Von toten Vögeln. Ich suche den Fehler darin

von Vanessa Emde
Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Zum Stück Es ist mein 30. Jahr und ich bin die Tochter einer Mutter, die Enkelin einer Großmutter, und ich möchte haben, was sie hatten, als sie noch jung waren. Ich interviewe die beiden vor allem im Hinblick darauf, ob sie das Mutter-Sein glücklich gemacht hat. Eine Reise in das Archiv der Fotoalben und Familienanekdoten, Erinnerungen und Fantasien über die Vergangenheit verschmelzen zu einer dokumentarischen Märchen-Collage, die sich letztlich um mehr als meine Ausgangsfrage rankt: nämlich um die Geschichten, die wir uns erzählen, mit denen wir groß geworden und aus deren Stoff wir selbst sind, matrilineare Geschichten, die dazu führen konnten, dass ich unbedingt K_EINE Mutter sein möchte, Geschichten, die Fluch und Segen zugleich sind, die vom Weiter- Schwimmen und sich (Ab)Treiben-Lassen handeln, Geschichten, die ich innerhalb eines Jahres ausgegraben, gepflückt und aufgehoben habe. Mit Hilfe von acht SchauspielerInnen, zwei BühnenbildnerInnen, einer Musikerin und einer Video-Künstlerin entwickelt Vanessa Emde einen genre-übergreifenden Abend, der eine Antwort schuldig bleiben möchte.

Vanessa Emde *1981 in Düsseldorf, studiert seit 2009 Theaterregie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Im Rahmen des Studiums entstanden mehrere Stückentwicklungen („Ich. Ein biografisches Projekt“, „Geht ein Pfirsich ins Schwimmbad“ u.a.). 2003 – 2009 studierte sie Komparatistik und Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin. Während dieser Zeit entstanden neben einigen DRAG-Performances im Rahmen der Berliner Queer-Feministischen-Szene eine Video-Performance („Blickkontakt“) für die Galerie Onyva Maastricht und ein Theaterprojekt („DRAG. Ein Kleidungsstück“).

Ausstattung Sophia Schneider, Andreas Hartmann
Musik Viola Pawlowski
Video Mareike Lauken
Es spielen Paula Alamillo, Johannes Frick, Banafshe Hourmazdi, Tim Kalkhof, Claudia Lorentz, Marilena Netzker, Janina Schröder, Vera Streicher

Abschlussinszenierung 2012
Spieldauer: 75 Minuten 3. April, Thalia Gaußstraße, 19.00 Uhr

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