Spielarten

Thalia Treffpunkt-Festival 2012
Spielarten – Festival vom 11. bis 19. Juni im Thalia in der Gaußstraße


Das Festival zeigt unterschiedlichste Formen von Theater, Performance und Musik mit Jugendlichen und jungen Leuten. Neben Adaptionen von klassischen Stoffen wie Shakespeares Macbeth („Plötzlich ist alles falsch“; „Im Bösen verirrt“) und der Artussage („Zwischenwelt“) der drei Eisenhans-Theatergruppen beschäftigen sich andere Thalia Treffpunkt-Jugendprojekte stärker mit Aspekten der eigenen Lebensrealität. Es werden hier Familiengeschichte(n) recherchiert („Kein Ausschlachten!“), Grenzen des persönlich Machbaren erkundet („Front/eras“), nach Antworten auf große Fragen gesucht („Freiheit!“) und auch mit verschiedensten Formen und Darstellungsweisen experimentiert („Unterwegs“; „ABC des Schauspiels“). Die crossover unart-Performances liefern Zustandsbeschreibungen von Jugend heute, die sich widersprechen und doch ergänzen („unart-Hamburg-Finale“; „unart reloaded“). Eine altersgemischte Gruppe skizziert die Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Kontakten und Freundschaften („Click here... to become friends“), während die Eisenhans-Band „Bitte lächeln!“ die schönen wie schwierigen Seiten des Lebens in Songs fasst sowie Sehnsüchten und Hoffnungen auf den Grund geht.
Bei „Spielarten“ sind zwölf Produktionen mit zwanzig Vorstellungen in neun Tagen zu sehen.

Eröffnung am 11. Juni im 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Ballsaal)
Eintritt frei

Festivalprogramm


Unterwegs
Performances an verschiedenen öffentlichen Orten
Ein Thalia Treffpunkt Performance Projekt
Erproben, wie es ist: die Türen öffnen... über den Platz gehen, schnell und langsam... stehen alleine und in Gruppe... wieder hinein und sehen, was kommt...
Mit Katrin Bätje, Heinz-Joachim Dorendorf, Gerd Gompert, Nicolas Jentzsch, Nadine Speckels, Matthias Winter Leitung Herbert Enge
Am 11. Juni um 19 Uhr. Treffpunkt im Foyer im Thalia in der Gaußstraße



(K)ein Ausschlachten bitte! oder Wie wir aufeinander prallen
Ein Thalia Treffpunkt Projekt der Jugendperformancegruppe „Reset“
„Familie ist für mich Oliver, Yorgo, Mama, Oma, meine Schwester und der kleine Joshua. Türen knallen, Geschrei durchs ganze Haus. Es wird laut gelacht, ja so geht das auch. Man begegnet sich taff und die Meinung wird knallhart ausgesprochen.“ Die Jugendlichen erzählen von besonderen Reisen, ganz großen und ganz kleinen Momenten. Anhand von Texten, eigener Musik und Tanz hinterfragen die jungen Darsteller Familien-Geschichte und -Gegenwart... auf der Bühne und im öffentlichen Raum.
Es performen Veronique Aleiferopoulos, Martin Maziyar Bazi, Nina Brettschneider, Marlit Elsner, Jesse Jass, Artemi Kapsalis, Yasin Özen, Moritz Tobias Leu, Annika Lock, Anna Kiesow, Franka König, Daniel Milkorb, Michael Nkrumah, Marlena Schlömp, Amanda Babaei Viera, Jil Watermann, Marcel Witt, Togrul Zerofy Leitung Alina Gregor
Am 11. Juni um 20.15 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)



Plötzlich ist alles falsch – Ein dreckiges Drama nach Shakespeare
Eine Eisenhans Theaterproduktion mit jungen Leuten zu „Macbeth“
Eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Macbeth weiß genau, dass es falsch ist, den König umzubringen. Aber es ist so einfach. Und es bringt ihn voran. Nur wohin? Die vermeintliche Abkürzung entpuppt sich als Sackgasse, denn plötzlich ist alles falsch und jeder Schritt vergrößert nur das Grauen. Zweifel und Angst bringen nur noch mehr Gewalt hervor. Zurück? Aussteigen? Unmöglich.
Es spielen Martina von Castel, Dominic Dober, Alina Ehrlich, Nora Fiedler, Melanie Godinho, Maike Inselmann, Mina Jadali, Lara Johst, Christoph Juddat, David Karberg, Tom-Kristian Krohn, David Mettlau, Dorothee Reumann, Thea Sagawe, Canan Salman, Nico Steiner, Tina Stenner, Philine Strauß, Lusala Vumbi-Loko, Christian Wismer
Leitung
Dorothee de Place Bühne/Ausstattung Lani Tran Duc
Premiere am 12. Juni um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Weitere Vorstellungen am 13. und am 16. Juni jeweils um 20 Uhr



Das ABC des Schauspiels – 10 junge Leute. 26 Buchstaben. 1 Abend.
Ein Jugend-Projekt des Thalia Treffpunkt
A wie Aktion, B wie Blick, C wie Chor, D wie Dialog, E wie Emotionen...
Hinter jedem Buchstaben verbirgt sich etwas Anderes: eine neue Spielvereinbarung, eine neue Facette der Gruppe, eine neue Geschichte... Gemeinsam entwickeln wir Inszenierungsmöglichkeiten von Texten unterschiedlichster Art, experimentieren mit verschiedenen ästhetischen Formen und Darstellungsweisen, die wir abschließend in einer Collage präsentieren. Nicht das Spiel ist improvisiert, sondern die Drama-turgie. Das Publikum entscheidet live mit, was als Nächstes auf die Bühne kommt.
Mit Nehle Breer, Finia Frantzen, Emily Sophie Klinge, Tabesch Mehrabi, Donata Nebel, Janine Rathmann, Schady Saliba, Nora Uppenkamp, Kaya Wittrock, Alexandra Woermann
Leitung Mia Panther
Premiere am 13. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)



Freiheit – Eine Performance auf der Suche nach Antworten
Ein freies Thalia Treffpunkt-Projekt mit Jugendlichen
„Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.“ (Nathan der Weise, IV, 4)
Also: Was ist Freiheit? Wann ist Freiheit? Ist Freiheit überhaupt möglich?
Von und mit Simona Gendelmann, Yasin Özen, Anna-Lena Geerdts Leitung Anna-Lena Geerdts
Am 13. Juni um 19.30 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)



Einmalige Wiederaufnahme
unart-Hamburg Finale 2012

Acht multimediale Performances von und mit insgesamt 50 Hamburger Jugendlichen
Acht Performances von Jugendlichen aus Hamburg und Umland mit ihren Themen, Fähigkeiten, Interessen, Erfahrungen und Wünschen, jeweils in einer Länge von 15 Minuten. Jede Performance setzt mindestens zwei frei gewählte Kunstformen ein.
„Wir zeigen nichts weiter als uns und unseren Zustand… mit den Mitteln der Kunst“, beschreibt eine der Performer-Gruppen ihr Projekt für den unart-Wettbewerb 2011/2012. Was bedeutet das? Keine Rollen, keine fremden Welten und ferne Zeiten – sondern wir, hier und jetzt. Dabei gilt: Keine Vorschriften, kein Drehbuch. Künstlerische Freiheit, das Eigene, Individuelle mit neuen, vielleicht ungewohnten Ausdrucks-mitteln zu entdecken und zu zeigen. So bietet unart allen Zuschauern – mittlerweile zum dritten Mal – die Gelegenheit, sich mit einem Ausschnitt des Lebens und der Lebensvorstellungen von Jugendlichen auseinanderzusetzen.
unart ist eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung in Kooperation mit dem Thalia Theater Hamburg, dem Maxim Gorki Theater Berlin, dem Staatsschauspiel Dresden und dem Schauspiel Frankfurt/Main.
Koordination/Organisation Nehle Mallasch Beratung Herbert Enge
Am 14. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße



unart reloaded

Eine multimediale Performance der neuen Thalia Treffpunkt Jugend-Performance-Gruppe
Seit Abschluss des unart Festivals im Februar 2012 treffen sich Jugendliche aus den acht Hamburger Jugend-Performance-Gruppen und erkunden in Workshops, die von Künstler-Coaches geleitet werden, welche Möglichkeiten diese Kunstform bietet. An diesem Abend werden erste Sequenzen präsentiert. Koordination Nehle Mallasch
Premiere am 14. Juni um 21 Uhr im Thalia in der Gaußstraße



Begegnungen – Empfang zu 20 Jahre Kooperation
Hamburger Volkshochschule und Thalia Treffpunkt
Ein Empfang zu zwanzig erfolgeichen Jahren, in denen in Kooperation von Thalia Treffpunkt und Hamburger Volkshochschule viele Hundert Theatergruppen, Workshops und Kurse stattgefunden haben.
Bei diesem Empfang wird es Rückblicke auf die Highlights der längjährigen Zusammenarbeit geben und wir präsentieren ein neues gemeinsames Recherche- und Theaterprojekt mit Jugendlichen und Ein-wanderern der ersten Generation.
Ein Vorstellungsbesuch von „Click here... to become friends“ schließt sich dem Empfang an.
Am 15. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Ballsaal) Eintritt frei


Click here… to become friends

Kontakt – wenn das doch immer so einfach wäre. Im Internet geht es ganz leicht. Facebook erklärt dir in wenigen Sätzen, wie aus Kontakten Freunde werden. Aber in echt... da gibt es unerwiderte Blicke, ge-stotterte Fragen, zu lautes Lachen, zu lange Pausen, Herzklopfen und Missverständnisse.
Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von Hamburger Volkshochschule Hamburg und Thalia Treffpunkt.
Leitung Dorothee de Place Es spielen Claudia Aden, Nadja Bandahl, Thomas Bormann, Wiebke Claußen, Birgit Dankert, Heike Faber, Klaus-Jürgen Harloff, Catherine Hoffmann, Elke Koch, Ellen Marie Langholz, Sven Methner, Tanja Puttfarcken, Katja Reichmann
Am 15. Juni um 19 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Geschlossene Vorstellung



Konzert
Bitte lächeln! – Die Eisenhans-Band

Neue Songs, neue Musik vom zweiten Album.
Sie sind Grenzgänger und Vermittler zwischen Welten. Als das Thalia Theater vor rund drei Jahren in Kooperation mit dem Musiker und Künstler Mirko Frank in seinem Musikatelier das integrative Band-projekt startete, war von Anfang an klar, dass die Songs im Vordergrund stehen. Solides Songwriting, anspruchsvolle Texte, wunderbare Akkordfolgen und eingängige Melodien sollten ihren Weg finden. Unabhängig davon, ob die Musiker behindert sind oder nicht.
Die integrative Band ist eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg.
Bitte lächeln! sind Florian Blumenhagen (Schlagzeug), Dominic Dober (Djembe), Lukas Johannsen (Gesang), Philipp Mohr (Gesang), Vincent Bunk (Keyboard), Dennis Reinhardt (Keyboard), Benjamin Richter (Saxophon), Mirko Frank (E-Bass /A-Gitarre). Leitung Mirko Frank, Musiker
Am 15. Juni um 20.30 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Ballsaal)



Zwischenwelt – Von Rittern, Zauberern und der Realität
Eine Eisenhans Theaterproduktion mit Jugendlichen zu Tankred Dorsts „Merlin“
Eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Wie wäre das, wenn wir alle in die Welt von Artus und den Rittern der Tafelrunde gezaubert würden? Als Ritter würden wir jede Menge Abenteuer erleben und wir würden für Gerechtigkeit und respektvollen Umgang kämpfen. Es wäre doch so schön, in einer friedlichen, heilen Welt zu leben. Aber die Realität ist anders. Es gibt Eifersucht und Mobbing. Kann Merlins Zauberei da überhaupt helfen? >
Es spielen Paula Abel, Marvin Böge, Ceylan Feige, Josefine Großkinsky, Florian Holz, Alexander Hopp, Julia Kupfer, Jessica Lanteri, Mila Meier, Joana Orth, Datis Pourian, Ida Rieckmann, Laurenz Riesselmann, Fenja Stoeck, Timo Weymann, Nathalie Wirbel, André Zimmer Leitung Christina Fritsch Kostüme und Bühne Sonja Zander
Premiere am 16. Juni um 16 Uhr im Thalia in der Gaußstraße

Weitere Vorstellungen am 17. Juni um 12 Uhr und am 19. Juni um 11 Uhr



Im Bösen verirrt
Eine Eisenhans-Theaterproduktion mit jungen Leuten  zu Shakespeares „Macbeth“
Wo fing das an? Was ist passiert? Was hat mich ruiniert? – Angezogen von Macht, getrieben von seiner Frau und den Hexen, verirrt sich Shakespeares tragischer Held Macbeth im Bösen. Frei nach dem Motto: „Sündenentsprossene Werke erlangen nur durch Sünden Kraft und Stärke“ erschleicht er sich den Thron. Zu klein das Selbstbewusstsein, zu groß die Gier nach Macht. Kein Fundament für ein glückliches Leben. Wie viel Macbeth steckt in jedem von uns und kann man dem Bösen mit all seinen Versprechungen widerstehen?
Eisenhans ist eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Es spielen Tobias Bartsch, Dagmar Harth, Swantje Kähler, Patricia Kohrs, Andreas Michaelis, Sarah Müller, Viktoria Plieth, Philipp Riedel, Clemens Roperes, Marcel Ruppach, Lina Strothmann, Daniel Tietjen, Florentine Weihe Leitung Sophie Arlt und Dennis Dringelburg
Premiere am 17. Juni um 18 Uhr im Thalia in der Gaußstraße (Garage)
Weitere Vorstellungen am 18. und 19. Juni, jeweils um 18 Uhr


Front/eras - Alles über Grenzen und Grenzüberschreitungen
Eine multimediale Performance mit Texten, Tanz und Musik von und mit der Thalia Treffpunkt Jugend-Performancegruppe „Reset“.
„Ich habe gemerkt, dass ich Grenzen brauche, um diese zu überschreiten. Jeder braucht Grenzen. Jeder bricht Grenzen. Von Eltern erwartet man Regeln, für uns und für sie. Wenn Vorbilder keine Grenzen schaffen, bauen wir sie uns selbst. Dann gehen wir auf die Suche nach einem Nein in einer Welt voller Jas?“
Mit eigener Musik, Choreografie und Text ziehen 21 Jugendliche aus Hamburg und Umgebung ihre gemeinsamen und sehr persönlichen Grenzen. In Auseinandersetzung mit individuellen Tabus und durch Überschreitung körperlicher, kultureller und sprachlicher Grenzen, entwickeln sich Schritt für Schritt neue Raum- und Bühnenmomente. Was ist möglich und was ist nicht möglich? Wo stoßen wir selbst an unsere Grenzen. Welche Grenze hat unsere Bühne?
Mit Veronique Aleiferopoulos, Helena Benett, Nina Brettschneider, Katherina Eisenzimmer, Marlit Elsner, Caja-Marie Engel, Simona Gendelmann, Franka König, Annika Lock, Stella-Marie Krampe, Moritz Leu, Daniel Milkorb, Justus Mohr, Michael Nkrumah, Yasin Özen, Zoe Poelcke, Marlena Schlömp, Tonio Schneider, Jil Waterman, Fee Weber, Togrul Zerofy Leitung Alina Gregor Dank an Franziska Schnoor für die Textberatung/dramaturgische Beratung und Marco Schmedtje für die musikalische Beratung
Premiere am 18. Juni um 20 Uhr im Thalia in der Gaußstraße
Weitere Vorstellung am 19. Juni um 20 Uhr