In einer Bearbeitung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel

Desdemona verliert ihre Unschuld. Nicht jedoch durch ihre Taten, sondern durch Täuschung. Iago, die böseste Figur, die Shakespeare je geschaffen hat, täuscht den gutgläubigen Othello, getrieben von Eifersucht und Hass, indem er ihm den Gedanken einer angeblichen Schuld Desdemonas in den Kopf setzt. Nun ist Othellos Wahrnehmung der Welt um ihn herum getäuscht. Im Intriganten Jago sieht er seinen loyalen Freund, in seinem treuen Leutnant Cassio den Geliebten seiner Frau und in der ihn aufopfernd liebenden Desdemona eine ihn täuschende Hure. Je mehr Desdemona in Othellos Wahrnehmung die Unschuld verliert, um so mehr macht er sich selbst in seinem Wahn schuldig, indem er sie anklagt, beleidigt und schließlich unter seinem mächtigen Körper begräbt.

Die Neuübersetzung und Bearbeitung durch Zaimoglu und Senkel findet eine eigene Sprache, um den Hass, den Rassismus und die Liebe, die sich in Shakespeares Text verbergen, spürbar zu machen. Auf dem Flügel begleitet vom Jazz-Pianisten Jens Thomas, wird die Geschichte vom Untergang einer Liebe auf schmerzhafte Weise erfahrbar. Die Inszenierung von Luk Perceval, die 2003 an den Münchner Kammerspielen Premiere hatte und seitdem auf vielen internationalen Festivals zu sehen war, gehört ab der Spielzeit 2009/2010 zum festen Repertoire des Thalia Theaters.

Übernahme von den Münchner Kammerspielen

Premiere Thalia 13. September, 19 Uhr


Einführung jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn

Vorstellungen
  • 21.04.2010 20:00  - 22:00 UhrKaufen
Besetzung

Regie
Luk Perceval

Bühne
Katrin Brack

Kostüme
Ursula Renzenbrink

Musik
Jens Thomas

Dramaturgie
Marion Tiedtke

Darsteller
Nathalie Hünermund
Thomas Thieme
Matthias Leja
Thomas Niehaus
Wolfgang Pregler
Bernd Grawert
Peter Maertens
Julia Jentsch

Videos
Fotos
Beiträge
Pressestimmen
 
 
Kommentare