Record of Time

Performance von Alexander-Maximilian Giesche und Lea Letzel
Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen, Justus-Liebig-Universität /Hessische Theaterakademie

„Filme müssen irgendwann einmal aufhören, Filme zu sein, müssen aufhören, Geschichten zu sein und anfangen, lebendig zu werden, dass man fragt, wie sieht das eigentlich mit mir und meinem Leben aus.“ (Rainer Werner Fassbinder) – Ausgehend von der immer währenden Frage nach der Funktion und ästhetischen Wirkungsweise von Video in Performances oder Theateraufführungen wird die gesamte weiße Oberfläche der Rückwand zur Leinwand ihrer selbst. Durch das Aufeinandertreffen zweier Medien, der Realität des Bühnenraumes und der Realität des projizierten Film- oder Videoraumes, entwickeln sich Zwischenspiele und Lichtspiele zu Mustern, Landschaften. Die Schatten der Körper verwandeln sich, wachsen und schrumpfen. Konturen vervielfachen sich an den Wänden, Silhouetten passen sich an, Film und Körper schmelzen ineinander.

Alexander-Maximilian Giesche *1982 in München, sammelte erste praktische Erfahrungen u.a. am Schauspielhaus Zürich und an den Münchner Kammerspielen. Seit 2006 studiert er am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, wo er zahlreiche eigene multimediale Projekte realisierte, die sich zwischen Bildender Kunst und Performance bewegen. 2009 studierte er als Gaststudent Virtual Theatre Design an der HKU in Utrecht/NL und arbeitete zusammen mit Studenten von DasArts in Amsterdam.

Lea Letzel *1984 in Starnberg, studiert seit 2006 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Sie realisiert Projekte, die einen oftmals ortspezifischen Ansatz verfolgen und die zum Festival Junger Talente (Offenbach und Frankfurt a.M.) und dem RAFLOST Icelandic Festival of Electronic Arts (Reykjavik) eingeladen wurden. 2009 studierte sie Theorie und Praxis des zeitgenössischen Tanzes an der Iceland Academy of the Arts in Reykjavik. Erste praktische Erfahrungen sammelte sie am Thalia Theater Hamburg und in der Freien Szene. 2010 realisierte sie gemeinsam mit Giesche u.a. die Performance „DREI“, die im Rahmen der Langen Nacht der Münchner Museen im MaximiliansForum uraufgeführt wurde.

Eine Kooperation des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen mit der Theaterskolen Kopenhagen. „Record of Time“ wurde nach der Premiere in Kopenhagen u.a. an die Münchner Kammerspiele, ins Frankfurt LAB und zum Junge Hunde Festival nach Århus eingeladen.

Regie Alexander-Maximilian Giesche, Lea Letzel
Es spielen Alexander-Maximilian Giesche, Lea Letzel

Szenisches Projekt 2009
Spieldauer: 30 Minuten

25. März, Thalia Gaußstraße, 19.00 Uhr

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