Salut Salon

Mit ihrem Programm "Herzenssache" hat Salut Salon im vergangenen Jahr das Thalia Theater an sieben Tagen hintereinander bis auf den letzten Platz ausverkauft. Auch für die beiden Zusatzkonzerte gab es bereits Wochen vorher keine Karten mehr. Nun gehen die vier Musikerinnen mit ihrem neuen Programm an den Start: ‚Klassisch Verführt’ ist eine Fortsetzung ihres bewährten Konzeptes: Erlaubt ist alles, was Stil hat und von Herzen kommt, und hält eine Fülle neuer, außergewöhnlicher Ideen und Arrangements bereit.
Die im Jahr 2000 von Angelika Bachmann und Iris Siegfried in Hamburg aus der Taufe gehobene Quartettformation hat die Kunst des „Cross-Over“ virtuos auf die Kammermusik übertragen und dem brillant entwickelten Mix aus Klassik, Chanson und Folk eine absolut individuelle Bühnenshow verpasst: musikalisch perfekt, mit Zauber und Charme! Wer meint, mit Jimmy Hendrix‘ Gitarre am Hinterkopf alles an Extravaganz gesehen zu haben, wird von Salut Salon eines Besseren belehrt: Ob 8-händig am Flügel oder 4-händig an der Geige – ihre scheinbar mühelos präsentierten akrobatischen Einlagen beweisen einmal mehr, dass Musik, die begeistert, alle „Schubladen“ sprengt. Ihre Klassik-Kompetenz kommt nicht von ungefähr. Angelika Bachmann (Geige), Iris Siegfried (Geige und Gesang), Sonja Lena Schmid (Cello) und Anne von Twardowski (Klavier) sind preisgekrönte Musikerinnen mit eigenen Karrieren im internationalen Konzertgeschäft.
Im deutschsprachigen Raum sind Salut Salon längst ein Garant für volle Häuser. Aber auch weltweit konnte sich das Quartett einen Namen machen und wurde im Feuilleton der „Welt“ als einer der erfolgreichsten deutschen „Kultur-Exporte“ gewürdigt. Konzertreisen führten sie nicht nur durch ganz Europa, sondern auch nach China, Kanada, Russland, in die USA und nach Südamerika. Im Anschluss an die Hamburger Premiere geht’s nach Spanien, China, Chile, auf eine Asien-Tour und dann im November auf große Deutschland-Tour.
Angelika Bachmann – Geige
Wegen ihrer Sonderbegabung wurde Angelika vom Hamburger Senat von der Schule befreit und konnte sich schon in frühester Kindheit ganz ihrem Geigenstudium widmen. Seit dem siebten Lebensjahr trat sie als Solistin mit Orchestern wie den Hamburger Symphonikern auf, sammelte Erfahrung bei Fernsehauftritten und gewann zahlreiche erste Bundespreise bei "Jugend musiziert". Ihre musikalische Ausbildung genoss sie u.a. bei Roland Greutter, dem 1. Konzertmeister des NDR-Sinfonieorchesters. Sie war langjährige Stipendiatin der Oscar- und Vera-Ritter-Stiftung und Jurorin des LTM-Wettbewerbs. Einige ihrer neuesten Arrangements erscheinen 2007 beim Verlag Breitkopf & Härtel. Neben Musik studierte Angelika Germanistik und Philosophie.
Iris Siegfried – Geige und Gesang
Auch Iris erntete schon früh als Preisträgerin von "Jugend musiziert" musikalische Lorbeeren. Ihr Gesangstalent bewies sie später bei Auftritten in unterschiedlichen Chören und A-Cappella-Gruppen. Neben ihrer musikalischen Laufbahn nahm sie ein Jurastudium auf, das sie im Jahr 2000 mit dem 2. Staatsexamen abschloss. Seither arbeitet sie als Rechtsanwältin in einer Hamburger Kanzlei im Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Darüber hinaus schloss sie ihr Zweitstudium an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater als diplomierte Kulturmanagerin ab.
Das schönste für sie ist und bleibt jedoch, selbst zu musizieren: Im Jahr 2000 gründete sie gemeinsam mit Angelika das Quartett "Salut Salon".
Sonja Lena Schmid - Cello
studierte Cello und Kammermusik in Hamburg, Amsterdam und Den Haag als „Huygens“-Stipendiatin der niederländischen Regierung sowie mit dem „ZEIT“-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der 1. Preis beim Wettbewerb „Elise Meyer“, der 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb „Charles Hennen“, Niederlande, und ein Sonderpreis beim Internationalen Wettbewerb „Schubert und die Moderne“ in Graz für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes. 2006 wurde sie für das niederländische „Toptalent“- Programm ausgewählt und in die Förderung der Villa Musica aufgenommen. Aktuell absolviert sie ein Aufbaustudium bei Prof. Troels Svane an der Musikhochschule Lübeck. Als Kammermusikerin ist sie in verschiedenen Formationen bei namhaften Festivals zu Gast. Seit 2007 ist sie Cellistin des Ensemble Intégrales, welches sich der Musik zeitgenössischer Komponisten widmet. Ihr besonderes Interesse gilt der Verbindung von Musik und Theater: Sie wirkte unter anderem in Produktionen für das Hamburger Thalia Theater und für die Biennale München mit.
Anne-Monika von Twardowski - Klavier
erhielt mit 6 Jahren ihren ersten Klavierunterricht. 2002 begann sie ihr Instrumentalpädagogik-studium an der Hochschule für Musik in Lübeck in der Klasse von Barbara Martini. Nach einem Auslandssemester an der Escola Superior de Música Catalunya in Barcelona bei Prof. Pierre Reach und Prof. Alan Branch, schloss sie ihr Diplom im September 2007 mit der Note „sehr gut“ ab. Seit Oktober 2008 studiert sie Künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik Lübeck bei Prof. Jacob Leuschner und ab 2009 bei Prof. Gerald Fauth. Anne-Monika trat schon früh als Solistin auf und ist Preisträgerin diverser Wettbewerbe. Meisterkurse bei Elisabeth Leonskaja im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und des Mecklenburg-Vorpommern-Musikfestivals ergänzten ihre Ausbildung. 2008 gründete sie das Adamant-Trio mit Arsen Zorayan (Violine) und Daniel Sorour (Cello).
Das Benefizprojekt von Salut Salon
Salut Salon unterstützt in Kooperation mit der Kindernothilfe seit vielen Jahren die „Escuela Popular de Artes“, eine Musikschule im Elendsviertel von Achupallas in Chile. Angeregt durch einen öffentlichen Auftritt des Quartetts zusammen mit ihrem Schülerorchester, den „Coolen Streichern“, war Prof. Dr. Hans Bäßler vom Deutschen Musikrat an das Quartett herangetreten mit der Bitte um Übernahme einer Patenschaft für die Musikschule. Durch gegenseitige Besuche und viele gemeinsame Konzerte sowohl in Chile als auch in Deutschland ergab sich bald nicht nur ein sehr herzlicher, persönlicher Kontakt, es konnten aufgrund zahlreicher Benefizkonzerte auch viele großzügige Sponsoren gewonnen und das Projekt dadurch langfristig finanziell abgesichert werden. Waren es anfangs nur 100 Schüler, erhalten mittlerweile über 300 Mädchen und Jungen in der „“Escuela Popular de Artes“ kostenlosen Musikunterricht und werden darüberhinaus in ihrem familiären Umfeld von Sozialarbeitern betreut. Für sie alle bietet die Schule eine gute Chance, aus dem Teufelskreis von Arbeitslosigkeit, Armut, Drogen- und Alkoholmissbrauch herauszukommen, Musik zu erleben, sich über gemeinsame Erfolge zu freuen und über die Musik ihr Selbstvertrauen auch für andere Lebensaufgaben zu stärken.
Schüler- und Studentenkarten sind nur an der Tageskasse erhältlich, nicht im Online-Verkauf.
In Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt

