Angriff auf die Freiheit

Angriff auf die Freiheit
Ilija Trojanow und Juli Zeh stellen ihr neues Buch vor

Datenbanken, Überwachungskameras, Plastikkarten, Freundschaften im Internet: Was soll daran so schlimm sein? Der Staat möchte die biologischen Merkmale der Bürger kennen. Die Wirtschaft kann gar nicht genug Informationen über die Vorlieben ihrer Kunden sammeln. Arbeitgeber suchen mit illegalen Überwachungsmaßnahmen nach schwarzen Schafen unter ihren Mitarbeitern. Die Warnungen vor Terror und Wirtschaftskriminalität lenken genauso wie die Bequemlichkeiten von Internet und Plastikkarten von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. Der wird kein freier Mensch mehr sein. Nirgendwo wird er eine Privatsphäre finden, in der er tun und lassen kann, was er will, ohne sich zu sorgen, dafür Rechenschaft ablegen zu müssen. Bevor es so weit kommt, intervenieren Juli Zeh und Ilija Trojanow mit einer engagierten Kampfschrift. Wie viel sind uns unsere Bürgerrechte noch wert, fragen sie. Wer bedroht unsere Demokratie stärker: militante Islamisten oder die Befürworter einer totalen Überwachung? Wie können wir uns gegen den schleichenden Verlust unserer Freiheit wehren? 

Das Buch „Angriff auf die Freiheit“ ist ein informatives Pamphlet gegen Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und den Abbau bürgerlicher Rechte.

Ilija Trojanow, 1965 in Bulgarien geboren, Weltreisender und vielfach ausgezeichneter Autor des Bestsellers „Der Weltensammler“ (2006), hat schon in „Kampfabsage – Kulturen bekämpfen sich nicht, sondern fließen zusammen“ mit querdenkerischen Thesen auf sich aufmerksam gemacht. Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, gelernte Juristin und Absolventin des Literaturinstituts Leipzig, erhielt zuletzt den Carl-Amery Literaturpreis und äußert sich immer wieder zugespitzt zur aktuellen politischen Lage, ihr neuer Roman „corpus delicti“ erschien 2009. In Zusammenarbeit mit dem Carl Hanser Verlag

Moderation: Joachim Lux

Thalia Gaußstraße, 23. September, 20 Uhr

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