Ernst ist das Leben (Bunbury)

Deutsch von Elfriede Jelinek
Nach einer Übersetzung von Karin Rausch
Mit Musik von Rocko Schamoni u.a.

Ein Käfig voller Narren? - In Elfriede Jelineks deutscher Fassung zeigen sich die Figuren Wildes noch einmal anders: Zugespitzter, hysterisch überdrehter, überspannter in ihren Dialogen, werden sie durch die Sprache hierhin getragen und dorthin, ohne Sinn und Verstand. Wozu auch: es ist doch alles bloß Spiel! Was Wilde zu seiner Zeit nur anzudeuten wagte, kostet Jelinek in seinem ganzen grotesken und abgründigen Ausmaß voll aus: Es ist die erfindungsreiche Zuspitzung gesellschaftlicher Konflikte wie sie nur in Komödien möglich ist.

Englische „Gentlemen“ wollen sie sein, Algeron und Jack, aber leben, wie sie lustig sind, das wollen sie auch: als Bunbury und Ernst erspielen sie sich diese Welt des totalen Lustprinzips, wo alles sein darf, was eben Lust verschafft. Der Schein bestimmt das Sein, gelebt wird, was vorgeblich unterdrückt sein sollte. Nicht der Name, nicht die Liebe, selbst das Geschlecht ist unverbindlich. Warum sollten nicht Männer Frauen spielen, Männer die Frauen sein? Es lebe die Verstellung, das Narrentum, das Leben, die Kunst – es lebe das Bunburysieren! ... Wenn nur das elendige Geld nicht wäre. Ohne Geld hat es sich schnell ausgespielt. Oder? Was kommt danach? Vielleicht doch nur ein neues Spiel?

Premiere am 19. November im Thalia in der Gaußstraße

Gefördert durch

Eingeladen zu Radikal jung - Das Festival junger Regisseure

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Pressestimmen zu Ernst ist das Leben (Bunbury)

Kommentare

Grandiose und rauschende Silvesternacht
Vielen Dank für eine grandiose und rauschende Silvesternacht! Das Stück, die Stimmung, das Ambiente, das Publikum, die Showeinlagen (bis auf den sizilianischen Vulkan) waren einfach wunderbar. Selten habe ich ein so schönes Silvester gehabt! Ich hoffe doch sehr, dass dies auch im neuen Jahr wieder geplant wird!
Peter Ristok, 04.01.10

Faszinierender Wortzauber
Faszinierend ist hier doch einmal mehr der Jelineksche Wortzauber, ein verblüffend unerschöpfliches Potential, das uns vor Freude von den goldenen Sitzen gehoben hat. Waren Männer in Frauenkostümen zu Shakespeares Zeiten auch schon so unterhaltsam?
Nils Buchholtz, 04.01.10

Sekt, Mario Barth, Hans Kremer und ein schönes Bühnenbild
Wer vorher eine Flasche Sekt trinkt und auch gut über Mario-Barth-Humor lachen kann, wird einen vergnüglichen Abend verbringen. Andere werden humorfreie lange 2 Stunden 15 Minuten ein schönes Bühnenbild anschauen... (und sich an der Rückkehr von Hans Kremer erfreuen) .
Ulrich Dr.Pieper (11 jahre Abonnent), 02.01.10

Restkarten am 1. und 2.12.
Lieber Rene Bucher, die Premiere ist leider restlos ausverkauft. Für den 1. und 2. 12. gibt es noch einige wenige Restkarten.
Tarun Kade, 19.11.09

Karten?
Das sieht ja geil aus!!! wir sind gespannt... gibt's für heut abend noch karten?
rene bucher, 19.11.09