Heinz Krämer - Werner Hornig Sextett

Heinz Krämer - Werner Hornig Sextett
Humoristische politische Tanzmusik
Konzert


Das Heinz Krämer-Werner Hornig Sextett wurde im Jahre 1993 von Klaus Meinhardt (Gesang, Gitarre) , Volker "Zack" Michalowski (Gesang, Kamm) und Christian Schirrmeister (Gesang, Schlagzeug) in Hamburg gegründet und avancierte bald zur Hausband des legendären Heinz Karmers Tanzcafé, das meist zur Hamburger Domeröffnung (ein benachbarter Jahrmarkt auf dem Heiligengeistfeld) Konzerte gab. Meinhardt hatte als Bassgitarrist bereits in den legendären Hamburger Schule Bands „Kolossale Jugend“ und „Mastino“ Erfolge gefeiert. Auch Volker Michalowski hatte sich seit 1989 mit der Dresdner Punkband „Fehlschicht“ einen Namen gemacht und parallel zur Entstehung des Sextetts eine Schauspielerkarriere gestartet. Er spielt heute sowohl auf Theaterbühnen als auch in bekannten Spielfilmen, wie „Das Leben der Anderen“ (2006), „Inglorious Bastards“ (2009) und „Grand Budapest Hotel“ (2014). Christian Schirrmeister ist neben seiner Funktion als begnadeter Taktgeber auch als Arrangeur und Dramaturg des Ensembles tätig.
1994 gesellte sich Ando Yoo (Kontrabass) zum Sextett dazu. Auch er hatte bereits so gegensätzliche Musikerfahrungen als Mitglied des klassischen Hamburger Jugendorchesters und der Industrial-Noise-Band „Dolche“ gesammelt. Zu Beginn waren es noch selbst vertonte Texte des Dichters Klabund (1890 - 1928), die die Grundlage der Songs bildeten. Das Pseudonym des als Alfred Henschke geborenen Schriftstellers ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern Klabautermann und Vagabund und weist schon auf die abgründigen Themen seiner Texte hin. Zum Beispiel handelt das vom Sextett vertonte Gedicht „Leiferde“ von einem tödlichen Eisenbahnattentat, das 1926 an gleichnamigen Ort von zwei Landstreichern verübt wurde. Die „Ballade“ ist das Klagelied eines Pianisten, der als Kind einer Prostituierten ausgesetzt wurde und nun in einer Spelunke Klavier spielt. Und das Lied „Lichterfelde Ost“ beschreibt Leben und Sterben eines Mädchens in der Berliner Vorstadt. Um sich endlich den Traum vom Sextett, einer Band mit der Besetzung aus 6 Musikern zu erfüllen, konnte man um 1998 Ebba Durstewitz (Gesang, Cello, Glockenspiel, Keyboard) und Johann Popp (Marimbaphon, Ukulele, Triangel) als Mitstreiter gewinnen. Durstewitz ist durch die Gründung des Duos „JaKönigJa“ mit Jakobus Siebels und als Backgroundsängerin der Elektro-Blaskapelle „Die Vögel“ schon seit vielen Jahren international bekannt. Johann Popp ist der bunte Hund der Hamburger Musikszene, er spielte als Teenager ebenfalls im Hamburger Jugendorchester und war Schlagzeuger der Bands „Tempelfreuden“, „Dolche“ und „Die Erde“. Als Gitarrist ist er bis heute im experimentellen „Boyds Elektro Gitarren Orchester“ aktiv und vertont Werke von Rhys Chatham, Lois V Vierk und Glenn Branca. Aus Ermangelung von neuen Texten des Dichters Klabund, der früh starb und daher nur ein schmales Ouvre hinterließ, gewinnen mit den Jahren immer mehr eigene Kompositionen und Texte von Klaus Meinhardt die Oberhand im Repertoire des Heinz Krämer-Werner Hornig Sextetts. Heute stehen sowohl Klabunds Gassenhauer, sowie Meinhardts komplexere und zeitgenössische Ton- und Textschöpfungen auf dem Programm. Ach ja, wer sind eigentlich die Namensgeber des Sextetts, Heinz Krämer und Werner Hornig ? Nun, die Bandgründer sinnierten in den frühen 90ern über einen geeigneten Namen und fanden ihn auf Umwegen über die Leidenschaft zum Fussball bei den beiden Spielern Heinz Hornig (*1937, 1. FC Köln) und Werner „Eia“ Krämer (1940-2010, HSV und VfL Bochum). Um Regressansprüchen zu entgehen, wurden kurzerhand die Namen vertauscht. Der Kenner weiß jedoch bescheid.

Und das Sextett war ein Traum, der nun wahr geworden ist !

Für das Konzert am 18. März 2015 im Nachtasyl des Thalia Theaters wird das Sextett durch den DJ Alexander Kasbohm vom Brandy Startup DJ Team der Hasenschaukel unterstützt.


 

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