Pressestimmen zu Neverland

„'Neverland' ist ein meisterlich getricktes und getrickstes Verwirrspiel, so fett gefüttert, daß auch aktuelle Anspielungen auf die Proteste in Hong Kong, Landraub in Chile oder Gentrifizierung in Berlin darin Platz haben, auf die Bühne gebracht von einem motivierten und eingespielten Ensemble.“ - Jens Fischer, nachtkritik.de, 13.10.2019

 

„Denn obwohl der Abend wie jeder gute Trip eine geradezu archaische Symbolik entfaltet, ist all das Drogenhafte, sind alle diese (alp)traumartigen Visionen, Teil einer gut geölten Motivmaschine auf Hochtouren.“ - Jens Fischer, nachtkritik.de, 13.10.2019

 

„'Neverland' arbeitet zwar mit spärlichen Mitteln, doch werden diese höchst effektiv zu surrealen Symbolwelten zusammenklamüsert. Mehr noch als bildstark ist "Neverland" allerdings textstark. Während die Bildmittel minimalistisch eingesetzt werden klotzt der Text von Nunes und Anne Haug mit allen Mitteln, die die dunkle Seite kulturkritischer Magie zu bieten hat.“ - Jens Fischer, nachtkritik.de, 13.10.2019

 

„Aus Texten, Bildern und Musik schrauben Regie und Ensemble ein dunkles Spiegelkabinett zusammen. Dazu kommt das babylonische Sprachgewirr, das auf der Bühne herrscht: [...] Meistens wird eine Form von Englisch auf der Bühne gesprochen, hin und wieder aber auch die jeweilige Muttersprache oder einfach eine ganz andere.“ - Jens Fischer, nachtkritik.de, 13.10.2019

 

„Aus der Vielsprachigkeit begibt sich so etwas wie ein Pfingstwunder der etwas anderen Art: Jeder spricht in seiner Sprache, doch alle verstehen einander. Wer im Zuschauerraum damit überfordert ist, hält sich an die Übersetzungshilfen oder taucht in eine Musik- und Bilderwelt ein, die deutlich von der Ikonographie religiöser Darstellungen und christlicher Symbolik geprägt ist und von der Traurigkeit und Melancholie des portugiesischen Fado-Gesangs.“ - Monika Nellissen, Welt, 14.10.2019

 

„Faszinierend schöne, fantastisch bildstarke und verblüffend einfache Impressionen (Bühne: Matthias Koch). [...] 'Bereise deinen Kopf und du bereist die Welt', heißt es. Darauf sollte man sich einlassen.“ - Monika Nellissen, Welt, 14.10.2019

 

„Electra Hallman aus Stockholm wirkt in ihrer Rolle fragil, sehnsuchtvoll und unnahbar zugleich.“ - Katharina Manzke, Szene Hamburg, November 2019

 

„Zum Schluss geht aber alles auf und mündet in einem Gefühl von Traurigkeit.“ - Katharina Manzke, Szene Hamburg, November 2019

 

„'Neverland' erzählt nicht Peter Pan nach, sondern nutzt dessen dynamische Welt und einige Figuren daraus, um eine 'heutige und fantastische Erzählung über Zusammenleben, Reisen und die Angst vor dem tickenden Krokodil' sowie vieles mehr auszubreiten. Ästhetisch gelingt dies auf wunderbare Weise. Ein internationales Ensemble aus neun Nationen schmeißt sich voll rein in eine Zauberwelt, in der alles möglich ist und ständig Überraschungen passieren. Man wechselt nahtlos zwischen Deutsch, Englisch, Russisch und Französisch (Übertitel übersetzen) und doch scheinen sich alle zu verstehen – inklusive Publikum.“ - Thomas Joerdens, Nordseezeitung, 14.10.2019

 

„'Neverland' überzeugt mit shakespeare-artiger Einfachheit, großartigen Einfällen und einer abgedrehten Rahmenhandlung.“ - Thomas Joerdens, Nordseezeitung, 14.10.2019

 

„Man erwarter Zauber, man erwartet Fabulieren, man erwartet Action - und man bekommt das alles auch.“ - Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt, 14.10.2019

 

„Wie so oft entsteht das Theater bei dem Regisseur aus dem Fast-nichts, das Vorstellung und Spiellust erst befeuert.“ - Ruth Bender, Kieler Nachrichten, 15.10.2019

 

„Aenne Schwarz spielt George grandios zwischen Spielkind und Biest. An den Keyboards findet Anna Bauer dem Düstermärchen seinen entrückten Sound dazu. Und Peter Pans „verlorene Jungs“ fungieren als griechischer Chor in vielen Rollen – mal verschlafene Schulkinder,
mal gruselig verroht wie im Herr der Fliegen.“ - Ruth Bender, Kieler Nachrichten, 15.10.2019

 

„Die Idee, ein internationales Ensemble zusammenzubringen und spielend den Peter Pan-Kosmos zu erforschen, ist großartig: Wofür stehen die Generationen, was verbindet, was trennt, was bedeutet es eigentlich, erwachsen zu sein, zusammen zu leben. Welch eine Chance!“ - Katja Weise, NDR Kultur, 13.10.2019

 

„'Neverland' - ein Spielplatz für Erwachsene“ - Katja Weise, NDR Kultur, 13.10.2019

 

„Bilderstark und assoziativ“ - Birgit Scholz, Hamburger Morgenpost, 14.10.2019

 

„Eingehüllt ist das in im Grunde eher schlichte Bilder von großer, surrealer Schönheit (Bühne: Matthias Koch), die von Anna Bauer musikalisch ausstaffiert werden. - Rolf Stein, Kreiszeitung, 15.10.19