Pressestimmen zu Faust I+II, Premiere Thalia Theater

„So, wie Nicolas Steman den ,Faust I+II\' inszeniert, hat man ihn noch nicht gesehen. Seine Inszenierung ist selbst ein faustisches Ereignis, ein Grübeln und Ergründen, was dieses Drama im Innersten zusammenhält, was es bereithält - für uns heute.“ - Begründung der Jury für die Verleihung des 3sat-Preises des Berliner Theatertreffens 2012

 

„So konzentriert, leidenschaftlich und genau, wie Stemann den Doktor mit den zwei Herzen in seiner Brust auf uns Zuschauer loslässt, wird das Drama zeitlos, aktuell, aufregend. Faust ist Mephisto ist Gretchen, der Text wird zur dreistimmigen Goethe-Fuge. Das Reclam-Heft wird geschlachtet, aus Spaß wird Ernst, sobald der Kern aus dem Pudel raus ist und die junge Schöne (packend bei jedem Auftritt: Patrycia Ziolkowska) die nach ihr benannte Frage mit der Religion stellt. Faust sind wir alle in diesem Moment, und in vielen, die noch folgen.“ - Hamburger Abendblatt

 

„Weltklasse: Acht Stunden Faust-Marathon mit Standing Ovations! (...) Nicolas Stemanns „Faust“ ist das Theaterereignis des Jahres. [...] Konzentriert, intensiv, mit genauso vielen berührenden wie lustigen Momenten. Die Truppe, die hier agiert, hat den „Faust“ komplett im Griff. [...] Und das Urteil steht fest: das war Weltklasse, nicht weniger.“ - Hamburger Morgenpost

 

„Das Teuflische im Faust und das Faustische im Teufel, das ist die Kennmelodie für Nicolas Stemanns gesamte Inszenierung. [...]  [In „Faust II“ lässt er] seine ganz spezielle Theatermaschine plötzlich heiß laufen. Und die spuckt Einfälle aus wie geschmiert. [...] Der hoch komplizierte Goethe-Text überwuchert die Inszenierung. Dennoch durchbricht der „Faust II“- Teil [...] die glitzernde Oberfläche und stößt in Regionen vor, wo es weh tut.“ - Lübecker Nachrichten