Chris Kondek

Chris Kondek

Chris Kondek, geboren 1962 in Boston und aufgewachsen in New York City, macht seit 20 Jahren Videos für Theater und Performances.

1990 beginnt seine Arbeit mit The Wooster Group in New York, wo er für "Brace up!", "Fish Story" und "Emperor Jones" das Videodesign kreiert. 1995 arbeitet er mit Laurie Anderson an ihrem Multimedia-Konzert "The Nerve Bible" und 1998 an ihrer Oper "Songs and Stories from Moby Dick". 1999 zieht er nach Berlin, wo er mit der Choreographin Meg Stuart zu arbeiten beginnt (Alibi –Theatertreffen 2002 –, Visitors only, Replacement, It’s not funny).

Eine kontinuierliche Zusammenarbeit gibt es auch mit dem Regisseur Stefan Pucher (Banküberfälle werden mit wahrer Liebe gehandelt, Die Orestie, Matthäuspassion, Iron Curtain Star, Der Kaufmann von Venedig, Elektra, Maß für Maß, Die Vaterlosen, Othello (Theatertreffen 2005) Der Sturm (Theatertreffen 2008), M – Eine Stadt sucht einen Möder, Antonius und Kleopatra). Für das Video zu "Der Sturm" erhält Chris Kondek 2008 den OPUS-Preis.

Daneben arbeitet Chris Kondek mit den Theaterregisseuren Armin Petras, Sebastian Baumgarten, Wanda Golonka, Hans-Werner Kroesinger, René Pollesch, Michael Nyman, Marianne Weems/The Builder’s Association u.a. sowie für Opernproduktionen der Salzurger Festspiele mit Jossie Wieler und Falk Richter. 2011 gestaltet er Video für "Bodenprobe Kasachstan" (Regie: Stefan Kaegi, Wiener Festwochen/Schauspiel Hannover/HAU), "Karte und Gebiet" (AT, Regie: Falk Richter, Schauspiel Düsseldorf) und für Sebastian Baumgartens Inszenierung von "Tannhäuser" in Bayreuth.

Seit 2004 entwickelt Chris Kondek eigene Theaterarbeiten. Das erste Projekt, "Dead Cat Bounce", in dem Performer Aktien live auf der Bühne handeln, wurde beim Festival Politik im Freien Theater 2005 vom Goethe-Institut und ZDFtheaterkanal ausgezeichnet. Die Produktion "Hier ist der Apparat" (2006) stellt Bertolt Brechts „Ozeanflug“ als performative Reise durch die Geschichte der elektronischen Medien vor. 2008 erarbeitet er "Loan Shark" am HAU Berlin, ein Stück über die Finanzkrise, und "Stuff", ein Stück über Rohstoffhandel am Zürcher Neumarkt Theater. 2010 entwickelt er mit Christiane Kühl an den Münchner Kammerspielen "Übermorgen ist zweifelhaft // 2012" und "MONEY – It Came From Outer Space" am HAU Berlin (ausgezeichnet mit dem Preis des Goethe-Instituts beim 8. Festival Politik im Freien Theater); 2011 entsteht mit dem Schauspieler Matthias Breitenbach "Even The Dead are Not Safe From The Living" am LAB Frankfurt.

Video für:

Beiträge