Thalia mobil

Thalia Mobil - Klassenzimmerstücke

Spiel Zigeunistan
Uraufführung
von Christiane Richers
Klassenzimmerstück ab 14 Jahren
Regie Anton Krause

Wolkly ist verschwunden. Sein Onkel Letscho macht sich auf Suche nach ihm – und landet in dem Klassenzimmer, in dem Wolkly sich versteckt hatte. Er hat ihn jedoch knapp verpasst – und so haben nun beide Gelegenheit, zu erzählen: von sich und den Vorurteilen, mit denen sie leben müssen. Denn Wolkly und Letscho sind Sinti aus Hamburg.
Wolkly  berichtet, warum Schule für ihn vor allem mit Scheitern zu tun hat – die Musik hingegen lässt ihn nicht los, und wenn er einen neuen Song für sich entdeckt, sitzt er manchmal die ganze Nacht draußen und spielt.
Als Wolkly plötzlich abhaut, taucht sein Onkel auf: Letscho, der Boxtrainer, der um die Probleme und Blockaden von Schulverweigern weiß und sich nun in einem Sonderprogramm dafür einsetzt, dass die Probleme der Sinti mit der Schule weniger werden. Er weiss, woher die Blockaden kommen; seine eigene Familie hat damals miterleben müssen, wie sie von den Nationalsozialisten direkt aus dem Klassenzimmer ins Konzentrationslager verschleppt wurden und bis heute keine Entschädigung erhalten haben.
Das biografisch-fiktive Theaterstück über Wolkly und Letscho basiert auf Gesprächen mit Angehörigen der in Hamburg lebenden Familie Weiss und fragt danach, was hinter den Vorurteilen gegenüber Sinti und Roma steckt. Was hat es auf sich mit den Vorstellungen vom wilden und freien Leben oder aber den negativen Klischees, die sie an den Rand der Gesellschaft drängen? Wie fühlt sich ein junger Sinto im heutigen Hamburg, was macht seine Identität tatsächlich aus? Und warum glauben immer alle, die Sinti wären ein Wandervolk, wo sie doch bereits seit 600 Jahren in Deutschland leben?
Als Klassenzimmerstück für Hamburger Schulen inszeniert, wird „Spiel Zigeunistan“ auch regelmäßig im Thalia in der Gauß zu sehen sein.

Bitte melden unter 040.32 81 41 39 oder thaliaundschule@thalia-theater.de


Chica Chica
Deutsche Erstaufführung
Klassenzimmerstück von Maarten Bakker
Regie Susanne Schwarz

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Ab Klasse 7
Tess und Imra, beide 15, kommen neu in die Klasse. Tess ist Deutsche, hat ein loses Mundwerk und einen Freund. Imra ist Türkin, trägt ein Kopftuch und hat eine eigene Meinung. Während sich die Mädchen den Mitschülern vorstellen, geraten sie in Streit über das Tragen von Kopftüchern, über den Umgang mit Jungs, über Glauben und den ersten Sex. Doch so sehr sie miteinander streiten, so nahe kommen sie einander. Als Tess für einen Ladendiebstahl festgenommen wird, und sich vor Gericht verantworten muss, könnte Imra ihr helfen. Denn zufällig war Imra auch im Einkaufszentrum und hat beobachtet, dass nicht Tess, sondern ihr Freund Boas den iPod in Tess' Tasche gleiten ließ. Imra könnte als Zeugin für Tess vor Gericht erscheinen und sie vor der Jugendstrafanstalt bewahren. Doch Imra denkt nicht daran. Ihr Bruder würde sie umbringen. Und warum sollte sie das tun für eine, die sie nicht einmal richtig kennt?
Wie aus Konfrontation Dialog und aus Dialog zusehends Freundschaft wird, erzählt „Chica Chica“. Zwei starke Mädchen, die in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen erfahren mussten, was es heißt, gemobbt, eingeschüchtert, getreten und bespuckt zu werden, lernen, dass Freundschaft stark macht und helfen kann, den eigenen Ängsten gegenüberzutreten.
An die Vorstellung schließt sich ein Nachgespräch über die Themen der Vorstellung mit der Klasse an.

Dauer: Eine Doppelstunde. Ort: Ein Klassenzimmer. Kosten pro Klasse: 200 € in Hamburg. Buchung: Telefon 040.32 81 41 39.

Mit Unterstützung der

Das ist Esther
Klassenzimmerstück von Christiane Richer
Regie Katja Langenbach
Neu eingerichtet von Herbert Enge und Christina Fritsch
Es spielt in der Neueinrichtung die Schauspielerin Florentine Weihe

Ab Klasse 8/9
Mary Ann ist mit ihrer Großmutter Esther Bauer von New York nach Hamburg gekommen und begleitet sie auf einer Vortragsreihe durch Hamburger Schulen. Als die Großmutter einen Schwächeanfall erleidet, springt Mary Ann für sie ein. Sie erzählt von Esther und von sich und blättert vor den Schülern Bruchstücke der Erinnerung auf. In ihrem Gepäck: Fotos und O-Töne, die die Stationen des Lebens von Esther Bauer dokumentieren. Von der behüteten Kindheit in Eppendorf, dem Beginn der Nazi-Herrschaft, über die Deportation in die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz, von der Befreiung in Mauthausen bis hin zur Emigration nach New York und zum Aufbau einer neuen Existenz. Das Stück erzählt vom Glück des Überlebens. Es thematisiert darüber hinaus den Tod der nahezu letzten Zeitzeugen auf einer sehr persönlichen Ebene.
Das seit vielen Jahren erfolgreiche Klassenzimmerstück „Das ist Esther“ von Christiane Richers präsentiert sich in der Spielzeit 2012/2013 mit einem neuen Gesicht in der Hauptrolle: Die junge Schauspielerin Florentine Weihe hat die Rolle der Mary Ann übernommen, die vom dramatischen (Über-)Leben ihrer Großmutter im Nazi-Deutschland berichtet. Neu eingerichtet wurde die Inszenierung von Herbert Enge und Christina Fritsch.

Dauer: Eine Doppelstunde. Ort: Ein Klassenzimmer. Kosten pro Klasse: 150 €. Buchung: Telefon 040.32 81 41 39.

Nach dem großen Erfolg des Klassenzimmerstückes "Das ist Esther" an Hamburger Schulen spielen wir das Stück aufgrund zahlreicher Nachfragen nun auch in Abendvorstellungen und für Schülergruppen in Vormittagsvorstellungen ab Januar 2013 regelmäßig in einem Klassenraum der ehemaligen jüdischen Mädchenschule, der heutigen Gedenk- und Bildungsstätte Israelitischen Töchterschule bei der Hamburg Messe. In dieser Schule verbrachte Esther Bauer ihre Schulzeit; das Gebäude trägt mittlerweile den Namen des letzten Schulleiter dieser Schule Dr. Alberto Jonas, dem Vater von Esther Bauer geb. Jonas, der im Ghetto Theresienstadt 1942 umgekommen ist.

Premiere der Fassung für das Dr. Alberto Jonas-Haus am 21. Januar 2013.

Dr. Alberto Jonas-Haus, Karolinenstraße 35, 20357 Hamburg
Karten nur über Tageskasse Thalia Theater 040.32 81 44 44; theaterkasse@thalia-theater.de; www.thalia-theater.de; 12 / 9 Euro; Schülergruppen zahlen pro Person 6,50 Euro.
Termine: 9.9., 14.10., 11.11., 9.12.2013 und 13.1., 10.2., 24.3., 14.4., 12.5., 16.6.2014  / jeweils Montag, Vorstellungen um 19 Uhr 
 20.9., 18.10., 15.11.,  13 .12.2013 und 17.1., 21.2., 21.3., 25.4., 23.5. und 20.6.2014 / jeweils Freitag, Vorstellungen um 9.30  und  11.30 Uhr