Harold und Maude

Ein depressiv veranlagter junger Mann aus wohlhabendem Haus, dessen seltsamen Vorlieben Friedhöfe, Beerdigungen und das Inszenieren von Selbstmordversuchen umfassen, verliebt sich in eine äußerst vitale 79-jährige und findet durch sie zurück ins Leben. So oder so ähnlich könnte man beginnen, wenn man über ‚Harold und Maude‘ schreiben wollte. Allerdings fehlt schon in diesen wenigen Worten das Entscheidende, das, was auch nur schwer in Worte zu kleiden ist: ‚Harold und Maude‘ ist mehr als eine der schönsten und bizarrsten Liebesgeschichten der (Film)-Geschichte, es ist ein Lehrgang über das Leben und die Liebe und dazu noch eine zeitlose Hymne an beides. Sie lernen sich kennen, auf einer Beerdigung natürlich. Maude eröffnet Harold einen ganz neuen Blick auf die Welt in ihrer sehr speziellen, so liebevollen wie radikalen Art. Was kann er, was können wir von Maude lernen? Maude ist ein Freigeist, ein Mensch, der die Idee von Macht, Status und Besitz aufgegeben und der sich von Regeln und Autoritäten befreit hat. Konventionelles Verhalten lehnt sie ab und strebt nach einer Moral, die sich an einer persönlichen Ethik von Offenheit, Spontaneität und Großzügigkeit orientiert. Für sie gibt es nicht nur das Recht zu lieben, sondern das Recht zu lieben, wen man möchte. Sie genießt den Moment. Und sie hat Ehrfurcht und Respekt vor der Natur und jedem Lebewesen.


Premiere am 8. März 2009 im Thalia in der Gaußstraße

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