Best of Unart

Best of Unart
Jugendperformances  aus Berlin, Dresden, Frankfurt am Main und Hamburg
Jugendwettbewerb und Festival für multimediale Performances


„unart“ ist eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung in Kooperation mit dem Thalia Theater Hamburg, dem Maxim Gorki Theater Berlin, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Schauspiel Frankfurt am Main.
4 x 7 unart-Gruppen haben Anfang 2014 in vier Städten ihre 15-minütigen Performances Expertenjurys präsentiert. Die jeweils zwei besten auswärtigen Gruppen kommen nun zu „Best of unart“  nach Hamburg ans Thalia Theater und treffen hier auf die zwei Hamburger Preisträgergruppen. Die Jugendgruppen zeigen selbst entwickelte Performances à 15 Minuten über das eigene Leben und über das, was sie in der Welt bewegt. Die multimedialen Projekte kombinieren verschiedene Kunstformen von Tanz, Musik und Gesang über Video, Malerei und Theater. Unterstützt wurden die Jugendlichen von professionellen Künstler-Coaches.  

Keine Rollen, keine fremden Welten und ferne Zeiten – sondern wir, hier und jetzt. Dabei gilt: Keine Vorschriften, kein Drehbuch. Künstlerische Freiheit, das Eigene, Individuelle mit neuen, vielleicht ungewohnten Ausdrucksmitteln zu entdecken und zu zeigen. So bietet unart allen Zuschauern – mittlerweile zum vierten Mal – die Gelegenheit, sich mit einem Ausschnitt des Lebens und der Lebensvorstellungen von Jugendlichen auseinanderzusetzen.

Moderation: Frederic Haselon (18), Charlotte Haselon (19) und Kian Pfitzner (17)
Coaching: Alina Gregor (freie Regisseurin)

Die Schöne und das Biest (Dresden)                                         
Performer_innen: Rosa Blens (17), Anna Fiedler (15), Lucia Lamas (16), Laura Schneider (17), Paula Schönig (17), Elisabeth Schrödter (15)
Coach: Ivana Sajevic (Puppenspielerin / Performerin)

Hallo Schönheit! Sind Sie gerade entspannt wie nach einem herrlichen Urlaub? Fühlen Sie sich wohl in ihrer Haut? Sprühen Sie vor guter Laune und strahlen Sie in jede Himmelsrichtung? Könnten Sie die Welt umarmen und ihr sagen, dass Sie sich in ihr wohlfühlen? Nein? O.K. Sie müssen dringend etwas für sich tun, um sich wieder besser zu fühlen! Es gab da mal einen, der hat gesagt, das wichtigste im Leben wäre es, die Schönheit zu bewahren!

Beschränkte Verkehrs Gefährten (Berlin)
Performer_innen: Ebru Aydogan (16), Duygu Beydogan (16), Adetina Caramba-Coker (15), Kevin Halat (16), Seba Nazary (15), Mathilda Rademacher (15), Esra Sahin (15), Kübra Soysal (15), Özlem Yildirim (16), Gamze Yilmaz (17)
Coach: Marie S. Zwinzscher (Theatermacherin und Performerin)
Kooperationspartner: Hermann Hesse Schule (Gymnasium)
Dank an: alle durchgeknallten U-Bahn Fahrgäste

Sehr geehrte Fahrgäste,
wir laden Sie ein zu einer Fahrt Richtung Maxim Gorki Theater. Machen Sie sich gefasst auf ihren Alltag. Sie werden sich auf der Bühne wiedererkennen. Bei Risiken lesen Sie den Fahrplan oder fragen Sie den Fahrkartenkontrolleur. Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt. Mit freundlichen Grüßen, Ihre Beschränkten Verkehrs Gefährten. 

S C H R E I [B] M A S C H I N E  (Frankfurt am Main)
Performer_innen : Franziska Kirsten  (19), Damian Ludig (16), Amy Pitellos (18), Felicitas Ziebarth (17)
Coach: Ajda Tomazin (Choreografin und Performerin)
Dank an: die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt

Das Leben ist ein Spiel.
Spielen wir!
Spielen wir?

#Resistanbul – Try it with peace
Performer_innen: Lena Leuendorf (16), Björn Leuendorf (14),  Pia Wördemann (15), Mike Beuchling (15)
Coach: Özlem Demirci (Performerin, Schauspielerin und Theaterpädagogin)

Seit Lena im Mai 2011 das erste Mal an einem Schüleraustausch mit der Türkei teilgenommen hat, hat sie eine Familie in Istanbul. Die Gastfreundschaft der türkischen Freunde hat zu einigen weiteren Besuchen geführt.  Leider ist der Gegenbesuch der türkischen Freunde durch die Visumspflicht schwierig. Umso wichtiger sind Facebook, Twitter und Skype. Seit dem 28.05.2013 ist die Türkei in Aufruhr. Lena hat an diesem Tag erstmals durch Facebook erfahren, dass in Istanbul nicht alles wie immer war. Komische Informationen ihrer türkischen Freunde wie „Glaubt der türkischen Presse nicht“ wurden gepostet. Dann erfuhr Lena, dass eine Freundin zu den ersten Verletzten gehörte… 

Pause.............Pause.........Pause.........Pause.....................................................

Homokonsumens (Dresden)
Performer_innen: Charlotte Cremer (16), Kriemhild Hamann (16), Hanna Meyer (14)
Coach: Katharina Bill (Performerin)
Kooperationspartner: Stadtteilhaus Äußere Neustadt e.V. (Ulla Wacker)
Dank an: Fleischerei Creutz, Fleischerei During, Spiel und Schreib Woigk, Hot Spot (Ronnie Haberland)

Die drei Performerinnen setzen sich mit der Überflussgesellschaft auseinander. Sie diskutieren über globale Missstände und reflektieren ihr eigenes Konsumverhalten. Sie öffnen volle Kühlschränke und zählen ihre Pullover. Sie fragen sich: Wer bin ich inmitten des Überflusses? Was macht mich glücklich und was erdrückt mich? Bin ich ein schlechter Mensch und darf ich Fleisch auf der Bühne benutzen, wenn ich es danach wegschmeißen muss?

Meine Welt (Frankfurt am Main)
Performer_innen: Naima Ali (16), Joel Delgado Mera (13), Pia Heck (15), Bianca Hektor (16), Jessica Pott Pelegri (13), Leon Richter (12), Nico Schauermann (16)
Coach: Judith Senger (Regisseurin und Theaterpädagogin)
Kooperationspartner: Helen-Keller-Schule Rüsselsheim (Kirsten Schneider und Veronika Stamm)

Wir leben auf einem anderen Stern als ihr. Wir schweben durchs All, wir kämpfen Star Wars. Wir sind alle kleine Prinzen und jeder liebt seine Rose. Meine Rose ist mein Wii-Controller, mein Ball, mein Laserschwert, mein Teddy, mein Malbuch, mein Labello, mein Buch „Der kleine Prinz.“ Was macht unseren Alttag aus? Was ist wichtig? Jeder lebt auf seinem eigenen Planeten. Auf welchem lebst du?

FourInOne (Hamburg)
Performer_innen: Rumy Callahui-Voß (19), Daniel Milanovic (18), Muhammed Esat Arslan (19), Siham Refaie (20)
Coach: Philipp van der Heijden (Tänzer und Choreograf)

Vier unterschiedliche Kulturen, vier unterschiedliche Köpfe und eine Leidenschaft, die sie alle eint.
Daniel, Siham, Rumy und Lorena kennen sich vom Tanzen. Für diese gemeinsame Leidenschaft sind sie schon weit gereist und viel herum gekommen, haben an Battles teilgenommen und Ihr Können sogar in einer polnischen Fernsehshow unter Beweis gestellt. Mit ihrer Performance über eine besondere Freundschaft, ihr ganz eigenes Verständnis von der Hip Hop Kultur und ihre verschiedenen Wurzeln, die u.a. in Ägypten, Algerien, Spanien, Serbien und Italien liegen, möchten die Vier sich nun an eine Performance wagen, die Gesang und Tanz.

Tabu! (Berlin)
Performer_innen: Alina Bachmann Cantallops (16), Miriam Buß (18), Alicia Gutewort (17), Morgane Hirsch (16), Jermain Meyer (17), Jason Ospalski (16), Luisa Ortiz (16), Nadine Öz (16), Natalija Radulovic (16), Nadine Schlüter (17), Timo Wiese (16)
Coach: Elisa Duca (Choreographin und Tänzerin)
Partnerorganisation: Willi-Graf-Gymnasium in Lichterfelde

In unserer Performance beschäftigen wir uns mit den 60er Jahren und dem Ausbrechen aus der gesellschaftlichen Norm damals und heute. Bei unserer bunten Gruppe kam also eine vielseitige „Tabuliste“ zustande. Ein paar Beispiele davon sind: Hitlergruß auf der Bühne, mit Essen herumspielen, sich daneben benehmen, Tortenschlacht, Publikum beschimpfen, Autoritäten beschimpfen, die Schachtel von dem Spiel „Tabu“ kaputtmachen, in der Öffentlichkeit rülpsen, Popel essen, ein Mädchen schlagen, in der Öffentlichkeit über Sex sprechen, sich verrückt anziehen, schön anziehen und daraufhin eine Schlammschlacht machen, etc. Mit dieser Liste versuchten wir uns also nun, während unseres Probenprozesses an das Thema heranzutasten. Wir diskutieren, probieren und erfahren unsere eigenen Grenzen. Viel Spaß beim Ergebnis! 


Am 30. April um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße



Mein Kommentar

Bitte verschicken Sie keine Karten- oder sonstige Anfragen über die Kommentar­funktion. Über die Kommentar­spalte gestellte Anfragen werden nicht beantwortet. Für Fragen zu Programm etc. steht Ihnen das Karten­telefon unter 040. 32 814 – 444 oder die Email­adresse theaterkasse@thalia-theater.de zur Verfügung.