Von Oscar Wilde
Deutsch von Elfriede Jelinek
Nach einer Übersetzung von Karin Rausch
Mit Musik von Rocko Schamoni u.a.

Ein Käfig voller Narren? - In Elfriede Jelineks deutscher Fassung zeigen sich die Figuren Wildes noch einmal anders: Zugespitzter, hysterisch überdrehter, überspannter in ihren Dialogen, werden sie durch die Sprache hierhin getragen und dorthin, ohne Sinn und Verstand. Wozu auch: es ist doch alles bloß Spiel! Was Wilde zu seiner Zeit nur anzudeuten wagte, kostet Jelinek in seinem ganzen grotesken und abgründigen Ausmaß voll aus: Es ist die erfindungsreiche Zuspitzung gesellschaftlicher Konflikte wie sie nur in Komödien möglich ist.

Englische „Gentlemen“ wollen sie sein, Algeron und Jack, aber leben, wie sie lustig sind, das wollen sie auch: als Bunbury und Ernst erspielen sie sich diese Welt des totalen Lustprinzips, wo alles sein darf, was eben Lust verschafft. Der Schein bestimmt das Sein, gelebt wird, was vorgeblich unterdrückt sein sollte. Nicht der Name, nicht die Liebe, selbst das Geschlecht ist unverbindlich. Warum sollten nicht Männer Frauen spielen, Männer die Frauen sein? Es lebe die Verstellung, das Narrentum, das Leben, die Kunst – es lebe das Bunburysieren! ... Wenn nur das elendige Geld nicht wäre. Ohne Geld hat es sich schnell ausgespielt. Oder? Was kommt danach? Vielleicht doch nur ein neues Spiel?

 

Premiere am 19. November um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

 

Gefördert durch

 

Eingeladen zu Radikal jung - Das Festival junger Regisseure

Vorstellungen
  • 17.03.2010 20:00  - 22:35 UhrKaufen
  • 08.04.2010 20:00  - 22:35 UhrKaufen
Besetzung

Regie
Anna Bergmann

Bühne
Jo Schramm

Kostüme
Claudia González Espíndola

Musik
Heiko Schnurpel

Darsteller
Julian Greis
Hans Kremer
Matthias Leja
Daniel Lommatzsch
Jörg Pohl
Sebastian Rudolph
André Szymanski

Fotos
Pressestimmen
 
 
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