Johanna von Orleans

nach Friedrich Schiller
Regie Therese Willstedt
The Danish National School of Theatre and Contemporary Dance

Der 100-jährige Krieg: Frankreich im Kampf gegen England. In einem zerstörten System, zwischen Besetzern, Macht-Politikern und enteigneten und desillusionierten Bürgern, behauptet eine junge Frau standhaft, mit der Hilfe Gottes ihre Heimat Frankreich von der evangelischen Fremdherrschaft zu befreien. Doch rechtfertigt eine göttliche Eingebung kriegerische Taten? Kann „heilige“ Gewalt die Antwort auf „weltliche“ Gewalt sein? Oder zeugt die grausame Wirklichkeit des Schlachtengeschehens auf den Schauplätzen des Krieges von einer trügerischen Legitimation realpolitischer Absichten von Johanna von Orleans, der späteren Nationalheldin? Ist der Verlauf der Geschichte – ihr Tod auf dem Scheiterhaufen – die gerechte Strafe einer zu verurteilenden Tat?

Therese Willstedt *1984 in Småland (Schweden), studiert seit 2008 an der National School of Theatre and Contemporary Dance in Kopenhagen Regie. Von 2000 bis 2004 studierte sie an der Ballettakademie in Gothenburg und absolvierte Regieassistenzen 2007 und 2008 am Stockholms Stadsteater u.a. bei Tobias Theorell („Marat/Sade“ von Peter Weiss) und Leif Stinnerbom („Der Meister und Margarita“ von M. Bulgakov), 2010 in Oslo bei Hans Henrikssen („Der Menschenfeind“ von Molière) und an Stockholms Drottningsholms Opera bei Johanna Garpe („Don Giovanni“ von Mozart). Eigene Arbeiten folgten: U.a. 2009 „My life in the old city“ in Ostjerusalem beim Kooperationsprojekt mit dem Olof Palme international center und „It maybe mayday“, eine Performance-Installation während der Klimakonferenz in Kopenhagen.

Bühne Therese Willstedt, Hans Ditlev Brinth Christiansen
Kostüme Therese Willstedt
Musik Hans Ditlev Brinth Christiansen

Es spielen Danica Curcic, Casper Crump, Jakob Hannibal, Jonas Kriegbaum, Nils P. Munk, Asbjørn Krogh Nissen

Studienprojekt 2011
Spieldauer: ca. 90 Minuten

26. März, Thalia Gaußstraße, 21.00 Uhr

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