolen Jungs nicht mehr auf Hermia sondern auf Helena stehen, wird klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Sind nur der Regisseur und die Techniker dafür verantwortlich oder sind auch sie Teil eines größeren Spiels? In der auf der Grundlage von Shakespeares Sommernachtstraum entwickelten Soap setzt sich das Verwirrspiel um Liebe und Eifersucht auch hinter den Kulissen im wahren Leben der Darsteller fort und vereinnahmt sogar Meinungen und Erwartungen der Zuschauer. Schließlich ist gar nicht mehr auseinander zu halten, wer spielt, wer inszeniert und wer zuschaut.
Mit Paula Abel, Nilufar Arsin, Marvin Böge, Ceylan Feige, Sina Fischer, Josefine Großkinsky, Florian Holz, Alexander Hopp, Julia Kupfer, Jessica Lanteri, Mila-Zoè Meier, Joana Orth, Paul Kai Schröder, Timo Weymann, Natalie Wirbel, André Zimmer Assistenz Nicole Böck Dupont, Kirsten Eschner, Sophie Luther, Felix Schulz Ausstattung Sonja Zander Leitung Christina Fritsch
Premiere So 2.6.2013 um 18.30 Uhr im Thalia Gauß Studiobühne und am Fr 7.6.2013 um 18 Uhr


DIN-Norm oder das Leben des Maik Klingenberg
Eisenhans-Theater zu Herrndorffs „Tschick“, eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Eine ganz normale Familie mitten in der Gesellschaft mit den ganz normalen Problemen: Alkohol, Geld, Stress auf der Arbeit, Zukunftsängste, Ehe-Streit. Und dazwischen ein Junge der den Druck und die Erwartungen der Eltern aushalten muss: Maik. Maik passt  nicht, ebenso sein Freund Tschick. Beide sind eher draußen als drinnen. Wie die beiden Helden in Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ begeben wir uns auf einen Roadtrip durch das Leben von Maik Klingenberg und erleben wie er mehr und mehr eingeengt wird, bis er aus den vorgegebene Mustern ausbricht! Mit Tobias Bartsch, Frank Bolzin, Judith Förster, Leonhardt Philipp Gaffke, Dagmar Harth, Benjamin Heinike, Swantje Kähler, Patricia Kohrs, Clara  Kubat, Marcel Otto, Victoria Plieth, Philipp Riedel, Clemens Roperes, Marcel Ruppach, Lina Strothmann und Daniel Tietjen  Assistenz Shanti Delphine Vodjana Ausstattung Sonja Zander Leitung  Sophie Arlt, Dennis Dringelburg
Die Produktion ist zum diesjährigen Hamburger Nischengold-Festival (8.6.2013, 20 Uhr) ins Goldbekhaus eingeladen.
Premiere Mo 3.6.2013 um 20 Uhr im Thalia Gauß Studiobühne und Do 6.6.2013 um 18 Uhr


Lesung 
Du wärst also gern wie ich, sprach der Vogel

Eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Hamburger Volkshochschule
Was sind wir, wer sind wir und was macht das, was uns umgibt und umgab mit uns? Was ist Heimat, wo ist Heimat?  Nach der Koch-Performance „Gekommen um zu bleiben“ bei den Lessingtagen, für die wir uns durch Kindheitserinnerungen, Koch-Rezepte, verstaubte Fotos, Ängste und Hoffnungen, Düfte und Lieder gewühlt haben, wollen wir uns nun der Sprache widmen. Mit Texten, die während des Probenprozesses entstanden sind, versuchen wir uns an einer performativen Lesung über das Woher und Wohin verschiedener Lebenswelten in Hamburg. Mit Branka Bilogrevic, Baran Budak, Mürvet Kortag und Özlem Winkler-Özkan  Leitung Özlem Demirci
Di 4.6.2013 um 18 Uhr im Thalia Gauß Ballsaal       


Geliebt werden
Eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Hamburger Volkshochschule
Eine szenische Installation zu „Sommernachtstraum“ und „Don Giovanni“. Wir folgen dem Reigen von Schein und Sein aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ und tauchen ein in die Welten eines „Traumsommers“ in Hamburg. Was geschieht tatsächlich in einem Elfenfrühlingswald? Auch  beleuchten wir die Macht lüsternen Momente des Don Giovanni aus Mozarts Opernversion. Was haben aber Lüge, Begehren, Verwandlung und Liebe mit unserer eigenen Lebenswelt zu tun? In 10 Theaterbegegnungen sind mit 17 Spielern viele unterschiedliche szenische Momente entstanden. In einer Montage aus bunten Fragmenten zeigen wir den Prozess und das Ergebnis. Mit Nadja Bandahl, Walter Boiger, Kirsten Bremehr, Huberta Büning, Cana Czyrt, Ole Fritz, Katja Fürst, Mattis Koch, Renate Mielke, Vera Porstendorfer, Christine Rißmann, Toini Ruhnke, Nadine Schmidt, Ute Sudholz Hospitanz Jan Holzappels, Ellen Jonatha
Leitung Alina Gregor
Di 4.6.2013 um 20 Uhr im Thalia Gauß Garage


Frei nach Schnauze
Thalia Treffpunkt Jugendtheaterprojekt zu Herrndorffs „Tschick“
Was tue ich hier eigentlich? Ich bin mit dem Russen einfach so ins Auto gestiegen! Wieso bin ich nicht einfach wie so’n Depp in meinem Vorgarten stehen geblieben?! Kein Bock mehr auf Schule, auf die Eltern, den ganzen Alltagskram. Einfach mal raus. Einsteigen und los. Durchbrennen, abhauen, mal was Verrücktes machen! Angelehnt an den Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf machen wir uns auf die Suche nach dem ultimativen Erlebnis, dem Unbekannten, der eigenen Identität. Wir werfen eine Münze und gehen bei Kopf nach links und bei Zahl nach rechts, befragen Passanten auf der Straße nach Autounfällen, Tatjanas Party oder wie man mit einem Waschmaschinenschlauch Benzin klauen kann. Wir hören Beyoncé, sind manchmal das Flusspferd und manchmal Schütze Fricke. Entsichern, laden, schießen. Immer gleich – immer zwischen die Augen. Wir treffen Aussagen über Freundschaft und Liebe, testen Grenzen aus und hinterfragen unseren Alltagstrott. Wieso erwachsen werden, wenn man doch nichts zu verlieren hat? Tschick, Isa und ich waren wie eine Familie und für die Ewigkeit gemacht. Natürlich war mir klar, dass wir auf eine Wand zufuhren, aber wir waren so im Glück gefangen, dass wir nicht die Augen öffnen wollten. Mit oder ohne Text aus dem Stück, mit Standbildern oder zu Musik, wir gehen körperlich aufs Ganze, identifizieren uns mit Tschick, Maik oder Isa, dem Mädchen von der Müllkippe. Alles ist Teil unseres Experiments. Frei sein. Scheiß machen, einfach mal kollektiv durchdrehen. Hauptsache, man hat Freunde, auf die man zählen kann. Abenteuer, kommt und findet mich!
Mit Janna Berg, Luca Heydt, Anna Knoll, Paul Meyer, Nohea Missweit, Laurenz Riesselmann, Schady Saliba, Samantha  Schaps,  Sophie Tomfort und Djellza Topalaj  Assistenz Lena Kryßon  Leitung  Mia Sophie Panther
Premiere Mi  5.6.2013 um 18 Uhr im Thalia Gauß Garage und am Fr 7.6.2013 um 20 Uhr


Tor zur Welt – Ein Projekt vom Migrationsdienst CJD Hamburg-Eutin und Thalia Treffpunkt
Bei dem Projekt „Gott und die Welt und ich“ kommen jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, Lateinamerika und verschiedenen afrikanischen Ländern zusammen und entwickeln gemeinsam ein Stück. Dieses Mal haben sie sich auf die Suche nach ihrem eigenen „Tor zur Welt“ gemacht. Das Tor ist nicht leicht zu öffnen, weder nach außen, noch nach innen, doch die jungen Menschen bewegen es mit ihren Fragen: „Wer will ich sein?“, „Wer oder was ist cool?“, „Wer bin ich mit meinen Freunden?“, „Was bleibt, wenn ich allein bin?“, „Wie finde ich die Liebe oder findet sie mich?“, „Kann ich Türen öffnen, wenn ich sprachlos bin und nichts verstehe?“ Die Jugendlichen haben den Mut, sich auch dem hinter dem Tor verborgenen besonderen Ort in ihrem Inneren zu nähern, ein Ort, den sie versuchen zu erforschen und auszuleuchten. Viele aus der Gruppe sind erst seit sehr kurzer Zeit in Deutschland. – „Tor zur Welt“ gehört zu dem dreijährigen Kooperationsprojekt von  Thalia Treffpunkt und  Migrationsdienst des CJD Hamburg-Eutin. Regie Altamasch Noor, Anton Krause Leitung/Dramaturgie Kirsten Sass Projektberatung Herbert Enge, Joachim Band
Premiere Mi 5.6.2013 um 20 Uhr im Thalia Gauß Studiobühne und am Fr 7.6.2013 um 11 Uhr


Gastspiel
Bericht für eine Akademie. Ein Monolog von Franz Kafka
„Ihr Affentum, meine Herren, sofern Sie etwas derartiges hinter sich haben, kann Ihnen nicht ferner sein, als mir das meine.“ (Affe Rotpeter). Ein ehemaliger Affe berichtet über seine Menschwerdung. Er ahmt die Menschen nach, weil er einen Ausweg sucht, nicht jedoch, weil er die Freiheit erhofft. Ein Grenzgänger zwischen Mensch und Tier erzählt seine Geschichte mit brillanten Worten, Gedanken, Formulierungen - ein Anpassungsprozess, oft schmerzlich, aber auch mit faszinierenden Seitenhieben auf die Überheblichkeit der Menschen. - Der körperbehinderte Schauspielabsolvent der adk-ulm Florian Giese spielt den Affen Rotpeter. Eine Produktion von Florian Giese und vom Akademie-Theater Ulm Regie Marion Weidenfeld 
Do 6.6.2013 um 20 Uhr im Thalia Gauß Garage

Karten für alle Vorstellungen zu 9/7 Euro unter 040.32 81 44 44 oder theaterkasse@thalia-theater.de