Eröffnungsrede zum Thema "Aufruhr"

Foto: Thomas Struth
Die Lessingtage werden in jedem Jahr von bedeutenden Persönlichkeiten der interkulturellen Gesellschaft eröffnet. So waren in den letzten Jahren Ilija Trojanow, Navid Kermani, Liao Yiwu und Auma Obama im Thalia Theater zu Gast. In diesem Jahr wird der amerikanische Soziologe Richard Sennett das Festival mit einer programmatischen Rede zum Begriff des Aufruhrs als Phänomen unserer Zeit eröffnen. Richard Sennett, in Chicago geboren, lehrt Soziologie und Geschichte in New York und London. Seine hochaktuellen Gesellschaftsanalysen sind international viel beachtet und werden weit über die Grenzen der Soziologie hinaus rezipiert. In seinen zugänglichen Schriften hat er sich in den letzten Jahren vor allem den modernen Lebenssituationen des Menschen und ihren Auswirkungen auf dessen emotionalen Zustand gewidmet. Die urbane Großstadt und die in ihr regierenden Gesetze der Arbeitswelt, die zunehmend von neuen Dimensionen des Kapitalismus geprägt ist, erscheint hier als Biotop der Isolation, Ohnmacht und Orientierungslosigkeit des Einzelnen. Im Thalia Theater wird der 71-jährige Kultursoziologe, Philosoph und Autor zum ersten Mal über den Zustand des Aufruhrs als gesellschaftliches Phänomen sprechen und ihn abgeleitet von Nietzsches Theorien bis heute weiterdenken.

Eintritt frei, Zählkarten erforderlich (erhältlich ab 1. Dezember an der Tageskasse des Thalia Theaters)


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