Aus dem Schwedischen von Jana Hallberg
Wer bin ich? Und wie viele? – Am Anfang steht nur ein Name: Abulkasem. Man weiß nicht viel über ihn, doch er wird bleiben, wachsen und die Welt beherrschen. Seine Geschichte beginnt in Europa, wo man seinen Namen aufgeschnappt und übermittelt hat. Abulkasem verändert sich, so oft er ausgesprochen wird und wandert wie ein Virus um die Welt. Er wird Angst, Schmerz, Freude und Begehren auslösen. Man sieht in ihm das Ungeheuerliche, das Fremde, aber auch die Liebe oder gar die Wunschbiografie. Jeder glaubt ihn zu kennen, aber niemand hat ihn je gesehen. Um ihn bilden sich Legenden und Mythen. Für die westliche Welt ist er ein Terrorist, für die arabische ein Verräter. Auch eine Forschergruppe jagt hinter ihm her, um zu begreifen, was sich hinter all den Widersprüchen und Differenzen versteckt. Jonas Hassen Khemiri, Sohn einer schwedischen Mutter und eines tunesischen Vaters, erzählt in seinem Stück von der kulturellen und sprachlichen Identität. Von dem, was Substanz und Ursprung aller Realität ausmacht. Wie eine Invasion ergießt sich die Vielfältigkeit und Möglichkeit der eigenen Identität über die Spieler in ihrer Suche nach Zugehörigkeit und Sicherheit.
Premiere am 3. Dezember im Thalia in der Gaußstrasse (Garage)








Also, mein Tipp. Ihr könnt super gerne die Schauspieler beibehalten, aber nehmt das nächste mal ein Stück, mit einem etwas klareren Geschehen, so das man überhaupt kapiert, was alles eigentlich soll.
Irma Plant, 21.01.10
und manchmal ist sprechen eben auch schon handeln. Davon kann der Autor eine Menge ERZÄHLEN. Die Inszenierung unterstreicht das aufs vortrefflichste!
Jon Stevens, 14.02.10
INVASION! ist das einfachste, klügste und aktuellste moderne Stück seit Langem. Wer dazu nix schreiben kann, sollte es einfach lassen.
Martin Wegmann, 14.02.10
Christel Müller-Schwefe, 20.02.10