In Ongenade (Schande)

In einer Bearbeitung von Josse de Pauw
In niederländischer Sprache mit deutschen Übertiteln 

Mit Hollands führender Theatercompagnie Toneelgroep Amsterdam hat Luk Perceval, Leitender Regisseur des Thalia Theaters, an der Stadsschouwburg Amsterdam J.M. Coetzees Roman „Schande“ inszeniert. Die Premiere war am 4. Dezember 2011. Der mit dem Booker-Preis ausgezeichnete Roman ist eine Parabel über das moderne Südafrika. Der in Kapstadt geborene Autor J.M. Coetzee (*1940) veröffentlichte „Schande“ 1999, vier Jahre später wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.
Der Literaturprofessor David Lurie verliert nach der Affäre mit einer Studentin seinen Universitätsjob in Kapstadt. Er sucht Zuflucht auf der Farm seiner Tochter in Südafrikas Kapprovinz. Nach einem Überfall auf die Farm werden die Machtverhältnisse neu definiert. Lurie und seine Tochter geraten in den Strudel der politischen Situation Südafrikas nach der Apartheid.

„‚Schande’ hat eine Botschaft, die Botschaft vom misslingenden Leben, von der Unumkehrbarkeit, aber eben auch von der Unaufhebbarkeit des Verhältnisses zwischen Herr und Knecht, von Macht und Unterwerfung als Konstanten der Existenz.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Eine schmerzliche, eindringliche Geschichte über den “clash of cultures”, moralische Urteile und familiäre Beziehungen. [...] Schönes und effektvolles Bühnenbild. [...] Gijs Scholten van Aschat ist ein herausragender Geschichtenerzähler." De Volkskrant

"Alle Schauspieler sind gleichwertig. Selten solch Größe gesehen [...]. Diese Inszenierung ist ein Muss für jeden Theaterliebhaber." Knack

"Dank des Dramaturgen Josse de Pauw, hat Regisseur Luk Perceval ein wahres Wunderwerk geschaffen. Jeglicher Sensationsgier entbehrend, ist die Handlung sowohl inhaltlich wie visuell in den Mittelpunkt gerückt […]. Mit dem intelligenten Einsatz der Beleuchtung mutet die Ansammlung von Schaufensterpuppen wie steife, aber dennoch lebendige Protagonisten an […]. Die Stärke der Inszenierung ist rücksichtslos. Die Szenen brennen sich direkt auf die Netzhaut. Sogar kleine Nebenrollen erscheinen facettenreich, aufgrund der äußerst präzisen Regieführung." Trouw

"Gijs Scholten van Aschat ist überwältigend gut […]. Auch die anderen Schauspieler wissen zu überzeugen, allen voran Janni Goslinga […]. Das Bühnenbild ist eines der stärksten Elemente, es verleiht dem Stück zusätzliche Tiefe und betont den universellen Charakter der Geschichte." Haarlems Dagblad

Regie Luk Perceval Bühne Katrin Brack Kostüme Ilse Vandenbussche Licht Marc Van Denesse Dramaturgie Peter von Kraaij
Ensemble Felix Burleson, Charlie-Chan Dagelet, Janni Goslinga, Sergio Hasselbaink, Hugo Koolschijn, Djamila Landbrug, Chris Nietvelt, Celia Nufaar, Vanja Rukavina, Gijs Scholten van Aschat

Im Anschluss an die Vorstellung am 29. Januar findet ein Publikumsgespräch mit Luk Perceval und dem Ensemble statt.

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