Radical Wrong

Gastspiel von Ultima Vez Brüssel Koproduktion Cultuurcentrum Hasselt, Krokusfestival
In flämischer, englischer, deutscher, französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Der international längst bekannte belgische Choreograf Wim Vandekeybus und seine Company Ultima Vez sind endlich wieder in Hamburg zu Gast. In seiner Inszenierung „Radical Wrong“ spielt Wim Vandekeybus bis zur letzten Konsequenz damit, was es heißen würde, wenn junge Menschen sich Raum verschaffen und sich durchsetzen. Man könnte denken, die Welt sei aus den Fugen, und dabei ist es vor allem das Authentische, was die jungen Menschen umgibt, das Vandekeybus darstellen will. Denn: Die Stimme der Jugend soll endlich gehört werden! In diesem Tanzereignis der besonderen Art werden alle Formen des gesell-schaftlichen und choreografischen Zwangs aufgebrochen, um den Sehnsüchten, Begierden und Be-schwerden der jungen Menschen freien Lauf zu lassen. Die wilden polyglotten Charaktere suchen in mitunter gewalttätigen Kämpfen nach ihren nationalen, politischen, religiösen, sexuellen und familiären Identitäten. Mit voller Überzeugung erzählen die jungen Europäer auf Flämisch, Englisch, Französisch und Deutsch von ihren Frustrationen, Selbstsüchten, sexuellen Bedürfnissen. Was andere darüber denken, scheint ihnen dabei völlig egal: „It’s all about me, but you shouldn’t agree!“, hallt es von der Bühne in den Zuschauerraum. Die jungen Tänzer rebellieren dabei gegen das Bild, das der Erwachsene sich von ihnen zu machen versucht. Sie provozieren ihre Beobachter und interagieren immer wieder mit ihnen, fordern sie zum Mitmachen heraus. So wird die Welt einmal neu in Szene gesetzt. Aus einer erfrischend jungen Perspektive, mal spielfreudig, mal grausam, mal unterhaltsam, mal erforschend, mal brutal herausfordernd, eben authentisch. Die jungen Tänzer stürzen sich wie Raubvögel in ihre Szenen und auf ihre Umgebung und tanzen um ihr Leben! Ein einprägsamer Aufruf an die Welt.

Regie, Choreografie, Bühne Wim Vandekeybus Kostüme Isabelle Lhoas
Co-Regie und Performer Damien Chapelle, Tanja Marín Fridjónsdóttir, Melkorka Sigridur Magnusdottir, Máté Mészáros, Bénédicte Mottart, Dymitry Szypura, Julio Cesar Iglesias Ungo, Mitarbeit Thi-Mai Nguyen, Ricardo Ambrozio

Im Anschluss an die Vorstellung am 28. Januar findet ein Publikumsgespräch mit dem Ensemble statt.

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