Begehren

von Josep Maria Benet i Jornet
„Aus sehr wenigen, sorgsam dosierten Bestandteilen webt Benet i Jornet eine
dunkle, leidenschaftliche Verwicklung, entwirft einen labyrinthischen Weg, der unumkehrbar ins Herz der Begierde führt. Es ist eine mehrdeutige Wegstrecke durch das Bewusstsein und die Erinnerung von vier Personen, die weder Sieger noch Besiegte sind…“
Sergi Belbel, Regisseur der Uraufführung
Vier namenlose Figuren: Sie, Der Ehemann, Der Mann und Die Frau.
Ein einsames Haus im Wald. Ein Telefon, das klingelt, aber niemand meldet sich. Ein Mann mit einer Autopanne am Straßenrand. Eine Begegnung in einer Bar. Eine leidenschaftliche Liebesbeziehung in der Vergangenheit.
Mehr braucht Benet i Jornet nicht für seinen geheimnisvollen Trip in dunkle Bereiche der Seele. Mit analytischem Interesse seziert er die Verstrickungen seiner Figuren und ihre zwanghafte Suche nach einer Utopie des „absoluten Glücks“. Mit seinem verrätselten Stück, das an Harold Pinter erinnert, verführt der katalanische Autor die Zuschauer dazu, an einem geheimnisvollen, beunruhigenden Verwirrspiel um Projektionen und Erinnerungen, Realität und Obsession teilzunehmen, und sich – wie die Figuren – mit uneingestandenen Sehnsüchten und Begierden und der Unmöglichkeit ihrer Realisierung zu konfrontieren.
Regie Alia Luque
Premiere am 15. Dezember 2012 im Thalia in der Gaußstraße