Anton Makarenko

Anton Makarenko

Anton Semjonowitsch Makarenko wird im März 1888 in der ukrainischen Stadt Belopolje In eine Eisenbahnerfamilie geboren. Nach erfolgreicher Absolvierung eines einjährigen pädagogischen Ausbildungskurses zum Volksschullehrer tritt Makarenko im Herbst 1905 seine erste Lehrstelle an.
Von 1905 bis 1911 ist er Lehrer an der höheren Elementarschule für Eisenbahnerkinder in Krjukov, der eine Lehrer- und Erzieherstelle an der Eisenbahnerschule in Dolinskaja folgte.
Von 1914-1917 vervollständigt er seine pädagogische Ausbildung durch den Besuch des Lehrerbildungsinstituts in Poltava. Aufgrund der Kriegsjahre wird er während seines Studiums im Herbst 1916 als Soldat nach Kiew eingezogen und beginnt, Tagebücher sowie Gedichte zu schreiben. 1917 wird Makarenko aus dem Heeresdienst entlassen und setzt sein Studium in Poltava fort. Am 15. Juni legte er seine Abschlußprüfung mit der Goldenen Medaille ab.Von 1917 bis 1919 ist er für zwei Jahrestellvertretender Schulleiter in Krjukov.
Makarenko setzte sich durch sein Suchen nach neuen Organisationsformen gegen die offiziellen (Reform-) Pädagogik. Im Jahr 1920 wird er zum Leiter der städtischen Elementarschule in Poltava und die Arbeitskolonie (Gorki-Kolonie) für straffällig gewordene, verwahrloste Jugendliche wird aufgebaut, der Makarenko bis 1928 als Leiter vorsteht. In dieser Zeit heiratet er Galina Stachievna Salko.
Der Aufbau der Kolonie, das dortige Leben und seine pädagogischen Ständige Auseinandersetzungen mit dem Kommissariat, das seinen pädagogischen Ideen und Praktiken ablehnend gegenüber steht, führen dann 1928 dazu, dass Makarenko diese Kolonie verlässt.
Ab 8. Juli 1925 eröffnet Makarenko einen Briefwechsel mit Maxim Gorki, der bis zum Tod des Schriftstellers fortgeführt wurde. Zum fünfjährigen Bestehen der Gorki-Kolonie wird Makarenko am 20.08.1925 mit dem Titel „Roter Held der Arbeit“ ausgezeichnet. Mit der Veröffentlichung des ersten Teils vom „Pädagogischen Poem“ 1933 und dem Einreichen des Schauspiels „Dur“ wird Makarenko am 1. Juni 1934 in den sowjetischen Schriftstellerverband aufgenommen. Von Februar 1937 bis zu seinem plötzlichen Tod lebt Makarenko als freier Schriftsteller in Moskau. Von Anfang 1937 bis zu seinem Tod schreibt und veröffentlicht er über 60 Publikationen: sozialpolitische, pädagogische, publizistische, kritische Beiträge, Studien, Skizzen und Drehbücher.
1939 wird ihm am 1. Februar der Rotbanner-Orden der Sowjetunion verliehen. Am 1. April stirbt er an einem Herzanfall.

 

Beiträge