Ein Sommernachtstraum

Doch nicht nur die Verliebten taumeln stellvertretend für uns durch das Dickicht ihrer Gefühle. Gleichzeitig versucht eine engagierte Truppe Laienschauspieler eine tragische Komödie mit echten Gefühlen auf die Bühne zu bringen – ohne dabei die Erwartungen und Gefühle der Zuschauer zu verletzen versteht sich. Ein kompliziertes und nahezu aussichtsloses Unterfangen, für das sich erstmals das Hamburger Trio Studio Braun, das heißt Rocko Schamoni, Jaques Palminger und Heinz Strunk, auf die Bühne des Thalia Theaters verirren.
Nach „Andersen“ und „Quijote“ ist „Sommernachtstraum“ bereits der dritte „Trip zwischen Welten“ den Regisseur Stefan Pucher am Thalia Theater unternimmt.
Premiere am 24. November 2012 im Thalia Theater
Regie
Stefan Pucher
Bühne
Stéphane Laimé
Kostüme
Marysol del Castillo
Musik
Christopher Uhe
Video
Meika Dresenkamp
Dramaturgie
Susanne Meister
Darsteller
Christoph Bantzer (Egeus)
Bruno Cathomas (Theseus/Oberon)
Marina Galic (Helena/Elfe)
Jens Harzer (Puck)
Jacques Palminger
Jörg Pohl (Zettel)
Sebastian Rudolph (Hippolyta/Titania)
Rocko Schamoni
Gabriela Maria Schmeide (Squenz)
Birte Schnöink (Hermia/Elfe)
Rafael Stachowiak (Lysander)
Heinz Strunk
Sebastian Zimmler (Demetrius)
sowie als Knabe: Florian Weigel
Are we all really trapped within a single reality? How often do we break out, only to arrive at an assumed virtuality? On a summer’s night, Shakespeare lets four unlucky lovers flee their ordered world. As they stray through a magic forest, they are soon unable to distinguish who loves whom – and why. This natural-supernatural otherworld is ruled over not only by the capricious emotions of elfin royal couple Titania and Oberon, but also by the magic powers of the goblin servant, Puck. The young lovers find themselves – like Alice in Wonderland – cast into another dimension and with the help of various herbal substances are confronted with boundary-expanding euphoric intoxications of induced rapture.
It is not only the lovers which we find reeling about through the jungle of their feelings. At the same time, an enthusiastic troupe of amateur actors attempts to rehearse their staging of a tragic comedy – without offending the feelings of the audience, of course. A complicated and seemingly futile undertaking for which the Hamburg trio Studio Braun, that is Rocko Schamoni, Jacques Palminger and Heinz Strunk as erred its way onto the stage of the Thalia Theater.
After “Andersen” and “Don Quijote”, “A Midsummer Night’s Dream” is the third trip between worlds taken by director Stefan Pucher at the Thalia Theater.
Opening night on November 24th 2012 at the Thalia Theater













Was für ein Theaterabend!
07.03. - was fuer ein theaterabend! lange nicht mehr so dicht am stueck gefuehlt und traenen gelacht!! vielleicht lag es auch an der ungewohnten naehe zur buehne und -danke!! danke!! danke!! - an den mikrofonen. auch wenn der umgang damit wohl noch etwas geuebt werden muss (nicht immer war alles zu verstehen, aber zweifellos besser als ohne!). ausnahmslos allen schauspieler/inne/n von ganzem herzen dank fuer ihr wunderbares spiel, palminger + schamoni fuer ihr schraeges dilettieren (passte wunderbar) und sebastian rudolph fuer die umwerfende elfenkoenigin!! wunderschoen!
claudia ranft, 08.03.13
Ein Theatervergnügen
Mein Lieblingsstück von Shakespeare! Klar, dass man es dann in verschiedenen Inszenierungen gesehen hat. Doch diese war absolut genial: das Original habt ihr gelassen, es mit viel zeitgenössichem Humor gewürzt (hätte Shakespeare gefallen, da bin ich sicher), dazu moderne Viedeoproduktion, was mich an die wunderbare Laterna Magica erinnert hat, und das herrlich verruchte Elfenkönigspaar Titania und Oberon. Kleiner Wermutstropfen: Die Lautstärke der Mikros war nicht immer richtig ausgesteuert. Puck (sehr fein ausgestaltet in Sprache und Mimik; Lob an den Darsteller) war teils kaum zu verstehen. Ich werde mir die Inszenierung definitiv ein zweites Mal ansehen! Danke für soviel Theatervergnügen :-)
Margo Rung, 14.02.13
Tiefgründig
Sehr bewegende Bilder und Schauspielleistung vom Feinsten. Sinn oder sinnlos? Einfach nur genial und tiefgründig.
Aus dem Gästebuch, 14.01.13
Ein Traum
Ein Hoch auf die Spielfreude des außergewöhnlich guten Ensembles des Thalia Theaters. Sein Sommernachtstraum - ein Traum.
Markus Trapp, 09.01.13
Schrecklich modern
Also ich verstehe nicht,weshalb ein so wunderschönes Stück so schrecklich modern inszeniert werden musste.Ich war bitter enttäuscht,dabei sollte ich als "Jugend" das "moderne" (wohl eher unangebracht obszöne) witzig finden?
Ich wünschte,man würde die Klassik ihrem Reiz lassen und sie nicht so zerstören.Hätte ich es vorher gewusst,wäre ich nicht hingegangen.
Alessa M., 07.01.13
Oberhammer
Eure Inszenierungen sind der absolute Oberhammer! Allen voran Ein Sommernachtstraum: was für ein Theatertraum! Schön gemacht! Grüße an das Ensemble und den Regisseur.
Aus dem Gästebuch, 04.01.13
Studio Braun
Warum in aller Peinlichkeit nun "Studio Braun" auch im Thalia? Das muss, das darf nicht sein!!! Frau Schmeide und Herr Pohl hätten die "Handwerkerszene" doch allein bestens "bewerkstelligt". Sonst ist diese Inszenierung durchaus sehens- und hörenswert.
Rolf Döring, 28.12.12
Eine Traumfabrik
Ein Sommernachtstraum - eine Traumfabrik.
Das Spiel beginnt, wie großes Kino der Gefühle mit Videoeinspielungen. Großaufnahmen der Liebenden, die in das Spiel der Spiele einführen, Liebe. Emotion in allen seinen Facetten: Liebe, Eifersucht und Hass. Titania als androgyner Engel in Schwarz gespielt von einem Mann mit hinreißenden Songs, die Madonna vergessen lassen. Titania, Oberon und Feen eine dunkle Welt der Begierde, die keine Befriedigung findet - nicht in sexuellen Orgien tierischer Lust - und das Individiuum seiner Vereinsamung überläßt. Videoeinspielungen, die an Fellini und La Strada erinnern, schaffen Engramme der Melancholie. Die jungen Liebenden werden von Puck durch einen Irrgarten der Gefühle geschickt, die im Zweifel an der eigenden Person gipfeln. Puck, ein Amor, der alle Facetten der Liebes- und Lustwelten kennt, ist dieses Spiels müde und findet seinen Spaß, nur noch in der Verwirrung der Gefühle, dem die Liebenden erliegen.
Den Theaterszenen des Herrn Squenz mangelt es an laienhafter Hilflosigkeit, um die Verlorenheit im Irrgarten der Gefühle, durch dieses Spiel im Spiel zu reflektieren. Dieser Sommernachtstraum ist ein opulenter Traum auf der Achterbahn der Gefühle.
Ein Theaternarr
Reiner Schmedemann, 18.12.12
Studio Braun
Zwei Wochen nach der Premiere - und noch kein Kommentar !?!
An der Rudolph und dem Pohl kann es ja nicht liegen, wieder mal sehr gute Arbeit!!! Vielleicht hat ja der laaaangatmige Puck das Publikum totgespielt. Oder die Wand. Die schlimmste Wand wie Wand sein kann. Es darf das Publikum doch nicht spüren, dass es Wand peinlich ist, dass durch die Ritze geflüstert wird, von beiden Seiten. Ist doch normal.
Jaa, der Regisseur kann natürlich argumentieren: Ich wollte die unprofessionellen Schauspieler im Stück von unprofessionellen Schauspielern auf der Bühne darstellen lassen. - Nein, Herr Pucher, das hat nicht geklappt.
Nach vielen Jahren selbstgefälliger Auftritte im Schauspielhaus hat das Studio Braun es nun also auch ins Thalia-Theater geschafft. Das ist schon sehr merkwürdig. Wie kommt es dazu?
Toren Sath, 07.12.12
Sommernachtstraum in Moll
'Sommernachtstraum' in Moll
Was für eine Enttäuschung - der 'Sommernachtstraum', der soviel Raum bietet für Tempo, Witz, Action und komödiantische Glanzleistungen, als düstere Travestieshow verschenkt. Wehmut kommt auf bei dem Gedanken, was wohl Antu Romero Nunes, der den 'Merlin' so kongenial in Szene gesetzt hat, aus dieser (Steil)Vorlage gemacht hätte. Ich habe mich gelangweilt, und das will bei diesem tollen Stück etwas heißen. Bei der Aufführung der Handwerker am Ende des Stücks muss man sich als Zuschauer normalerweise die Lachtränen aus den Augen wischen, und hier? Mäßiger Klamauk mit ein bisschen Unterleibskomik. Nee, Thalia, das könnt ihr doch besser.
Hans-Jürgen Bohse, 26.11.12