Vorstellungen am Dienstag, 16. Juli 2013

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Joachim Lux

Joachim Lux

Intendant

Joachim Lux, 1957 in Münster geboren, studiert 1976 bis 1982 Germanistik und Geschichte an den Universitäten Münster und Tübingen und leitet dort Theater und Musikfestivals. Von 1984 bis 1999 arbeitet er als Dramaturg, Chefdramaturg und Regisseur in Köln, Düsseldorf und Bremen. Von 1999 bis 2009 ist er zehn Jahre lang Mitglied der künstlerischen Direktion des Wiener Burgtheaters, zunächst als Dramaturg, später als Chefdramaturg. 

Während dieser Zeit pflegt er die Zusammenarbeit mit wesentlichen Regisseuren des zeitgenössischen Regietheaters wie Karin Beier, Jan Bosse, Andrea Breth, Frank Castorf, Barbara Frey, Dimiter Gotscheff, Sebastian Hartmann, Hans Kresnik, Andreas Kriegenburg, Wilfried Minks, Christiane Pohle, Falk Richter, David Mouchtar-Samorai, Christoph Schlingensief, Nicolas Stemann u.a. Von ihm betreute Aufführungen werden mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Joachim Lux hat verschiedene Lehraufträge (Max Reinhardt-Seminar, Wien; Goetheinstitut, Bogota/Kolumbien), arbeitet für die Salzburger Festspiele und wird in verschiedene Jurys berufen (Festival „Impulse“ der Off-Theater; „Stückemarkt“ des Berliner Theatertreffens). Außerdem leitet er von 2004 bis 2008 den „Dramatikersalon“ beim Berliner Theatertreffen und lädt hierzu zahlreiche zeitgenössische Autoren ein (Tankred Dorst, Händl Klaus, Gert Jonke, Falk Richter, Roland Schimmelpfennig, Ilija Trojanow, George Tabori und Urs Widmer).

Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit ist in all diesen Jahren die Pflege von Gegenwartsautoren wie Elfriede Jelinek, Gert Jonke, Tankred Dorst, Händl Klaus, Vladimir Sorokin u.a. Elfriede Jelinek nimmt, seitdem er sie Mitte der Achtziger Jahre kennen lernt, als sie noch als unspielbar galt, eine Sonderstellung ein und betreut sie auch am Wiener Burgtheater, wo sie den jahrelangen Boykott ihres Heimatlandes Österreich durchbricht, von Nicolas Stemann triumphal aufgeführt wird und schließlich den Nobelpreis für Literatur bekommt.

Joachim Lux inszenierte in der Vergangenheit u.a. Schuberts „Winterreise“, Jelineks „Sportstück“ und Rainald Goetz „Jeff Koons“ und bearbeitet Texte für die Bühne (Schnitzlers „Traumnovelle“, Hermann Hesses „Steppenwolf“, Jelineks „Sportstück“ als Opernlibretto für die Staatsoper unter den Linden, Berlin).

Außerdem erscheinen zahlreiche Publikationen, Interviews, Buchveröffentlichungen, Vorträge und Essays über Thomas Brasch (Suhrkamp Verlag Frankfurt), Tankred Dorst (Merlins Zauber, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2001), Dimiter Gotscheff (Vorwerk Verlag, Berlin 2008), Elfriede Jelinek (Praesens-Verlag, Berlin 2008; Theater der Zeit), Gert Jonke (Herausgeber aller Stücke, Jung und Jung Verlag, Wien 2008), Heiner Müller, Christoph Schlingensief u.a., sowie diverse Texte für Theater heute.

Seit Herbst 2009 ist Joachim Lux als Nachfolger von Jürgen Flimm und Ulrich Khuon Intendant des Thalia Theaters in Hamburg.

Beiträge

Die Zukunft des Theaters auf der Bühne der Metropole

Seriöse Prognostik ist schwer. Wer behauptet, in die Zukunft blicken zu können, traut sich einiges. Außerordentlich beliebt ist momentan wieder einmal die Übung, Momentaufnahmen des Gegenwärtigen mit der Glaskugel ideologisch aufzuladen – derzeit eher dystopisch denn utoplsch. Urheber der sich jäh ins Gegenteil verkehrenden Erwartungen sind die Phänomene Digitalisierung und Globalisierung als reale und radikal transformierende Prozesse der Gegenwart - mit entsprechenden Wirkungen auf Politik, Gesellschaft und auch auf die kulturelle Praxis. Ursprünglich als Heilsbringer verehrt und erwartet, repräsentieren sie nun für viele das Urböse.
vom 20.09.2018

Shakespeares Kriege – Shakespeares Sehnsucht nach Frieden

Kriege sind ganz offensichtlich die Wegbegleiter der Entwicklung des homo sapiens. Jedes Jahrtausend, jedes Jahrhundert, jede Generation versucht Kriege zu vermeiden und führt sie (meistens) doch. Das älteste Antikriegsdrama der Menschheitsgeschichte sind „Die Perser“ des Aischylos. Hiervon ausgehend soll es um einen Schriftsteller gehen, der mehrere tausend Seiten und mithin viele Jahrzehnte seines Lebens mit der Schilderung von Machtkämpfen und Kriegen verbracht hat. Er ist der bedeutendste Dramatiker der Weltliteratur: William Shakespeare. Ob er davon fasziniert  oder angewidert war, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass er für all seine Stücke Stoffvorlagen hatte – mit einer Ausnahme: Am Ende seines Lebens versucht Shakespeare mit seinem letzten Stück gegen alle Lebenserfahrung Abstand von Macht und Krieg zu gewinnen. Ist das überhaupt möglich? „Der Sturm“ ist Shakespeares einziges Drama, das er völlig frei erfunden hat. Es ist das Vermächtnis eines Dichters, der den Frieden sucht.
vom 20.09.2018

DISSOZIATION UND IDENTITÄT - Teil 1

Vortrag im Rahmen der 15. Langeooger Woche der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie „Dissoziation und Gegenwart“, 2017
vom 06.07.2018

DISSOZIATION UND IDENTITÄT - Teil 2

Vortrag im Rahmen der 15. Langeooger Woche der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie „Dissoziation und Gegenwart“, 2017
vom 06.07.2018

Kulturpolitik Hamburg: "Da muss der beste Senator hin!"

Hamburgs Kulturpolitik fehlt ein Chef. Nicht nur das macht diese vier Kreativen unruhig. Ein Streitgespräch Interview: Maximilian Probst und Christoph Twickel
vom 29.12.2017

Thalia-Intendant Lux kritisiert G20-Konzert als "obszön"

Hamburg. Der Intendant des Hamburger Thalia Theaters, Joachim Lux, hat das G20-Konzert für die Staats- und Regierungschefs am Freitag in der Elbphilharmonie scharf kritisiert. "Das ist ein obszöner, ja pornografischer Missbrauch von Kunst.
vom 07.07.2017

Absolutes Vertrauen

Mit Barabara Kisseler ist eine bewundernswerte Kulturpolitikerin gestorben Von Joachim Lux
vom 30.11.2016

Interview mit Joachim Lux im CCTV (China Central Television)

Ein Gespräch über den interkulturellen Austausch des Thalia Theaters mit China anlässlich des Gastspiels von "NIBELUNGEN! Der ganze Ring" beim Wuzhen Theater Festival am 21.+22. Oktober 2015
vom 16.12.2015

"Wir sind in einer hypersensibilisierten Situation"

Interview mit Joachim Lux und Karin Beier von Maike Schiller (Abendblatt) über das Engagement der Hamburger Theater für Flüchtlinge, veröffentlicht am 22. Oktober 2015
vom 16.12.2015

Die Idee der Lessingtage – Zwischenbilanz nach fünf Jahren

Der Titel „Lessingtage“ klingt zunächst old-fashioned, schul- und studienratsverseucht. Hippness geht anders.
vom 22.12.2014

Nachruf auf Dimiter Gotscheff

Hamburger Abendblatt, 21.10.2013
Joachim Lux vom 21.10.2013

„Die Witwe fordert ein Mindestmaß an Gerechtigkeit“

Bibelarbeit beim Evangelischen Kirchentag in Hamburg, 2. Mai 2013 von Joachim Lux
vom 14.10.2013

Das Theater der Zukunft - Über die Vorteile einer uralten Kulturtechnik

Vortrag im Rahmen der Psychotherapietage des Kinder- und Jugendalters, Langeoog 29.5. 2012 von Joachim Lux
vom 14.10.2013

Kunst und Demokratie

Gespräch mit Armgard Seegers/ Hamburger Abendblatt anlässlich der Bundestagswahl im September 2013Armgard Seegers
vom 14.10.2013

Russland-Gastspiele des Thalia Theaters in St. Petersburg und Moskau

Erlebnisbericht von Joachim Lux. Erschienen im Hamburger Abendblatt am 27./28.102012
vom 12.11.2012

Welcome Days

Rede beim Senatsempfang anlässlich der Hamburg Welcome Days am 21.10.2011 von Joachim Lux
vom 24.10.2011

Ein Festival für Hamburg

Dankesrede anlässlich der Verleihung des Max-Brauer-Preises 2011 an Joachim Lux, 31.8. 2011
vom 31.08.2011

Von den Rhodopen in den Goldenen Käfig - Gotscheffs „frühe Jahre“

Ansprache anlässlich der Verleihung des Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung an die Gotscheff-Familie am 8. Mai 2011
Joachim Lux vom 09.05.2011

KULTURPOLITIK: Kultur ist überflüssig!

Vorträge, Essays, Artikel und Interviews zur Kulturpolitik in Hamburg von/mit Thalia-Intendant Joachim Lux
Joachim Lux vom 03.03.2011

Zwischen Elite, Kunst und Quote

Ein Essay von Joachim Lux In leicht gekürzter Form zuerst veröffentlicht in "Theaterheute" März 2010
Joachim Lux vom 09.03.2010

Geld oder Leben! Das Schreckliche ist immer des Komischen Anfang

Elfriede Jelinek im e-Mail-Verkehr mit Joachim Lux
vom 29.09.2009

Theater ohne Autoren: Ist die Zukunft dramatisch?

Impulsreferat beim Berliner Theatertreffen 2008 Von Joachim Lux
Joachim Lux vom 28.09.2009

Das Theater erfindet sich täglich neu...

Perspektiven für die Zukunft unserer Kultur im 21. Jahrhundert. Vortrag von Joachim Lux Überseeclub Hamburg, Montag, 23. Februar 2009
Joachim Lux vom 28.09.2009

Gotscheff, der Veterinärmediziner

Von Joachim Lux
Joachim Lux vom 28.09.2009

Die Heimat, der Tod und das Nichts

42.500 Zeichen über die Heimatdichterin Elfriede Jelinek: kurz und bündig Von Joachim Lux
Joachim Lux vom 28.09.2009
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