Für Jugendliche

Theater- und Performancegruppen für junge Leute


Gott und die Welt und ich  Wie sieht meine Freiheit aus – in einer Großstadt wie Hamburg als Teil der globalisierten Welt? Wie sah Freiheit in meinem Heimatland aus? Welche Bedeutung spielt hierbei mein Glaube? Wie findet Begegnung statt und wie verhalte ich mich dazu? Bei dem dreijährigen Kooperationsprojekt von Thalia Treffpunkt und CJD Hamburg+Eutin kommen neu zugewanderte Jugendliche aus der ganzen Welt zusammen und entwickeln vor dem Hintergrund der eigenen Lebens-Geschichten gemeinsam eine Reihe verschiedener Stücke. Fast alle aus der Gruppe sind erst seit sehr kurzer Zeit in Deutschland, viele sind Flüchtlinge. Nachdem sie sich bei der letzten Produktion „Tor zur Welt“, das im Sommer 2013 im Rahmen des Grenzgänger-Festivals Premiere feierte, mit ihren Wegen nach und in Hamburg auseinandergesetzt haben, ging es in der Folge-Produktion „In einem freien Land“ darum, diese zu hinterfragen. Die 20 jungen Leute, die zwischen 16 und 28 Jahre alt sind, haben den Mut, ihre persönlichen Erlebnisse erfahrbar zu machen und ihre inneren Konflikte öffentlich.
Leitung Kirsten Sass, Altamasch Noor (CJD Hamburg + Eutin) Projektberatung Herbert Enge (Thalia Theater)
Ab 19.9.2014, jeweils Fr 16 – 19 Uhr und Extra-Proben.
Ort Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


Die Bühne ist ein freier Platz  Für Jugendliche bis 18 Jahren
„Die Bühne ist ein freier Platz im hellen Licht. Es beginnt damit, dass einer schnell über ihn wegläuft.“ So beginnt das Schauspiel „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ von Peter Handke, das im April 2015 im Thalia Theater aufgeführt wird. Wir erobern uns den öffentlichen Raum und machen ihn uns zur Bühne: Über den Gerhart-Hauptmann-Platz am Thalia Theater geht es zum Rathausplatz und schließlich zum Lessing-Denkmal am Gänsemarkt. Ausgehend von dem Handke-Stück, in dem die Akteure, ohne jeglichen Dialog, Alltägliches erleben, einander begegnen, sich in Gruppen zusammenschließen und wieder auflösen, erarbeiten wir eine Art Choreographie des Sozialen auf den dicht bewanderten Straßen und Plätzen unserer Stadt. Wir stehen im Weg und lassen Bilder entstehen. An welchen unzähligen Geschichten gehen wir tagtäglich eilig vorbei, existieren nebeneinander, ohne uns dabei in die Augen zu sehen?
Kosten 40 € Leitung Özlem Demirci, Theaterpädagogin und Schauspielerin
Ab 24.9.2014, jeweils Mi 16 – 19 Uhr bis Ende Februar 2015 und zusätzliche Probenwochenenden! Die Outdoor-Performances werden Ende Januar/Anfang Februar 2015 zu den Lessingtagen gezeigt.
Ort Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg und draußen unterwegs


Im Draußen – In Freiheit  Für Jugendliche bis 18 Jahren
Geht raus, in die Stadt, verwandelt „Draußen-Raum“ in performative eigene Räume. Nehmt Plätze ein und bezieht Stellung. Uns begleiten Themen rund um die individuellen und die „gemeinsamen“ Freiheiten. Wie kann man die vielen täglichen Geschehnisse im öffentlichen Raum neu und anders erfinden und hinterfragen? Wie sind Irrtümer und Widersprüche, die sich auf einer Suche nach „Wahrheit“ und der Kritik bestehender Ordnungen ergeben, verstehbar und aufzeigbar? Ist unser Hamburg tatsächlich so weltoffen, wie es vorgibt zu sein? In Theater, Tanz und Filmelementen finden wir durch die Auseinandersetzung mit Lessings Stück „Nathan der Weise“ eigene Texte und neue Spielarten, die als Performances unterwegs in der Stadt bei den Hamburger Lessingtagen 2015 zu sehen sind.
Kosten 40 € Leitung Alina Gregor, Regisseurin und Schauspielerin
Ab 18.9.2014, jeweils Do 16-19 Uhr bis Ende Februar 2015 und zusätzliche Probenwochenenden
Ort Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg und draußen unterwegs in der Stadt.

Die Deutschstunde im Spiel  Für Jugendliche bis 18 Jahren
In der Hamburger Jugendstrafanstalt Hahnöfersand weigert sich Siggi Jepsen, in der Deutschstunde etwas
zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ abzuliefern. Aber nicht, weil ihm zu wenig, sondern weil ihm zu viel dazu einfällt. Aus diesem Aufsatz wird eine Arbeit, die ihn zurückführt in die Zeit seiner Kindheit nach Rugbüll in Norddeutschland, wo sein Vater, Polizeihauptwachtmeister, den Pflichten des Amts zur Zeit der NS-Herrschaft um jeden Preis hörig ist. Im Frühjahr 1943 hat er, einer Anweisung folgend, das aus Berlin an den Maler Max Ludwig Nansen ergangene Malverbot zu überbringen und dessen Einhaltung zu überwachen. Sogar nach Ende des Krieges waltet der Vater seines Amtes, rücksichtslos, unbarmherzig und paragraphenhörig. Er vernichtet das Werk des Malers mit einer Schadenfreude, die ihn mit Genugtuung erfüllt. Der junge Siggi versucht zu retten, was zu retten ist, er wird zum Bildersammler, Bilderdieb, Bilderverstecker. In Halluzinationen sieht er alle Werke des Malers von Flammen bedroht. Und sein Vater wütet weiter. Stellvertretend für ihn, für solche Väter schlechthin, sitzt Siggi anderthalb Jahre in einer Jugendstrafanstalt. Ausgehend von Motiven des Siegfried Lenz Romans – der jahrzehntelang Schullektüre war – und der Thalia-Inszenierung des niederländischen Regisseurs Johan Simons zeichnen wir die Linien dieser Geschichte mit spielerischen Mitteln nach und entwickeln eine Szenenfolge um Widerstand und Pflichtversessenheit, die bis Ende der Spielzeit im Thalia Gaußstraße gezeigt wird.
Kosten 40 € Leitung Nehle Mallasch, Jugendreferentin und andere Theatermacher
Ab 18.2.2015, jeweils Mi 16 – 19 Uhr bis Juli 2015 und Probenwochenenden
Ort Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


Oye Hermano! Hey Brother, Ich meine Dich, Bruder Für Jugendliche bis 18 Jahren
Kann etwas normal sein? Wann ist man normal? Wo ist man normal? – Eine Bombe explodiert und nichts ist wie vorher. „Ich ging weiter, ich war auf dem Heimweg, ich war nicht weit von der U-Bahn entfernt, als ich das Polizeiauto entdeckte... Ich rufe meine Brüder an und flüstere: Ok, ich gebe es zu, ich war’s“ – In szenischer Reibung an Themen und Motiven aus „Ich rufe meine Brüder“ von Jonas Hassen Khemiri – die Inszenierung ist im Thalia Gaußstraße zu sehen – stellen wir uns u.a. die Frage, wie schnell sich die eigene Wahrnehmung von Realität und Einbildung manipulieren lässt. Und welche Faktoren dazu beitragen? Wir beziehen Stellung und situieren unsere eigene Normalität im Außen- und Innenraum. Ziel ist es, in der Gruppe zu texten und zu spielen, um die gemeinsamen Erkundungen in einer Performance zu zeigen.
Kosten 40 € Leitung Alina Gregor, Regisseurin und Schauspielerin
Ab 19.3.2015, jeweils Do 16 – 19 Uhr bis Juli 2015 und Probenwochenenden
Ort Thalia Probebühnen, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg


Eisenhans – Theatergruppen

Drei Theaterprojekte: Echt Traum
Eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und Leben mit Behinderung Hamburg
Jemanden umarmen, ganz plötzlich. Jemanden hinterherlaufen, ohne Grund. Mit sich selbst reden, sehr ernsthaft. Alles Handlungen, die anderen völlig rätselhaft erscheinen. Und doch wird hier eine ganz eigene,
persönliche Wirklichkeit sichtbar. Oder wie bei Heinrich von Kleists Käthchen von Heilbronn ein Traum, den diese Figur beharrlich in die Realität holt. Dieser Traum stellt sich am Ende sogar als echter wie die Wirklichkeit heraus. Wenn auf diese Weise die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmt und unsere Tagträume, Sehnsüchte, heimliche Phantasien und Obsessionen das reale Handeln bestimmen, eröffnet sich eine spannende, unkalkulierbare Welt. Mit Traumrollen, Sehnsuchtswelten, Tabuthemen und dem Drang nach völliger Freiheit kann hier gespielt werden. Gibt es dabei überhaupt noch ein echtes, reales Ich oder bin ich mein Traum?
In allen drei Eisenhans-Projekten wird es um die Grenzen und Übergänge von realem und subjektivem Erleben gehen. Jede Gruppe verfolgt dabei ihren speziellen Schwerpunkt.

Eisenhans-Montagsgruppe: Viel Raum, wenig Worte
Wer träumt, denkt in Bildern, schon mal versucht im Traum zu schreien?
Kosten 40 € Leitung Dorothee de Place, Regisseurin und Schauspielerin
Ab 29.9.2014, jeweils Mo 17 – 20 Uhr und zusätzliche Probenwochenenden


Eisenhans-Dienstagsgruppe: Anlehnung an Käthchen
Für Jugendliche bis 20 Jahren Kosten 40 €
Leitung Christina Fritsch, Theaterpädagogin
Ab 30.9.2014, jeweils Di 17 – 20 Uhr und zusätzliche Probenwochenenden


Eisenhans-Mittwochsgruppe: Thema „Sehnsucht“
Figuren- und Textentwicklung zu den Stückfiguren „Käthchen“ sowie „Gertrud“ aus dem gleichnamigen
Stück von Hjalmar Söderberg
Kosten 40 € Leitung Sophie Arlt und Dennis Dringelburg, Mitarbeiter der Thalia Theaterpädagogik
Ab 1.10.2014, jeweils Mi 17 – 20 Uhr und zusätzliche Probenwochenenden

Alle Gruppen proben in der Schule Borgweg 17a, 22303 Hamburg in zwei Phasen:
September – Dezember 2014: Orientierungsphase
Offenes (Aus-)Probieren und Annäherung an das „Thema“
Januar – Juli 2015: Intensiv-Probenphase mit anschließenden Aufführungen
Für alle, die sich verbindlich für eine intensive Theaterarbeit entscheiden.
Gemeinsamer Infoabend für drei Gruppen mit allen Interessenten, Eltern und Betreuern
Mo 22.9.2014, 17 Uhr Schule Borgweg 17a, 22303 Hamburg


Schülerbotschafter

Botschafter

Du wirst Thalia-Schülerbotschafter und informierst regelmäßig an Deiner Schule über die Thalia Stücke. Du bekommst eine Pinnwand für die Schule gestellt, die Du gestalten kannst und erhältst regelmäßig Karten für einzelne Inszenierungen sowie Einladungen zu Proben.
Bewerbung ab sofort per Mail unter:  thaliaundschule@thalia-theater.de
Bitte Jahrgang, Schule und Mailadresse vermerken.

Kontakt

Thalia Treffpunkt
Thalia Theater GmbH, Thalia Treffpunkt
Alstertor, 20095 Hamburg
Herbert Enge, Petra Urbanski, Anne Katrin Klinge, Judith Mannke (in Elternzeit)
Telefon 040.32 81 41 39
Fax 040.32 81 42 04
www.thalia-theater.de
Anmelden unter :
E-Mail: thaliatreffpunkt@thalia-theater.de



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Räubern: Thalia Treffpunkt-Performancegruppe mit Jugendlichen Spielzeit 2013/2014