Brockdorff Klang Labor

Release-Konzert

Brockdorff Klang Labor (GER) – Die Fälschung der Welt!

„Die Fälschung der Welt“ hat sich längst über das Handschuhfach der schnellen Versprechen in unser aller Leben gemogelt. Das war vor uns so und wird wohl auch nach uns so bleiben. Da dürfen Meisterfälscher der Baureihe Kujau nur noch neidisch mit den Pinseln wedeln. Die massiven Fälschungen innerhalb der Weltpolitik können wir gegebenenfalls noch decodieren. Aber was ist, wenn wir nach der Wahrheit suchenden Popkultur-Checker selbst wehrlos der „Fälschung der Welt“ zum Opfer fallen? Oder das Für und Wider in Sachen Neue Medien und Musik oder die aktuelle GEMA-Diskussion: Was ist gut und was ist falsch? Weiß das wirklich noch jemand? All diese und noch viele andere Fragen stellte und stellt sich auch das Leipziger Trio Brockdorff Klang Labor. Innerhalb ihrer ersten Single-Auskopplung „1989“ benutzen sie die in jenem Jahr stattgefundenen Brachialum-wälzungen als aktionistischen Teppich für eine ur-persönliche, erwärmende Geschichte. Solch umsichtige Handhabe koppelt ja dann doch schon ertragreich an die Songwriting-Schule eines Paddy McAloon oder Green Gartside an. Beifall auch dafür. Ihr definitiver Manifest-Song „Festung Europa“, der sich völlig folgerichtig auf dem elften Platz der SPEX-Redaktionscharts 2011 wiederfinden durfte, hinterfragt den europäischen Gedanken mit Hilfe eines magnetisierenden, britisch-tümelnden Synthpop Korridors, verbunden mit Atmosphären, die dich an die plüschig-kantige Doppelbödigkeit des einstigen The Beloved-Schmeichlers „Sweet Harmony“ erinnern. Hier verhandeln Brockdorff Klang Labor die unumwundene Tatsache, dass das freie, große Umarmungs-Europa nur einen Steinschlag von einer Festung entfernt ist. In ihrer Heimatstadt Leipzig toben dieser Tage unnachgiebige Kämpfe, geführt von der einheimischen Stadtbevölkerung gegen die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern. Und dies gepaart mit einem unerträglichen, rassistischen Unterton. Festung Leipzig...Festung Deutschland ...Festung Europa!

"Großartig (…) eine neue Körperpolitik die auf den Dancefloor zurückkehrt” - 5 von 5 Sternen MUSIKEXPRESS / Oktober 2012

"Es ist wirklich zum Niederknien mit welcher Leichtigkeit hier Guy Debord, T.S. Eliot, Eiszapfen aus dem Synthie und hinreißend gesungene und überaus kluge Texte kombiniert werden." - Rolling Stone / Oktober 2012
 
„Ein Beat, ein Break ein Turn to Moll. Toll!“ Platte des Monats – Kreuzer / Oktober 2012

"Die Fälschung der Welt" ist tanzbare Tiefsinnigkeit, leichtfüßig und gehaltvoll.“ tonspion.de

Eintritt: VVK 8,80 Euro (www.tickets.de) AK 10 Euro


 

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