Ein Sommernachtstraum

Sind wir tatsächlich in der einen Wirklichkeit gefangen? Wie oft brechen wir aus, um zum vermeintlich „Eigentlichen“ vorzudringen? Shakespeare lässt vier unglücklich Verliebte in einer Sommernacht aus ihrer geordneten Welt fliehen. Als sie sich in einem magischen Wald verirren, können sie bald nicht mehr unterscheiden, wer wen liebt – und warum. Denn in dieser naturhaften Gegenwelt herrschen nicht nur die unberechenbaren Gefühle des Elfenkönigspaars Titania und Oberon, sondern auch die Zauberkräfte des Kobolddieners Puck. Die jungen Liebenden sehen sich – ähnlich wie Alice im Wunderland – in eine andere Dimension geworfen und vermittels Kräuterdrogen mit den entgrenzenden Rauschzuständen künstlicher Paradiese konfrontiert.
Doch nicht nur die Verliebten taumeln stellvertretend für uns durch das Dickicht ihrer Gefühle. Gleichzeitig versucht eine engagierte Truppe Laienschauspieler eine tragische Komödie mit echten Gefühlen auf die Bühne zu bringen – ohne dabei die Erwartungen und Gefühle der Zuschauer zu verletzen versteht sich. Ein kompliziertes und nahezu aussichtsloses Unterfangen, für das sich erstmals das Hamburger Trio Studio Braun, das heißt Rocko Schamoni, Jaques Palminger und Heinz Strunk, auf die Bühne des Thalia Theaters verirren.
Nach „Andersen“ und „Quijote“ ist „Sommernachtstraum“ bereits der dritte „Trip zwischen Welten“ den Regisseur Stefan Pucher am Thalia Theater unternimmt.


Premiere am 24.  November 2012 im Thalia Theater
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Pressestimmen zu Ein Sommernachtstraum
A Midsummer Night’s Dream with English surtitles on March 16th 2013

Are we all really trapped within a single reality? How often do we break out, only to arrive at  an assumed virtuality? On a summer’s night, Shakespeare lets four unlucky lovers flee their ordered world. As they stray through a magic forest, they are soon unable to distinguish who loves whom – and why. This natural-supernatural otherworld is ruled over not only by the capricious emotions of elfin royal couple Titania and Oberon, but also by the magic powers of the goblin servant, Puck. The young lovers find themselves – like Alice in Wonderland – cast into another dimension and with the help of various herbal substances are confronted with boundary-expanding euphoric intoxications of induced rapture.
It is not only the lovers which we find reeling about through the jungle of their feelings. At the same time, an enthusiastic troupe of amateur actors attempts to rehearse their staging of a tragic comedy – without offending the feelings of the audience, of course. A complicated and seemingly futile undertaking for which the Hamburg trio Studio Braun, that is Rocko Schamoni, Jacques Palminger and Heinz Strunk as erred its way onto the stage of the Thalia Theater.
After “Andersen” and “Don Quijote”, “A Midsummer Night’s Dream” is the third trip between worlds taken by director Stefan Pucher at the Thalia Theater.

Opening night on November 24th 2012 at the Thalia Theater

Kommentare

Ganz große Komödie
Ein Tipp: Wenn Sie gerne mal die Rocky Horror Show aufführen wollen, dann machen Sie es doch einfach! Und falls es mal der Sommernachtstraum von Shakespeare sein soll: Haben Sie einfach mehr Vertrauen in das Stück! Das ist nämlich eine ganz große Komödie. Zusätzlichen Klamauk, Gesinge und E-Piano braucht es da nicht. Viele Zuschauer und auch die Schauspieler haben sich amüsiert. Das ist schön. Ich konnte es nicht.
Lars Böhme, 14.06.13

Man kann sich nicht satt sehen
Wir haben uns nach einer begeisternden Aufführung im Herbst noch einmal Karten gekauft. Faszinierend, wie sich die Inszenierung noch weiter entwickelt hat. Die Spielfreude des fantastischen Ensembles hat auch diesmal wieder hingerissen - vom Witz und der Spontaneität eines Bruno Cathomas ganz zu schweigen. Und den Puck fanden wir in seiner lakonischen Art einfach umwerfend. Man kann sich nicht satt sehen an diesen Schauspielern!
Frank Zekert, 09.06.13

Was für ein Theaterabend!
07.03. - was fuer ein theaterabend! lange nicht mehr so dicht am stueck gefuehlt und traenen gelacht!! vielleicht lag es auch an der ungewohnten naehe zur buehne und -danke!! danke!! danke!! - an den mikrofonen. auch wenn der umgang damit wohl noch etwas geuebt werden muss (nicht immer war alles zu verstehen, aber zweifellos besser als ohne!). ausnahmslos allen schauspieler/inne/n von ganzem herzen dank fuer ihr wunderbares spiel, palminger + schamoni fuer ihr schraeges dilettieren (passte wunderbar) und sebastian rudolph fuer die umwerfende elfenkoenigin!! wunderschoen!
claudia ranft, 08.03.13

Ein Theatervergnügen
Mein Lieblingsstück von Shakespeare! Klar, dass man es dann in verschiedenen Inszenierungen gesehen hat. Doch diese war absolut genial: das Original habt ihr gelassen, es mit viel zeitgenössichem Humor gewürzt (hätte Shakespeare gefallen, da bin ich sicher), dazu moderne Viedeoproduktion, was mich an die wunderbare Laterna Magica erinnert hat, und das herrlich verruchte Elfenkönigspaar Titania und Oberon. Kleiner Wermutstropfen: Die Lautstärke der Mikros war nicht immer richtig ausgesteuert. Puck (sehr fein ausgestaltet in Sprache und Mimik; Lob an den Darsteller) war teils kaum zu verstehen. Ich werde mir die Inszenierung definitiv ein zweites Mal ansehen! Danke für soviel Theatervergnügen :-)
Margo Rung, 14.02.13

Tiefgründig
Sehr bewegende Bilder und Schauspielleistung vom Feinsten. Sinn oder sinnlos? Einfach nur genial und tiefgründig.
Aus dem Gästebuch, 14.01.13

Ein Traum
Ein Hoch auf die Spielfreude des außergewöhnlich guten Ensembles des Thalia Theaters. Sein Sommernachtstraum - ein Traum.
Markus Trapp, 09.01.13

Schrecklich modern
Also ich verstehe nicht,weshalb ein so wunderschönes Stück so schrecklich modern inszeniert werden musste.Ich war bitter enttäuscht,dabei sollte ich als "Jugend" das "moderne" (wohl eher unangebracht obszöne) witzig finden?
Ich wünschte,man würde die Klassik ihrem Reiz lassen und sie nicht so zerstören.Hätte ich es vorher gewusst,wäre ich nicht hingegangen.
Alessa M., 07.01.13

Oberhammer
Eure Inszenierungen sind der absolute Oberhammer! Allen voran Ein Sommernachtstraum: was für ein Theatertraum! Schön gemacht! Grüße an das Ensemble und den Regisseur.

Aus dem Gästebuch, 04.01.13

Studio Braun
Warum in aller Peinlichkeit nun "Studio Braun" auch im Thalia? Das muss, das darf nicht sein!!! Frau Schmeide und Herr Pohl hätten die "Handwerkerszene" doch allein bestens "bewerkstelligt". Sonst ist diese Inszenierung durchaus sehens- und hörenswert.
Rolf Döring, 28.12.12

Eine Traumfabrik
Ein Sommernachtstraum - eine Traumfabrik.
Das Spiel beginnt, wie großes Kino der Gefühle mit Videoeinspielungen. Großaufnahmen der Liebenden, die in das Spiel der Spiele einführen, Liebe. Emotion in allen seinen Facetten: Liebe, Eifersucht und Hass. Titania als androgyner Engel in Schwarz gespielt von einem Mann mit hinreißenden Songs, die Madonna vergessen lassen. Titania, Oberon und Feen eine dunkle Welt der Begierde, die keine Befriedigung findet - nicht in sexuellen Orgien tierischer Lust - und das Individiuum seiner Vereinsamung überläßt. Videoeinspielungen, die an Fellini und La Strada erinnern, schaffen Engramme der Melancholie. Die jungen Liebenden werden von Puck durch einen Irrgarten der Gefühle geschickt, die im Zweifel an der eigenden Person gipfeln. Puck, ein Amor, der alle Facetten der Liebes- und Lustwelten kennt, ist dieses Spiels müde und findet seinen Spaß, nur noch in der Verwirrung der Gefühle, dem die Liebenden erliegen.
Den Theaterszenen des Herrn Squenz mangelt es an laienhafter Hilflosigkeit, um die Verlorenheit im Irrgarten der Gefühle, durch dieses Spiel im Spiel zu reflektieren. Dieser Sommernachtstraum ist ein opulenter Traum auf der Achterbahn der Gefühle.
Ein Theaternarr
Reiner Schmedemann, 18.12.12

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