Lessingtage 2011

UM ALLES IN DER WELT – LESSINGTAGE 2011

Theaterfestival vom 21. Januar bis 6. Februar 2011 im Thalia Theater und im Thalia in der Gaußstraße

Im Januar 2010 fand das Theaterfestival „Lessingtage – Um alles in der Welt“ innerhalb der Eröffnungs-saison des Intendanten Joachim Lux zum ersten Mal am Thalia Theater statt. Das später „als neuer Fixstern Hamburgs“ gefeierte Festival beschäftigte sich in nationalen und internationalen Gastspielen mit einer Frage, die schon Gotthold Ephraim Lessing stellte: Wie könnte Verständigung von Kulturen und Religionen im Großen und Kleinen möglich sein?
Im diesjährigen Festival begrenzen zwei Werke des 18. Jahrhunderts das Programm thematisch im Sinne der idealistischen Träume von Weltbürgertum, Freiheit und Toleranz: „Don Carlos“ von Friedrich Schiller und die Thalia-Inszenierung von Lessings „Nathan der Weise“. Carlos’ und Posas weltumfassende Freundschaftssehnsucht eröffnet als „hauseigene“ Premiere in der Regie von Jette Steckel das Festival, den Schluss bildet Lessings „Nathan der Weise“ und mit ihm die Religionsutopie par excellence. Im Anschluss an diese Vorstellung findet die Abschlussdiskussion der Lessingtage 2011 statt, die sich mit der Frage „Interkulturelle Freundschaft oder geschlossene Gesellschaft?“ auseinandersetzt. Es diskutieren u.a. Dr. Ulrike Murmann, Prof. Friedrich von Borries und Dr. Mark Terkessidis.
Neben „Don Carlos“ gibt es eine weitere Premiere im Rahmen der Lessingtage. Die Uraufführung von „Falling Man“ nach dem Roman von Don DeLillo in der Regie von Sandra Strunz. Sie eröffnet die umgebaute und modernisierte Studiobühne in der Gaußstraße.
Insgesamt wird das Festival noch internationaler als im vergangenen Jahr und setzt somit offensiv auf die Neugier der Besucher, sich wirklich mit Fremdem und Anderem auseinanderzusetzen. Auf das Publikum warten Gastspiele aus China, Russland, Brasilien, Estland und Kolumbien, ein Wiedersehen mit Peter Jordan in einem Gastspiel aus Wien und zahlreiche soziokulturelle Projekte im Thalia in der Gaußstraße und an weiteren Orten in der Stadt.

Die 3. Lessingtage werden vom 18. Januar bis 4. Februar 2012 auf allen Bühnen des Thalia Theaters stattfinden.

Die Stimmen der Presse

Es ist eine kleine Sensation. Thalia-Intendant Joachim Lux steckt in seiner zweiten Spielzeit und ist mit seinem tollen Themenfestival, den Lessingtagen, bereits in der Mitte der Stadt angekommen. Warum? Weil die Lessingtage drängende gesellschaftliche Umbrüche unserer Zeit – interkulturelle Gesellschaft, Toleranz der Religionen und großstädtische Heimatlosigkeit – auf künstlerisch aufregende Weise abbilden. Und weil sie nicht nur ein prominentes Gastspiel ans nächste reihen, sondern den Menschen mit Diskussionen und Projekten ein Forum bieten, in dem sie sich beteiligen können. […] Fast alle Vorstellungen waren ausverkauft. Überall machten sich die Neugier und die Begeisterung für das Festival breit. […] Der Erfolg der Lessingtage als zweites großes Theaterfestival neben dem Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel ist ein Zeichen für die vitale Theaterlandschaft Hamburgs.
Hamburger Abendblatt

Die Lessingtage 2011 haben alle Erwartungen übertroffen. Damit haben sie sich neben dem Kampnagel-Sommertheater als zweites großes Hamburger Festival positioniert.
Die Welt

Am Wochenende gingen die 2. Hamburger Lessingtage zu Ende. Und das Theaterfestival, das von Thalia-Intendanten Joachim Lux initiiert worden war, war wieder ein Riesenerfolg. Ein noch größerer sogar als im Vorjahr: Rund 17.000 Zuschauer wollten die Gastspiele aus aller Herren Länder sehen, die Jugend- und Schülerprojekte. Das waren ganze 4000 Besucher mehr als im Vorjahr. […] Ein Theaterhöhepunkt jagte den nächsten während der letzten 16 Tage. Und auch am Abschlusswochenende wurde Großes geboten. […] Die Lessingtage verstehen sich als politisches Theaterfestival. Es gehe darum sich offensiv mit einer internationaler werdenden Gesellschaft zu beschäftigen. Und Europa vielleicht nicht ganz so wichtig zu nehmen.
NDR 90,3

Das Thalia-Festival „Um alles in der Welt – Lessingtage 2011“ hat alle Erwartungen übertroffen […] Die 58 Veranstaltungen, darunter Gastspiele aus Russland, China, Österreich, Estland, Kolumbien und Brasilien, sahen 16.910 Zuschauer.
Frankfurter Rundschau

Mit fast 60 Veranstaltungen in zwei Wochen setzt das Festival ein eindrucksvolles Zeichen: Theater ist lebendig, neugierig, spannend.
Hamburger Morgenpost

Ein zweiwöchiges Festival zu stemmen ist für ein Theater ein Riesenkraftakt. Doch es lohnt sich: Denn erst wenn man Themen und Stoffe bündelt und sie in Beziehung zueinander setzt, eröffnen sie dem Publikum plötzlich einen umfangreich erweiterten Horizont.
Hamburger Morgenpost

Kraftvoll, ehrwürdig – und wirklich komisch
Großer Beifall für das Gastspiel des chinesischen Star-Regisseurs Lin Zhaohua im Thalia Theater
Kraftvoll, ehrwürdig, keineswegs verstaubt und bisweilen sehr komisch. Das zumindest lehrt das zweitägige Gastspiel von Xu Yings „Der Unterhändler“ bei den Lessingtagen am Thalia-Theater, eingerichtet von Star-Regisseur Lin Zhaohua und den Darstellern seines Pekinger Lin Zhaohua Theatre Studios. Die Neugier der Hamburger war schon zur Einführung derart groß, dass das Rangfoyer wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Die Kraft des Theaters überwindet jeden scheinbar noch so tiefen kulturellen Graben. […] Eine schlichte, schwarze Bühne dient als Blackbox für die Begegnungen und einen kurzen Tai-Chi-Tanz der Wächter. Beherrscht wird die Szene allein von den akkurat agierenden gut zwei Dutzend Schauspielern und ihrem erstaunlich wenig befrachteten, deutsch übertitelten Text. „Mit morschem Holz kann man nicht schnitzen“, heißt es in diesem Duell Mitmenschlichkeit versus Gewaltherrschaft. Nie wirkt der Szenenminimalismus statisch. Auch dank der Musik (Live-Gesang und Klarinette) und der anspielungsreichen Kostüme von A Kuan. Beide zitieren Tradition, ohne zu erstarren. Eine Kunstpracht aus Verschwendung, Verschnürung und Verpackung. […] Vorhang auf für das Nachspiel. Der Beifall im Thalia Theater will kein Ende nehmen. Besucher mit chinesischen Wurzeln winken dem Regisseur zu. Junge Mädchen belagern Hauptdarsteller Pu Cunxin mit klickenden Digitalkameras und Autogrammwünschen. Die Faszination des Theaters und ihrer Macher, sie ist eben universell.
Hamburger Abendblatt über das chinesische Gastspiel „Der Unterhändler“

Mit einem furiosen Finale enden die Lessingtage am Thalia-Theater. Die Gesellschaft wandelt sich dramatisch, jeder kann das spüren und sehen, der mit offenen Augen durch die Welt läuft, und sie verändert auch den Kunstbetrieb – er ist aufgefordert, für die Vielfalt der Kulturen Angebote zu finden. Das Thalia Theater hat es probiert: Zum zweiten Mal organisierte es die Lessingtage am Thalia Theater, der Erfolg ist beachtlich: 16.910 Besucher sahen die 58 Veranstaltungen zum Thema „Freundschaft“, das entspricht einer Auslastung von 88,51 Prozent. Im vergangenen Jahr waren es noch 13.116 Besucher (84,3 Prozent). „Es existiert offenbar eine Sehnsucht unter den Zuschauern, die wir getroffen haben“, sagt Intendant Joachim Lux. „Wir haben das Theater für andere Nationen geöffnet, und die Kenntnis der gelebten Gegenwartskultur vertieft.“ Das Abschlusswochenende hielt noch einmal einige Höhepunkte bereit: Am Freitag trat das Ensemble Dorky Park aus Berlin mit dem Stück „Megalopolis“ im Thalia Theater auf; […] im harten, aggressiven "Physical Theatre" verausgaben sich die Tänzer bewundernswert bis an den Rand der Erschöpfung, ihre Körper pumpen, die Lumpen, die sie tragen, sind bald durchnässt. […] Es ist das Chaos der Verzweiflung, das auf der Bühne regiert, sie füllt und leert gleichermaßen, ein Sog entsteht, dem sich niemand entziehen kann. […] So endet das letzte Wochenende der Lessingtage. Mehr glanzvolle Vielfalt geht nicht.
Hamburger Abendblatt über das Berliner Gastspiel „Megalopolis“

Gut 100 Minuten Texte zum Buddhismus haben Regisseurin Maria Ursprung und Dramaturgin Sandra Küpper für die Bühne eingerichtet, ergänzt durch Tanz, Rituale sowie erläuternde Gespräche. […] Immer wieder entspinnen sich an diesem knapp vierstündigen Probennachmittag angeregte Unterhaltungen. Mit Exkursen von der Frauenordination bis zu Lessings Toleranzbegriff. Und auch die eigene Identität wird mal eben infrage gestellt. Etwa mit den Versen des Herz-Sutra: "Form ist nichts als Leere, Leere ist nichts als Form", heißt es in dem bekannten Lehrstück. Es ist ein sinnliches Erlebnis, wenn die Schauspieler all diese Texte intonieren. Der zum Teil recht komplexe Inhalt erschließt sich in dieser langen geballten Nacht gewiss nicht in Gänze. […] Doch so schön und eindringlich vorgelesen erreichen die Worte den Hörer unmittelbar. Der Weg mag verwirrend sein. Aber der Klang ist klar.
Hamburger Abendblatt über „Die Lange Nacht der Weltreligionen“

Das Thalia-Festival „Um alles in der Welt – Lessingtage 2011“ hat alle Erwartungen übertroffen […] Die 58 Veranstaltungen, darunter Gastspiele aus Russland, China, Österreich, Estland, Kolumbien und Brasilien, sahen 16.910 Zuschauer.
Frankfurter Rundschau

Thalia Theater

Thalia-Premiere
Don Carlos
von Friedrich Schiller
Am 22. Januar um 20 Uhr im Thalia Theater

Burgtheater Wien
Die Jüdin von Toledo
von Franz Grillparzer
Am 25. und 26. Januar jeweils um 20 Uhr im Thalia Theater

Lin Zhaohua Theatre Studio, Peking, China
Der Unterhändler
von Xu Ying
Am 28. und 29. Januar jeweils um 20 Uhr im Thalia Theater

Maly Drama Theatre – THEATRE DE L’EUROPE, St. Petersburg, Russland
Leben und Schicksal
nach dem Roman von Wassili Grossman
Am 31. Januar und 1. Februar jeweils um 19.30 Uhr im Thalia Theater
Unterstützt von Ernst & Young, Implico GmbH und der Hans-Kauffmann-Stiftung

Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin / Constanza Macras, Dorky Park
Megalopolis
Am 4. Februar um 20 Uhr im Thalia Theater

Nathan der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing mit dem Sekundärdrama "Abraumhalde" von Elfriede Jelinek
Am 6. Februar um 19 Uhr im Thalia Theater

Abschlussdiskussion der Lessingtage 2011
Interkulturelle Freundschaft oder geschlossene Gesellschaft?
Für eine kosmopolitische Stadtkultur der Zukunft
Am 6. Februar um 21 Uhr im Thalia Theater, im Anschluss an die Vorstellung „Nathan der Weise“

Thalia Gaußstraße

Uraufführung
Falling Man
von Don DeLillo
Deutsch von Frank Heibert
Für die Bühne bearbeitet von Sandra Strunz und Beate Heine

Ballhaus Naunynstraße, Berlin
Verrücktes Blut
von Nurkan Erpulat und Jens Hillje, frei nach dem Film „La Journée de la Jupe“
Am 23. Januar um 20 Uhr und 24. Januar um 11 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Invasion!
von Jonas Hassen Khemiri
Am 25. Januar im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Theater NO99, Tallinn, Estland
Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt
Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper
Am 26. Januar um 20 Uhr und am 27. Januar um 20.30 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Lesung
Melda Akbas: So wie ich will – Mein Leben zwischen Moschee und Minirock Kooperation mit der Thalia Buchhandlung
Am 26. Januar um 18.30 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Burgtheater Wien
Philotas
von Gotthold Ephraim Lessing
Am 27. Januar um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Ensemble Wuatapuy, Bogotá, Kolumbien
La Intitulada
Am 29. Januar um 20 Uhr und am 30. Januar um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Heimathafen Neukölln, Berlin
ArabQueen oder Das andere Leben
Neukölln-Trilogie 3. Teil
nach dem Roman von Güner Balci
Am 31. Januar um 19 Uhr und am 1. Februar um 11 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Ermöglicht durch die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung

Atropa.Die Rache des Friedens
von Tom Lanoye
Am 31. Januar um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Coletivo Improviso, Rio de Janeiro, Brasilien
OTRO (or) weknowitsallornothing
von Enrique Diaz und Cristina Moura
Am 2. und 3. Februar jeweils um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Koproduktionen: FFT Düsseldorf, Theater im Pumpenhaus Münster, Kunstwerk e.V.
Gesellschaft für reale Märchen - Abteilung D
von Vernesa Berbo, Branko Šimić
Am 4. Februar um 20 Uhr und am 5. Februar um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Münchner Kammerspiele
Späte Nachbarn
Zwei Séancen von Alvis Hermanis nach Geschichten von Isaac B. Singer
Deutsch von Ellen Otten und Larissa Rabe
Am 5. Februar um 19.30 Uhr und am 6. Februar um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Besonderes

Vortrag
Das Ende der weißen Weltherrschaft
von Peter Scholl-Latour
Am 24. Januar um 20 Uhr im Thalia Theater

Eine Aktion des Thalia Theaters und des Hamburger Abendblatts
Wir müssen, müssen Freunde sein
Hamburger laden Freunde ins Theater ein
Zu den Vorstellungen am 2., 4., 5. und 6. Februar im Thalia Theater

Lesung
Ich umarme Sie – in Gedanken
Ein Briefwechsel von Gotthold Ephraim Lessing und Eva König
Am 24. Januar um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Foyer)

Konzert
um alles in der Welt –
Musikalisch unterwegs mit dem Hamburger Quartett Salut Salon
Am 27. Januar um 20 Uhr im Thalia Theater

Konzert und Film
Harold Rubin
Live-Konzert mit Harold Rubin, John Hudges (Bass) und Dirk Achim Dhonau (Drums) sowie Dokumentarfilm „Magnificent Failure“ (Israel, 2008)
Am 30. Januar um 20.30 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Foyer)

Pilotprojekt und Clubabend
Lessing 2.0: Freiheit, Freundschaft, Facebook
Ein Experiment des Thalia Theaters und des Radio-Senders N-JOY
Am 4. Februar um 20.30 Uhr in der Theaterbar Zentrale

Lange Nacht der Weltreligionen. Hinduismus – Buddhismus
Eine Kooperation der Akademie der Weltreligionen und des Thalia Theaters
Am 5. Februar um 18 Uhr im Thalia Theater
Unterstützt von der Udo-Keller-Stiftung

Abschlussdiskussion der Lessingtage 2011
Interkulturelle Freundschaft oder geschlossene Gesellschaft?
Für eine kosmopolitische Stadtkultur der Zukunft
Am 6. Februar um 21 Uhr im Thalia Theater, im Anschluss an die Vorstellung „Nathan der Weise“
In der Stadt

Stadtführung 1
Mit Lessing rund um den Gänsemarkt
Am 23. Januar um 11 Uhr und 6. Februar um 15 Uhr, Treffpunkt Lessing-Denkmal, Gänsemarkt

Stadtführung 2
Mit Lessing durch die Speicherstadt
Am 30. Januar um 11 Uhr, Treffpunkt vor der Katharinenkirche (Turmportal)

Stadtführung 3
Lessing und die Aufklärung in Altona
Am 23. und 30. Januar jeweils um 15 Uhr, sowie am 26. Januar und 2. und 6. Februar jeweils um 11 Uhr, Treffpunkt vor der Apotheke Holstenstraße/Ecke Nobistor

Thalia Treffpunkt

Ausstellung
Ideen aus Neuwiedenthal
Bilder und Objekte von Kindern und Jugendlichen
Ausstellungseröffnung am 23. Januar um 17 Uhr im Ausstellungsraum Verband Druck und Medien, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg
Ausstellung vom 23. Januar bis 5. Februar, jeweils 17 – 20 Uhr

Lessing-Stoffsammlung
Kunst- und Performance-Aktion von Kindern und Jugendlichen aus Hamburg
Am 24. Januar ab 11 Uhr und vom 25. Januar bis 4. Februar, montags bis freitags jeweils zwischen 9 und 13 Uhr vor dem Thalia Theater, Gerhart-Hauptmann-Platz

Lessing-Parcours
Outdoor-Performances zwischen Gerhart-Hauptmann-Platz und Lessing-Denkmal
Am 24. Januar ab 11 Uhr auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz Begrüßung durch den Intendanten des Thalia Theaters, Joachim Lux

Lesung mit Musik
Haymatloz
Ferne, Fremde, Heimat … los!
Am 24. Januar um 18 Uhr im Thalia Gaußstraße (Garage)

VHS-Seminar
Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch – Zur Aktualität Lessings
Eine Kooperation der Volkshochschule mit dem Thalia Theater
Am 27. Januar und 3. Februar von 18.30 Uhr bis 20 Uhr, VHS-Zentrum Mitte (Schanzenstraße 75)
Inkl. Besuch der Vorstellung „Nathan der Weise“ am 6. Februar um 19 Uhr im Thalia Theater

Mut(stücke)
Tanz-Text-Performance von Jugendlichen
Am 2. Februar um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Mein Stück Lessing
Unterwegs im Thalia Theater
Am 3. Februar um 18 im Thalia Theater (verschiedene Spielorte)


Eröffnungsvortrag der Lessingtage 2011 von Peter Scholl-Latour

Peter Scholl-Latour ist seit vielen Jahrzehnten und auch noch heute, mit weit über achtzig Jahren, rund um den Globus unterwegs. Im Rahmen des Thalia-Festivals „Um alles in der Welt – Lessingtage 2011“ spricht er über das nahende Ende der Weltherrschaft des „Weißen Mannes“, die vor 500 Jahren mit den Eroberungen der Spanier und Portugiesen begann.

Das Programmheft zum Herunterladen


Die Lessingtage 2011 werden ermöglicht durch

Die Lessingtage 2011 werden präsentiert von

Wir müssen, müssen Freunde sein

Hamburger laden Freunde ins Theater ein

Freundschaft verpflichtet – wer weiß das nicht. Sie fordert Verantwortung, Vertrauen und Wahrhaftigkeit ein. So verstanden ist sie ein politisches Programm, ein soziales, ein humanes. Und ein enthusiastisches, das in der deutschen Kultur tief verankert ist: von Schillers „Alle Menschen werden Brüder“ über seine weltumspannende Freundschaftsutopie („Don Carlos“) bis zu Lessings Traum der Versöhnung der verfeindeten Religionen und Kulturen („Nathan der Weise“). Anlässlich der Lessingtage rufen das Thalia Theater und das Hamburger Abendblatt auf: Bringen Sie einen Freund mit! Jemanden, der schon immer mal mit ins Theater wollte, jemanden, der sich den Theaterbesuch nicht leisten kann, jemanden, der aus einer anderen Kultur kommt, einen alten Menschen, für den ein Theaterbesuch schwierig geworden ist, oder einen jungen Menschen, der vielleicht noch nie auf die Idee kam, das Theater zu besuchen. Gehen Sie zum Freundschaftspreis ins Thalia Theater, auf die zweite Karte gibt es einen Nachlass von 25%. Und vielleicht haben Sie ja Lust, die Geschichte Ihrer Freundschaft zu erzählen: Einzelne Freundespaare werden vom Hamburger Abendblatt porträtiert. So werden die Lessingtage lebendiger Begegnungsort unserer Stadt. Denn: „Es ist so traurig, sich allein zu freuen.“ (Gotthold Ephraim Lessing)

Joachim Lux, Intendant des Thalia Theaters:
"Was wären Städte ohne die soziale und kulturelle Gemeinschaft derer, die dort leben? Nichts! Nicht mehr jedenfalls als ein Sammelsurium von Menschen, die nichts verbindet außer der Tatsache am gleichen Ort zu leben. "Wir müssen, müssen Freunde sein", sagt Lessing. Übersetzt heißt das: wir müssen gerade in Hamburg unser soziales Leben selbst in die Hand nehmen. Von sozialer Kälte oder von der Notwendigkeit des interkulturellen Dialogs reden - das kann jeder. Aber was tun wir eigentlich konkret? Was könnte man tun? Zum Beispiel, sich gegenseitig einladen - nicht zu Grillparties oder Weihnachts-feiern, sondern zu einem kulturellen Miteinander, zum Beispiel im Thalia Theater. Um so zwischen verschiedenen Generationen, sozialen Schichten und - mehr denn je - auch zwischen kulturellen Herkunftsorten ganz praktisch und alltäglich die kulturelle und soziale Gemeinschaft unserer Stadt für die Zukunft zu gestalten."


Die Aktion „Wir müssen, müssen Freunde sein“ gilt für folgende Vorstellungen (25% Nachlass auf die 2. Karte): Don Carlos am 2. Februar, Megalopolis am 4. Februar, Lange Nacht der Weltreligionen am 5. Februar und Nathan der Weise am 6. Februar.

Eine Aktion des Thalia Theaters und des Hamburger Abendblatts

  

Thalia Pfadfinder


Im Rahmen des neuen Programms Thalia Migration startete Anfang November das Projekt Thalia Pfadfinder. Bis Februar 2011 haben 15 Studentinnen und Studenten mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, das Theater von innen kennen zu lernen. Begleitet von Dramaturgen, Regieassistenten und Theaterpädagogen beschäftigen sie sich mit einem DER Urstoffe des europäischen Theaterkanons: Hamlet. Ziel dieses Förderprogramms ist es, junge Menschen partizipativ in das Theatergeschehen einzubinden und ihnen die Aktualität und Bedeutung des Theaters als Kulturgut und dessen gesellschaftlichen Wert zu vermitteln. Über die Auseinandersetzung mit dem literarischen Stoff und den darin enthaltenen Grundthemen nähern sich die jungen Erwachsenen den drängenden Fragen des 21. Jahrhunderts an. Sie lernen das Theater als einen Ort kennen, der den Debatten um Gesellschaft, Demokratie und Moral eine greifbare Form verleiht und nicht dem Anspruch genügen will, Kultur als Arbeit, als Disziplin und Intellektualität zu begreifen. Während der Lessingtage 2011 bekommen die Thalia Pfadfinder als exklusive Festivalblogger einen Lessingpass und damit freien Eintritt zu allen Vorstellungen und Veranstaltungen. Eine eigene Plattform auf der Thalia Homepage gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen während des Festivals mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Thalia Pfadfinder wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von

Weitere Infos zu Thalia Migration finden Sie hier.

Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch – Zur Aktualität Lessings

VHS-Seminar

Gotthold Ephraim Lessing gilt als führender Vertreter der deutschen Aufklärung und wurde mit seinem vielseitigen Werk zu einem der Vordenker für das neue Selbstbewusstsein des Bürgertums. Welche Überzeugungskraft haben Lessings Argumente, Forderungen und Ziele heutzutage? Speziell in einem post-humanistischen, globalisierten Zeitalter, in denen Fundamenta-lismen jeglicher Art (in Religion, Politik, Wirtschaft) den Menschen immer mehr zu dominieren scheinen? Im Rahmen der Lessingtage sollen in einem zweiteiligen Seminar diese Fragen und andere diskutiert werden. Bestandteil des Kurses ist auch der Aufführungsbesuch von Nathan der Weise in der Inszenierung von Nicolas Stemann im Thalia Theater.

Am 27. Januar und 3. Februar von 18.30 Uhr bis 20 Uhr, VHS-Zentrum Mitte (Schanzenstraße 75) Inkl. Besuch der Vorstellung Nathan der Weise am 6. Februar um 19 Uhr im Thalia Theater

Leitung Jan Roidner
Anmeldung unter www.vhs-hamburg.de, Kurs Nr. 3910MMM01
Kosten 14 Euro Kursgebühr und Theaterkarten (ermäßigt)

Eine Kooperation der Volkshochschule mit dem Thalia Theater
THEATER BISTRO KNALLFROSCH

THEATER BISTRO KNALLFROSCH

Während der Lessingtage 2011 macht der Golden Pudel Club das Partyprogramm für die Zentrale.

Und zwar so:

Samstag 22. Januar
RvdS

Dienstag 25. Januar
DJ DSL

Freitag 28. Januar
Rüftata110

Samstag 29. Januar
DJ DC Schuhe

Samstag 5. Februar
Helena Hauff & Phuong Dan

Sonntag 6. Februar
Tauderlandschaft mit Assemble

Während der Lessingtage 2011 macht der Golden Pudel Club das Partyprogramm für die Zentrale.

Und zwar so:

Samstag 22. Januar
RvdS

Dienstag 25. Januar
DJ DSL

Freitag 28. Januar
Rüftata110

Samstag 29. Januar
DJ DC Schuhe

Samstag 5. Februar
Helena Hauff & Phuong Dan

Sonntag 6. Februar
Tauderlandschaft mit Assemble

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