Frontiers

Spielinstallation von der Künstlergruppe „gold extra“

Die österreichische Künstlergruppe „gold extra“ ist ein Netzwerk von Künstlern und produziert, kuratiert und initiiert Projekte in den Zwischenräumen von Bildender Kunst, Performance, Musik und Hybrid Media. Eine zentrale Aufgabe für die künstlerische Arbeit des Kollektivs ist die konstante Forschung nach innovativen künstlerischen Ausdrucksformen.
„Frontiers“ ist ein Computerspiel, das seinen Spielern ermöglicht, die Flucht aus Afrika in die „Festung Europa“ nachzuspielen. Es führt seine Spieler durch nordafrikanische Konfliktzonen, an spanische Grenzzäune und Umschlagplätze für Waren und Menschenschmuggel. Sie können die Mauern um Europa und das Leben dahinter von beiden Seiten erleben. In der Rolle des Flüchtlings oder des Soldaten bzw. Polizisten versuchen die Spieler, ihrer jeweiligen Aufgabe nachzukommen: Flucht und Überleben auf der einen Seite, die Verteidigung der EU-Festung auf der anderen.
„Frontiers“ ist eine Modifikation des Spiels „Half Life 2: Deathmatch“. Grundstruktur des Spiels ist die klassische Situation eines Multiplayer Shooters, in dem zwei Teams gegeneinander antreten. Diese Situation wird jedoch weiter modifiziert: Das Spiel setzt sich bewusst mit den Regeln und Konventionen von Online Multiplayer Games auseinander und erweitert die Möglichkeiten. Es politisiert ein Medium und versucht so, das Computerspiel unter diesem Geschichtspunkt neu zu bewerten.
Das Frontiers-Team Jens M. Stober, Martina Brandstätter, Georg Hobmeier, Tobias Hammerle, Sonja Prlic, Karl Zechenter

Einführung und Spielpräsentation mit Georg Hobmeier und Karl Zechenter am 25. Januar um 15 Uhr (für Schülergruppen) und um 18 Uhr im Thalia Theater (Mittelrangfoyer)

Das Computerspiel kann vom 25. Januar bis 5. Februar während der Öffnungszeiten des Thalia Theaters von Zuschauern gespielt werden.

Kommentare