Pressestimmen zu Die Sehnsucht der Veronika Voss

„Regisseur Bastian Kraft hat seine ganz eigene Art, durch Videoprojektionen der Bühne eine weitere Dimension zu geben [...]. Das panoptische Glashaus, die große Leinwand, die die Bühne nach hinten begrenzt, die kaleidoskopischen Projektionen, die scharfen Schnitte (Bühne und Video: Peter Baur): Jeder Effekt hat seine Berechtigung und schafft eine klaustrophobische und gleichzeitig glamouröse Welt (all diese Frauen in wunderbaren Kleidern!), in der Überlebenskampf und sorgsam gelegte Fönwellen sehr nah beieinander liegen.“ - Szene
 
„Schlüssiges Fassbinder-Drama in der Gaußstraße: Noch bevor die Tragödie ihren Lauf nimmt, sorgt André Szymanski für das traurigste Bild des Abends. In rosa Abendrobe, auf Stöckelschuhen und mit blutrot geschminkten Lippen singt er „Memories Are Made of This". In seinem flackernden Blick spiegelt sich die Indentitäts- und Liebesverwirrung, die ihn, den Sportreporter Robert Krohn, ergreift. [...] Victoria Trauttmansdorff gibt mit hinreißender Hysterie, Verzweiflung und Kleinmädchencharme die blond perückte, abgehalfterte Filmdiva Veronika Voss. [...] Kraft hat der Vorlage nichts hinzugefügt, aber eine schlüssige, fabelhaft gespielte Theaterversion des Fassbinder-Stoffes abgeliefert. Und Marina Wandruszka legt einen wunderbaren Auftritt in Fassbinder-Maske hin.“ - Hamburger Abendblatt
 
„Jubel für das Drama einer Diva: Die fiktive Geschichte der zerbrechlichen Diva Veronika Voss (grandios: Victoria Trauttmansdorff) gibt es im Thalia in der Gaußstraße als packendes Drama zu sehen. [...] Die Theaterversion von Fassbinders berühmten Film ist ein schauspielerisches und audiovisuelles Erlebnis erster Güte – und am Ende auch noch spannend wie ein Thriller. Das Premierenpublikum jubelte. Wirklich sehenswert.“ - Bild
 
„Fassbinders Filmstoff fasziniert auch auf der Bühne im Thalia Theater: Regisseur Bastian Kraft verschachtelt, verschiebt, verschränkt die Ebenen. Das absurde Bühnendurcheinander ähnelt den jeweiligen Gefühlslagen der Hauptfiguren, die wie Gefangene ihrer eigenen Albträume durchs echte Leben stolpern. Alle Rollen sind durchweg toll besetzt. Vornweg begeistert Victoria Trauttmansdorff, die Veronika Voss als selbstverliebte und gleichzeitig völlig verunsicherte alternde Diva gibt. [...] Vor allem konzentriert sich das Stück auf die Liebe beziehungsweise auf deren Abwesenheit –so bleibt der Fassbinder-Stoff hochaktuell.“ - Nordsee-Zeitung