Rezensionen zu "Die Rote Zora"


Wir sind die Schüler und Schülerinnen der Kath. Schule St. Paulus aus der Kult(o)ur-AG von Frau Mehnert. Das Stück „Die Rote Zora“ hat uns sehr beeindruckt und wir waren alle total begeistert. Hier nun unsere Begründung:

Im Mittelpunkt stand ein Mädchen, eine weibliche Hauptperson fanden wir positiv.

Die-Rote Zora ist wie Pippi Langstrumpf für Jugendliche.

Auswahl der Schauspieler war sehr gelungen. Man hat ihnen die Rollen abgenommen. Stichwort: Authentizität.

Unterschiedliche Bühnenbilder mit guten Effekten

Guter Bezug zur aktuellen Situation in der Welt (Schere arm und reich)

Barmherzigkeit steht im Mittelpunkt. Ein Mann öffnet sein Herz für die fremden Kinder und bietet Schutz

Viele Emotionen, die das Publikum gut nachvollziehen konnten

Die Klamotten haben zu den jeweiligen Schauspielern gepasst

Pavel war unserer Meinung am lustigsten und war somit unser Lieblingsschauspieler

Das Stück hat uns gezeigt das auch Frauen stark sind und sich einsetzen können

Das Stück war für uns alle sehr unterhaltsam

Die Rote Zora gefiel uns besser als Tschick

Das Stück war sehr spannend und interessant

Jeder Charakter aus dem Stück war einzigartig und somit besonders

Lieder die im Stück eingebaut waren passten sehr gut

Das Stück erschien sehr real

Wahre Freundschaft zwischen der roten Zora und der Bande

Fantasievoll

Das Stück zeigte Mut und Stärke

Die Romantik im Stück war nicht zu viel aber auch nicht zu wenig

Die Zeitlupenbewegungen waren sehr gut improvisiert

Das Stück kann genauso sich im realistischen Leben abspielen

Starke Kinder die zusammen halten

Das Stück wurde für alle Altersgrenzen gespielt

Die Rote Zora war ein eigentlich trauriges Stück dennoch wurde Humor gezeigt

Dazu wird auch gezeigt wie gut man es eigentlich bei sich Zuhause hat

Das Stück ist sehr gut nachzuvollziehen

Die Charaktere haben nicht ganz so viel geredet sodass es auch nicht langweilig wurde
Liebe Grüße von der Kultour AG.




Ich setze Tag und Nacht den Himmel in Bewegung. Ich tanze mit dem Wind und mit dem Regen

Mit dem Lied Dernière Danse von Indila beginnt die Inszenierung der „Roten Zora“ am Thalia Theater. Wie passend das Lied für diesen Kontext ist, zeigt sich schnell. Ein Mädchen, welches dem Sturm an Unfreundlichkeiten und Feindseligkeiten trotzt, einen letzten Tanz im Unwetter tanzt und so dieses übersteht.
„Die rote Zora“ von Kurt Held, im Original von 1941, findet in der Umsetzung von Thomas Birkmeir einen Anschluss an die Moderne. Hier ist die Rote Zora ein Kriegsopfer, welches über das Meer kam und Unterschlupf sucht. Zusammen mit ihrer Bande an Verstoßenen trotzt sie einem ausbeuterischen System und einem korrupten Bürgermeister. Über das gesamte Stück verstreut lassen sich kleine Anspielungen auf politische Streitfragen finden, sei es die Flüchtlingskrise, eine blinde Justiz oder Korruption. Leider wirken diese Anspielungen oft plump, es fehlt ihnen hier an der Raffinesse, mit der andere Stücke des Thalia Theaters aufwarten. Zumal sich die Frage stellt, wie wichtig solche politische Meinungsbildung für ein Kinder- und Familienstück ist.
Ganz und gar nicht plump wirken hingegen die Charaktere, die sehr schön von den einzelnen Schauspielern porträtiert werden. Jeder Einzelne mit ganz distinkten Charakterzügen, die sehr schön zur Geltung kommen. So fällt es dem überwiegend jungen Publikum leicht, sich mit der Roten Zora oder dem Waisenkind Branko zu identifizieren. Überraschend für diese junge Zielgruppe ist doch die etwas düstere Umsetzung des Stückes, besonders der Anfang. Eine Beerdigung, eine herzlose Großmutter, feindselige Bürger. Selbst vor dem toten Hund, welcher im Buch eine tragende Rolle spielt, schreckt man nicht zurück und so wird dieser eingelegt in Formalin am Ende des Stückes gezeigt. Für die durchschnittliche Altersgruppe wirken diese Bilder vielleicht sehr verstörend und angsteinflößend.
Doch neben diesen beklemmenden Szenen gibt es immer mal wieder etwas zu lachen!
Letztlich lässt sich sagen, dass es ein gelungenes Stück ist, welches mit Witz und Verstand aufwarten kann. Jedoch muss ich sagen, dass dieses Stück mehr ein Jugendstück und weniger ein Familienstück ist.
Lucas Ice Pfeffer, Elsa-Brändström-Schule Elmshorn, Jg 12, 17 Jahre