"Liebe und andere Unglücksfälle"

Liebe und andere Unglücksfälle
Das Jourist-Quartett spielt russische Konzerttangos

Dazu gibt es Texte von Iwan Bunin und Vladimir Sorokin

Nicht aus Buenos Aires, Helsinki oder Paris – aus Russland stammen die Tangos des Jourist Quartetts. Namensgeber des Quartetts ist der 2007 verstorbene Akkordeon-Virtuose Efim Jourist. Der aus Russland stammende Wahlhamburger führte die russische Seele und den argentinischen Tango zusammen. Eine Mischung aus Feuer und Passion, die auch schon hanseatische Theatergrößen begeisterte. So lud Ulrich Tukur 2002 Jourist als Experten für musikalischen Weltschmerz zu seinem Heinrich-Heine-Projekt „Ich hab im Traum geweinet“ ein. Heute wird das Jourist Quartett von dem Kontrabassisten Johannes Huth geleitet. Auch der ist ein alter Theaterhase, der unter anderem schon am Schauspielhaus und am St.-Pauli-Theater gearbeitet hat. Das Jourist Quartett zählt zu den besten deutschen Tangoensembles und war u.a. bei so renommierten Festivals wie dem Beethoven Festival Bonn, dem Rheingau Musik Festival und dem Schleswig-Holstein Musik Festival zu Gast. Konzertreisen führten es nach Italien, Österreich und Finnland. Der Besetzung nach nimmt sich das Jourist Quartett wie eine einfache Volksmusik- oder Tanzkapelle aus: Bajan (gespielt von Jakob Neubauer) – ein russisches Knopfakkordeon – eine schluchzende Violine, eine Rhythmus gebende Gitarre und ein Kontrabass kommen hier zusammen. Doch die Musiker sind klassisch ausgebildete Virtuosen mit Sinn für Grenzüberschreitungen. Der Gitarrist Christian Schulz etwa ist sonst als klassischer Sologitarrist unterwegs. Und Violinist Edouard Tachalow kann nicht nur Zigeunergeiger, sondern ist auch Konzertmeister beim Symphonieorchester in Groningen. Im Thalia in der Gaußstraße spielen sie die „vier russischen Jahreszeiten“ von Efim Jourist, die „vier argentinischen Jahreszeiten“ von Astor Piazzolla und weitere russische Konzerttangos.

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