von William Shakespeare
Deutsch von Thomas Brasch
In einer Fassung von Luk Perceval
Wohin führt unser Lebensweg? Ist er von Anbeginn dem Tod verfallen?
Macbeth kommt aus dem Krieg, Töten ist sein Geschäft. Lady Macbeth hat ein Kind verloren, die Ehe ist ohne Nachkommen. Den Lockungen der Hexen kann das Paar nicht widerstehen. Macbeth wird König sein – aber um welchen Preis? Zwanghaft zieht der erste Mord an Duncan weitere Morde nach sich. Auf dem angemaßten Thron begegnet das Paar seinen Dämonen: Machthunger, Gewaltbereitschaft, Schuld, Angst. Gemeinsam durchwandern Macbeth und die Lady die dunklen Gebiete der Seele. Das Leben: ein Kampf, eine Suche nach Sinn?
„Shakespeares dunkelste Konzeption. Im Macbeth regiert mehr als in irgendeinem der anderen Stücke Shakespeares die Zeit, und zwar nicht die christlich gnädige ewige Zeit, sondern die alles verschlingende Zeit, diejenige, deren man gewahr wird, wenn man nihilistisch den Tod als ein Allerletztes betrachtet... Wir hören Stimmen die bekannten Erlösungsformeln schreien, wirklich glaubwürdig ist aber nur das, was Macbeth spricht, und er weiß nur von der Nacht und vom Grab... Die Welt des Stücks ist wie das Reich des König Lear eine gott- und sinnverlassene Wüste, eine von allem Anfang an gefallene Schöpfung.“
Harold Bloom
Regie Luk Perceval Bühne Annette Kurz Kostüme Ilse Vandenbussche Licht Mark Van Denesse Musik Lothar Müller Choreographie Ted Stoffer Dramaturgie Susanne Meister
Ensemble Bruno Cathomas (Macbeth), Julius Feldmeier (Macduff), Rabea Lübbe (Lady Macduff), Peter Maertens (Duncan), Thomas Niehaus (Lennox), Maja Schöne (Lady Macbeth), Alexander Simon (Banquo)
Premiere am 22. Oktober 2011 im Thalia Theater
Vom 2. bis 17. September
Ruhrtriennale, Gladbeck, Maschinenhalle Zweckel
Eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale

