Virginia Woolf
Virginia Woolf

Virginia Woolf, 1882 in London geboren, entstammt einer wohlhabenden Familie in der Ober- und Bildungsschicht der spätviktorianischen Gesellschaft Londons. Ihr Leben ist geprägt durch eine labile psychische Verfassung. Nach einem Nervenzusammenbruch zieht sie mit ihren Geschwistern nach Bloomsbury, wo sie den Mittelpunkt der avantgardistisch-intellektuellen "Bloomsbury Group" bilden. 1912 heiratet sie den Schriftsteller Leonard Woolf. Gemeinsam gründen sie 1917 den Verlag „The Hogarth Press“. Ihr Leben wird immer wieder durch mentale Zusammenbrüche erschüttert und bleibt von Todessehnsucht geprägt. 1941 nimmt sie sich das Leben. Ihr avantgardistisches Werk lehnt sich gegen literarische Tradition auf, als erste Frau zählt sie zu den Vertretern der klassischen Moderne – neben ihrer Bekanntheit als Verfasserin von Romanen und Erzählungen war sie ebenso Essayistin, Literaturkritikerin, Verlegerin sowie Brief- und Tagebuchschreiberin. Zu ihren bekanntesten Werken zählen u.a. „Mrs. Dalloway“, „Die Fahrt zum Leuchtturm“ und „Orlando“. Ihr Essay „Ein Zimmer für sich allein“ wird in den 1970er Jahren zu einem Leittext der Frauenbewegung.