Schuld und Sühne

nach F. M. Dostojewski
Textfassung von Frederik Tidén und Margrit Sengebusch
Regie Frederik Tidén
Otto-Falckenberg-Schule München

Wir brechen in den Kosmos auf. Wir weiten die Grenzen menschlicher Erkenntnis. In einem Spaceshuttle. Im Cockpit. Wir tun Dinge, die sonst keiner zu tun wagt. Mord ist ein Verbrechen. Mord ist Können. Aushalten können. Aber Raskolnikow stellt fest: „Ich habe nichts gekonnt als Töten“. In Fieberzuständen, im selbst gewählten Delirium, erträgt der junge Student seine Schuld. Er bricht mit seiner Familie, verliebt sich in eine Prostituierte und beschwört seine Schwester, keine unmoralischen Entscheidungen zu treffen. Die Grenzen seiner Möglichkeiten sind eng gesteckt und er kann sie nicht weiten. „Der Falter fliegt von selbst in die Kerzenflamme.“ Wo ist die Erlösung? Wo ist Gott? Und wo kann man hingehen, wenn man nirgends mehr hin kann? Es beginnt eine Hetzjagd zwischen Gut und Böse – bis in den Weltraum, aber da ist Gott auch nicht.

Frederik Tidén*1987 in Stockholm. Seit 2007 studierte er Schauspielregie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Hospitanzen/Assistenzen absolvierte er u.a. bei Luk Perceval und Armin Petras. Mehrere kleine Arbeiten an den Münchner Kammerspielen, u.a. im Rahmen der Langen Nacht der Jungen Dramatik und der Veranstaltungsreihe PLATTFORM folgten. Als Studienprojekte an der Otto-Falckenberg-Schule inszenierte er u.a. 2009 „Werwolf“ von Rainer Werner Fassbinder im Neuen Haus der Kammerspiele (Gastspiel bei der Young Actors Week in Salzburg) und 2010 „Die Jungfrau von Orleans“ nach Friedrich Schiller im Pathos Transport Theater München.

Regie Frederik Tidén
Ausstattung Tatjana Kautsch
Licht Christian Schweig
Dramaturgie Margrit Sengebusch
Es spielen Tina Keserovic, Sophie Köster, Gabriel Raab, Florian Schmidt-Gahlen, Tobias Schormann, Lenja Schultze

Abschlussinszenierung 2011
Spieldauer: ca. 70 Minuten

29. März, Thalia Gaußstraße, 21.00 Uhr

Fotos

Kommentare