Max Frisch
Max Frisch

Max Frisch wird 1911 in Zürich geboren. Nach dem Abitur und einer Rekrutenausbildung entscheidet er sich für ein Germanistikstudium, dass er als 21-jähriger abbricht. Er ist als Journalist tätig, 1936 entscheidet er sich zunächst aber gegen eine Laufbahn als Schriftsteller und studiert bis 1941 Architektur. Er wird zu einem der wichtigsten Vertreter der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Außerdem wird er einer der ersten Autoren des 1950 gegründeten Suhrkamp Verlags. Sein „Tagebuch 1946-1949“ wird zu einem großen Erfolg. 1954 gibt er den Architektenberuf auf, um sich ausschließlich der Schriftstellerei zu widmen. 1958 erhält Frisch als erster nicht in Deutschland lebende Autor den Georg-Büchner-Preis. 1958 bis 1962 lebt er mit Ingeborg Bachmann zusammen, was sowohl im Leben als auch im Werk der beiden tiefe Spuren hinterlässt. Frisch stirbt 1991 kurz vor seinem 80. Geburtstag in der Schweiz an Krebs. In seinem Werk untersucht Frisch immer wieder das Individuum und sein Verhältnis zu sich selbst und zur Gesellschaft, dabei stellt er immer wieder die Frage nach der eigenen Identität und der Konstruktion der eigenen Biografie. Das Individuum als privater Mensch steht in seinen Romanen und Dramen im Vordergrund. Zum Zeitgeschehen positioniert er sich kritisch in seinen Essays und Reden und setzt sich mit Themen wie dem Kalten Krieg oder der Asylpolitik in der Schweiz auseinander. Zu seinen bekanntesten Prosawerken zählen der Roman „Stiller“ (1954), „Homo Faber“ (1957), „Mein Name sei Gantenbein“ (1964), „Montauk“ (1975), „Der Mensch erscheint im Holozän“ (1979) und „Blaubart“ (1982). Für das Theater entstanden unter anderem „Die Chinesische Mauer.“ (1947), „Graf Öderland“ (1951), „Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie“ (1953), „Biedermann und die Brandstifter. Ein Lehrstück ohne Lehre“ (1958), „Andorra“ (1961) und „Biografie: Ein Spiel“ (1967).