Umberto Eco

Umberto Eco liest
aus seinem neuen Roman „Der Friedhof in Prag“
Wolf-Dietrich Sprenger liest den deutschen Text
Denis Scheck moderiert, Paola Barbon übersetzt

Der Italiener Simone Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: Geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre – und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument” für die „jüdische Weltverschwörung”, das dann fatale Folgen haben wird. Immer tiefer sieht Simonini sich in die geheimen Pläne der Verschwörer verstrickt, die keine Rücksicht mehr kennen bei ihrem Kampf gegen die erfundene jüdische Bedrohung. Ein Attentat soll die Bevölkerung aufrütteln, ein Attentat auf eines der Symbole der modernen Zeit, auf die gerade im Bau befindliche Pariser Métro. Und die Verschwörer haben ausgerechnet Simone Simonini ausgewählt, die Tat auszuführen. Nach einigem Zögern sagt er zu. Umberto Eco erzählt, wie nur er erzählen kann, spannend, mitreißend und mit einer unerschöpflichen Kenntnis von einer Vergangenheit, in der schon unsere Gegenwart verborgen liegt.

Umberto Eco, 1932 in Alessandria geboren, lehrt als Professor für Semiotik an der Universität Bologna und gelangte durch „Der Name der Rose“ zu Weltruhm. Sein Werk erscheint seit vielen Jahren im Carl Hanser Verlag, zuletzt u.a. „Baudolino“ (2001), „Die Kunst des Bücherliebens“ (2009) und die Bildbände „Die Geschichte der Schönheit“ (2004), „Die Geschichte der Hässlichkeit“ (2007) und „Die unendliche Liste“ (2009). 2009 wurde Umberto Eco mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein neuer Roman „Der Friedhof in Prag“ erscheint im Oktober 2011 in der Übersetzung von Burkhart Kroeber.



Eine Veranstaltung von Literaturhaus Hamburg in Kooperation mit dem Thalia Theater mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano

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