Georg Büchner

Georg Büchner

Georg Büchner wird am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren. Obwohl er nur 24 Jahre alt wird, ist sein literarisches Werk höchst einflussreich. Mit 18 Jahren schreibt er sich an der medizinischen Fakultät der Universität Straßburg ein - im Laufe seines Lebens wird er Medizin, Naturwissenschaften, Geschichte und Philosophie studieren. In Straßburg wohnt er im Haus des evangelischen Pfarrers Johann Jakob Jaeglé und lernt dessen Tochter Wilhelmine kennen. Er engagiert sich für politische Freiheit und hält am 24. Mai 1832 vor der Studentenvereinigung einen Vortrag über die politischen Verhältnisse in Deutschland. Im gleichen Jahr verlobt er sich heimlich mit Wilhelmine Jaeglé. Im Juli 1834 wird der „Hessische Landbote“ geschrieben, der vor dem Druck gegen den Willen Büchners verändert wird. In der Flugschrift mit der Parole „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!" ruft die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung auf. Büchner gründet die „Gesellschaft für Menschenrechte“. 1835 schreibt er „Dantons Tod“ und drängt auf baldige Veröffentlichung, da er Geld für seine geplante Flucht braucht. Das Stück verändert die Historie des Scheiterns der Französischen Revolution, indem Danton von Beginn an die Sinnlosigkeit seines Vorhabens erkennt. Georg Büchner erhält eine Vorladung des Friedberger Untersuchungsrichters, der er nicht folgt, und flieht stattdessen über Weißenburg nach Straßburg. Ende Juli wird sein Stück veröffentlicht. Kurz darauf erhält er für seine naturwissenschaftliche Arbeit an der Universität Zürich die Doktorwürde. 1936 zieht er nach Zürich, um dort seine Lehrtätigkeit als Privatdozent zu beginnen. Schon vor seinem Umzug nach Zürich entsteht sein Stück „Leonce und Lena“ und er beginnt mit der Arbeit am „Woyzeck“. Am 2. Februar 1837 erkrankt Büchner an Typhus – er hatte sich möglicherweise bei der Arbeit an seinen Präparaten infiziert – und stirbt am 19. Februar im Alter von 24 Jahren, noch ehe er das Werk vollenden kann. „Woyzeck“ bleibt ein Fragment und wird erst 1879 erstmalig veröffentlicht.

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