Mit fünfundzwanzig Jahren, ungefähr im gleichen Alter wie seine Hauptfigur, schrieb Camus sein erstes Bühnenstück „Caligula“. Sich einer politischen Interpretation des Stückes erwehrend, bezeichnete er das Stück als Tragödie der Erkenntnis. Als der junge, römische Kaiser Caligula sich eines Tages in der Erkenntnis verliert, dass die Menschen sterben und nicht glücklich sind, fühlt er sich der Welt wie ein Fremder gegenüber gestellt. Sie scheint ihm absurd zu sein, ohne Sinn, ohne Unterschied zwischen Gut und Böse, Glück und Leid. Vom Verlangen nach dem Unmöglichen besessen, beginnt er, durch Mord und Verachtung den Menschen die Beliebigkeit aller Werte zu lehren. Seine Schreckensherrschaft breitet sich wie die Pest über das Reich aus. Caligula entvölkert die ihn umgebende Welt und tut zugleich alles, um seinen Gegnern Waffen an die Hand zu liefern. So willigt er in seinen eigenen Tod ein, um der Absurdität der Welt zu entfliehen. Caligula ist die Geschichte eines Selbstmordes auf höherer Ebene und zugleich die Geschichte des menschlichsten und tragischsten aller Irrtümer: das Leugnen der menschlichen Gemeinschaft. Es ist nicht möglich, alles zu vernichten, ohne sich selbst mit zu zerstören.

Eine Übernahme aus dem Deutschen Theater Berlin, ermöglicht durch die

 

Hamburg-Premiere am 1.Oktober um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Vorstellungen
  • 16.04.2010 20:00  - 22:00 UhrKaufen
  • 28.04.2010 20:00  - 22:00 UhrKaufen
  • 02.05.2010 19:00  - 21:00 UhrKaufen
Besetzung

Regie
Jette Steckel

Bühne
Florian Lösche

Kostüme
Pauline Hüners

Musik
Mark Badur

Darsteller
Franziska Hartmann
Mirco Kreibich
Daniel Lommatzsch
Thomas Niehaus
Jörg Pohl
Julian Greis
Holger Umlauff

Fotos
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