Ein Sommernachtstraum

von William Shakespeare

“I only had sex with her because I‘m in love with you. ”
Aus „Einfach unwiderstehlich“ von Bret Easton Ellis

Das Leben ist eine naturalistische Unwirklichkeit und dass wir dies so genau spüren, daran ist nicht zuletzt William Shakespeare schuld. Seine Stücke betrachten die Welt als Bühne, sie erzählen über das Leben als ewiges Spiel. Shakespeare hat uns zu theatralischen Existenzen gemacht und unsere Gefühle erfunden. Der „Sommernachtstraum“ ist neben „Romeo und Julia“ sein bekanntestes und am häufigsten gespieltes Stück. Die Geschichte ist leicht erzählt: Zwei Liebespaare (in verschiedenen Konstellationen), ein griechischer Herzog kurz vor der Hochzeit, ein ehrgeiziger Vater, eine Amazonenkönigin, sechs theaterinteressierte Handwerker, ein Elfenkönigspaar sowie diverse Elfen aus ihrem Gefolge, ein indischer Prinz, ein Kobold, ein Eselskopf, Pyramus und Thisbe, eine ambitionierte Wand und ein Löwe treffen sich nachts im Wald in der Nähe von Athen. Was dort im Rausch geschieht, hat wohl ähnliche Effekte wie medizinische Studien es kürzlich über Drogenerlebnissen berichtet haben: Man kehrt zufriedener, kreativer, selbstsicherer, flexibler und optimistischer daraus zurück. Sie haben es vorgeschlagen, wir haben es gerne angenommen und die Gründe zu Ihrer Wahl erfragt. Für Sigrid Hüpeden, seit einigen Jahrzehnten Thalia-Abonnentin, war sofort klar, wie ihre Wahl aussehen würde: Die Figuren aus dem „Sommernachtstraum“ liebt sie so sehr und kann sich für das Stück keinen besseren Ort als das Thalia vorstellen. „Sie haben so wunderbare Darsteller. Ich könnte Ihnen auch schon die Rollen dazu nennen. Aber das überlass ich natürlich Ihnen.“

Regie Stefan Pucher

Uraufführung am 24.  November 2012 im Thalia Theater