Africa

Oscar van Rompay hat zwei Leben: Zusätzlich zu seinem Leben als Schauspieler in Belgien betreibt er eine kleine Baumplantage in Kenia, d.h. in der einen Hälfte des Jahres lebt er in Europa, in der anderen in Afrika. Als Schauspieler hat er bisher Terroristen, Kinder, Farmer oder Mörder gespielt, in dem autobiografischen Monolog „Afrika“ spielt er nun seine bisher wohl schwierigste Rolle: sich selbst. Als Unternehmer aus dem Westen, der in Kenia versucht, seinen Platz zu finden, erzählt er gleichzeitig die universelle Geschichte eines Menschen, der auf der Suche nach einem Platz ist, in einer Gesellschaft, die ihm fremd ist. Es ist eine Geschichte der Sehnsucht, Projektionen und Ängste. Regisseur und Autor Peter Verhelst führt das Publikum hinein in die Illusion, um sie vor dessen Augen zerplatzen zu lassen – denn Afrika wie die Theaterbühne sind Orte projizierter Sehnsüchte, die sich nicht erfüllen. Den Monolog „Afrika“ schrieb Verhelst, einer der wichtigsten Vertreter der flämischen Literatur, basierend auf Gesprächen mit Oscar van Rompay über dessen Leben in Kenia. Der Schauspieler Oscar van Rompay ist am Thalia übrigens kein Unbekannter: Er ist hier regelmäßig in der deutschbelgischen Koproduktion „Front – Im Westen nichts Neues“ in der Inszenierung des belgischen Regisseurs Luk Perceval zu sehen.

Im Anschluss an die Vorstellung am 29. Januar findet ein Gespräch mit Oscar van Rompay und Luk Perceval (Leitender Regisseur am Thalia Theater) statt.

Regie Peter Verhelst Bühne Peter Verhelst, Luc Goedertier Kostüme An De Mol Ensemble Oscar Van Rompay

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