L´Universal Schattensenat

feat. Bernadette La Hengst
Eine Electro-Pop-Performance mit true stories aus Ghana, Burkina Faso und Mali

Hamburgs Senat wird abgeschoben, denn Europa braucht eine neue Flüchtlingspolitik. Der neue Schattensenat steht schon bereit. Zehn junge Männer aus Ghana, Burkina Faso und Mali, die über Lampedusa in Hamburg gestrandet sind, stellen in der St. Pauli Kirche ihre Visionen vor und öffnen die Türen zur Welt.
Ist Europa das lang ersehnte Paradies, eine beauty queen, ein sexy dream oder doch eher die bitch, die nur auf Diamanten und Kupfer aus ist? Ist Hamburg also nur ein zufälliger Ort auf der Landkarte?
Die Sehnsucht nach der Heimat macht aus jedem Song einen politischen Appell: With your colonial love policy - we will be free.
Der Schattensenat singt sich ins Licht, aus den Rändern der Stadt der versteckten Flüchtlingsheime, der Brücken in St. Pauli, der kalten Kirchenfußböden und der engen Wohncontainer, mitten rein in unser Leben. Nicht als geduldete Gäste, sondern als Protagonisten unserer Gesellschaft. Wir bleiben hier.

Künstlerische Leitung und Musik Bernadette La Hengst Video Wanja Saatkamp Dramaturgie Sandra Küpper / Andreas Langkamp Es spielen und musizieren Bernadette La Hengst / Zehn Lampedusa-Flüchtlinge

Eintritt frei, eine Spende wird erbeten.
Adresse: Pinnasberg 80, 20359 Hamburg


Seit der Urlesung von Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ mit Thalia-Schauspielern und Flüchtlingen der Gruppe Lampedusa in St. Pauli, die im September unter großer Beteiligung des Publikums stattfand, steht Hamburgs aktuelle Flüchtlingssituation im Fokus der Theaterleitung. Der Spielplan des Thalia Theaters beschäftigt sich in Stücken wie „Bye Bye Hamburg“, „Hanumans Reise nach Lolland“ und ganz konkret in dem Theaterfestival „Um alles in der Welt – Lessingtage 2014“ mit Kolonial- und Flüchtlingsgeschichte – der diesjährige Schwerpunkt der Lessingtage liegt auf der Verbindung von Europa und Afrika.
Bernadette La Hengst und zehn Flüchtlinge der Gruppe Lampedusa in St. Pauli laden am 18. Dezember zur musikalischen Kunstaktion „L’Universal Schattensenat“ ein. Spontan  ins Leben gerufene Aktionen wie diese legen noch einmal die realen Parallelen der heutigen Flüchtlingssituation zur Kolonialgeschichte offen.

Am 9. Februar 2014 wiederholen wir den Abend mit Bernadette La Hengst unter dem Titel Die Gruppe Lampedusa in St. Pauli im Thalia in der Gaußstraße.


Pressestimmen zu L’Universal Schattensenat
L’Universal Schattensenat
feat. Bernadette La Hengst

 
An Electro-Pop-Performance with true stories from Ghana, Burkina Faso and Mali
 
The Hamburg Senate is being deported because Europe needs new immigration policies. The new shadow senate is ready to take over. Stranded in Hamburg (via Lampedusa), 10 young men from Ghana, Burkina Faso and Mali present their visions in the St. Pauli church and open the doors to the world.
Is Europe the long-desired paradise, a beauty queen, a sexy dream or is it just a bitch that feeds on diamonds and copper? Is Hamburg just an incidental spot on the map? A yearning for the homeland makes every song a political appeal: with your colonial love policy - we will be free.
The shadow senate sings itself into the light, out of the marginalised corners of the city, out of the hidden refugee camps. Out from under the bridges of St. Pauli, up from the cold church floors and the small living containers. Directly into the centre of our lives. Not as tolerated guests but as protagonists of our society. We are here to stay.



L’Universal Schattensenat
feat. Bernadette La Hengst


Une performance électro-pop à partir d'histoires vécues du Ghana, du Burkina Faso et du Mali

Le Sénat de Hambourg est expulsé, car l'Europe a besoin d'une nouvelle politique à l'égard des réfugiés. Le nouveau Sénat de l'ombre est prêt : dix jeunes hommes originaires du Ghana, du Burkina Faso et du Mali, ayant échoué à Hambourg via Lampedusa, présentent à l'église de St. Pauli leur vision des choses tout en ouvrant les portes du monde.
L'Europe est-elle le paradis tant désiré, une reine de beauté, un rêve érotique ou une scélérate qui ne s'intéresse qu'au cuivre et aux diamants ? Hambourg n'est-elle qu'un point de chute aléatoire sur la carte ?
La nostalgie et le mal du pays donnent à chaque chanson une dimension politique : With your colonial love policy - we will be free (avec votre politique d'amour colonial, nous serons libres).
Le Sénat de l'ombre chante pour accéder à la lumière, sortant des banlieues, des camps de réfugiés clandestins, des ponts de St. Pauli, des dalles froides des églises et des mobile-homes pour atterrir au plein cœur de nos vies. Non pas comme des invités qu'il faut supporter, mais comme des acteurs à part entière de notre société. Nous allons rester ici.



Kommentare

Hamburger Bürger-Bündnis gegen Gewalt
Sehr geehrter Herr Lux,
heute las ich im Hamburger Abendblatt, dass Sie auch beim Hamburger Bürger-Bündnis gegen Gewalt dabei sind.
Ich bin ziemlich sicher, dass Sie zumindest (anders als die Berichterstattung im Hamburger Abendblatt), dabei die Gewalt von ALLEN Seiten meinen. Anders als einige Ihrer Mitstreiter, die heute im Abendblatt zitiert sind (z.B. Herr Melsheimer).
Sehr beeindruckt war ich von der szenischen Lesung des Jelinek-Stückes in der St. Pauli Kirche. So muss Theater sein. Das ist Bürgerengagement im allerbesten Sinn. Ich gehe davon aus (und bin eigentlich auch überzeug davon), dass Sie sich in diesem Sinn in diesem Bürgerbündnis engagieren werden und zwar für Dialog, Deeskalation, Mäßigung und Recht auf Stadt. Ich fürchte, das Abendblatt stellt alles relativ einseitig dar, leider. Deshalb schicke ich Ihnen mein Schreiben an den Chefredakteur des Abendblatt (der ja zu Briefen aufforderte).
Mit den besten Grüßen an den Leiter meines Lieblingstheaters
Andrea Herzog

Andrea Herzog, 10.01.14

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