[fi'lo:tas]

nach Gotthold Ephraim Lessing
Regie Roger Vontobel


Gastspiel Schauspielhaus Bochum
Bochumer Premiere am 4. Januar 2014, Kammerspiele

Auf dem Boden ein quadratischer Teppich aus Staub. Ein junger Mann kniet darauf, kratzt mit den Fingern Runen in den Staub, in diese merkwürdige Gefühlswüste im Format eines Kinderzimmers. Es ist die Geschichte von John Walker Lindh, dessen Biografie zunächst im amerikanischen Sinne gewöhnlich verlief. Er ging auf die Highschool, aufs College. Doch dann der Bruch: Er konvertiert zum Islam, geht nach Pakistan und findet endlich seine Aufgabe: Er will fürs Vaterland sterben. John Walker Lindh ist jener Amerikaner, der während des Afghanistan- Krieges für Schlagzeilen sorgte, weil er auf der Seite der Taliban kämpfte. Ein amerikanischer Terrorist.
Roger Vontobel, der inzwischen an vielen großen deutschen und internationalen Häusern arbeitet und zuletzt „Die Nibelungen“ in einer beeindruckenden 5-stündigen Fassung am Schauspielhaus Bochum auf die Bühne brachte, hat mit „[fi‘lo:tas]“ vor zwölf Jahren sein Regiedebüt am Schauspielhaus Hamburg inszeniert. Die Schauspielerin Jana Schulz, mit der er zahlreiche weitere Inszenierungen erarbeitet hat, war schon damals seine Solodarstellerin. Für die Lessingtage 2014 nehmen sie ihre Interpretation von Lessings Drama, die heute wie damals aktuell ist, zahlreiche Auszeichnungen und Festivaleinladungen erhielt und für
beide ihren Durchbruch bedeutete, erneut auf.

Regie Roger Vontobel Bühne Mario Winkler Licht & Video Dirk Hermeyer Licht (Bochum) Wolfgang Macher Sounddesign Tobias Wursthorn
Es spielt
Jana Schulz

Im Anschluss an die Vorstellung Gespräch mit Roger Vontobel und Jana Schulz.
[fi‘lo:tas]
by Gotthold Ephraim Lessing
Direction Roger Vontobel


A square carpet of dust. A young man kneels and scratches runes into this strange emotional wasteland. Roger Vontobel, who recently brought an impressive version of “Die Nibelungen” to the stage, combines the story of American Taliban fighter John Walker Lindh with Lessing’s drama. A superb solo performance by Jana Schulz.

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